Weltweiter Aufstand der Frauen – One Billion Rising

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Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt. * Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen, denen Gewalt angetan wird … ein unfassbares Gräuel. * Eine Milliarde tanzender Frauen . Das ist eine Revolution! ONE BILLION RISING … das ist:  Ein globaler Streik. Eine Einladung zum Tanz. Ein Akt weltweiter Solidarität, eine Demonstration der Gemeinsamkeit, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen … und zu zeigen, wie viele wir sind. Eine Verweigerung dessen, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als gegeben hinnehmen zu müssen. Eine neue Zeit und eine neue Art des SEINS. Am 14. Februar 2013 wollen wir auch in Osnabrück Teil dieses weltweiten Aufstandes der Frauen sein.

In welcher Form dies stattfinden soll, ist zur Zeit noch offen. Was genau wir planen und wie unsere Beteiligung an One Billion Rising aussehen wird, hängt auch von Euch ab. Je mehr Frauen sich schon in die Vorbereitung einbringen, je mehr ihre Beteiligung an der Durchführung schon im Vorfeld zusagen, desto besser können wir planen.

Meldet Euch bei uns, wenn Ihr mitmachen wollt und wenn Ihr Fragen habt:

onebillionrising_os@yahoo.de oder nehmt die Kommentarfunktion.

One Billion Rising – und was kommt dann?
Diese Frage stellt sich als eine der ersten, wenn es um die Organisierung eines solchen “Events” wie One Billion Rising geht. Macht es Sinn, eine Aktion vorzubereiten und durchzuführen, die zwar in einem weltweiten Zusammenhang steht, die zwar einige Menschen vor Ort erreichen wird, die vielleicht und hoffentlich bei manchen auch etwas in Gang setzen wird und dann wieder ins Nichts abzutauchen? Aktionen wie One Billion Rising sind bewusst gesetzte Einzel-Events, um eben dies zu erreichen:

• Einen weltweiten Zusammenhang aufzuzeigen, bewusst zu machen, nicht nur hier bei uns gibt es starke Frauen, die aufstehen und sich ihre Rechte einfordern, sondern es gibt sie überall auf der Welt. Auch und gerade auch in Ländern, in denen die Rechte der Frauen eigentlich noch gar nicht existieren, in denen sie noch ganz grundsätzlich erkämpft werden
müssen. Wir müssen dafür Sorge tragen, die Rechte, die wir uns bereits erkämpft haben, die für uns in der Vergangenheit erkämpft wurden, zu erhalten und endlich wirklich gleiche Rechte (und das nicht nur auf dem Papier) zu bekommen und wir müssen unsere Möglichkeiten nutzen, um uns mit den Frauen zu solidarisieren, die sich das alles erst noch erkämpfen müssen.

• Menschen vor Ort zu erreichen, ihnen genau diese Zusammenhänge aufzuzeigen und ihnen bewusst zu machen, dass wir noch lange nicht alles erreicht haben, was uns zusteht und dass wir es für uns einfordern. Jetzt und hier, laut und kraftvoll, zu Hause und auf der Straße.

• Gedanken und Entwicklungen bei Einzelnen in Gang zu setzen, die vielleicht nicht sofort und umgehend zu Ergebnissen führen, die aber auch nicht mehr umkehrbar sind, wenn sie sich einmal in den Köpfen eingenistet haben.

Und hier kommt die Frage nach dem Danach ins Spiel. Macht es Sinn, diese Entwicklungen in Gang zu setzen und danach die Aktion zu beenden? Wünschenswert wäre es mit Sicherheit, hier eine Kontinuität anbieten zu können. Doch nicht jedes Event kann auf Dauer angelegt werden, dafür haben wir einfach nicht genug Kapazitäten und Kraftreserven. Aber: Ein solches „Event“ entsteht ja auch nicht aus dem Nichts, sondern es ist eingebettet in bereits vorhandene Strukturen, die auch am Tag danach noch existieren und ihre gewohnte Arbeit fortsetzen. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn sich am 14. Februar 2013 möglichst alle lokal und regional vorhandenen Frauenorganisationen und -Gruppen beteiligen und ihre alltägliche Arbeit vorstellen würden, um so das bereits existierende Netz aufzuzeigen, an das sich Frauen wenden können, die entweder Hilfe und Unterstützung benötigen, oder die sich einbringen und aktiv werden möchten. One Billion Rising ist aber auch nicht aus dem Nichts entstanden, sondern aus der Idee der weltweiten V-Day-Bewegung, mit dem Ziel, Gewalt gegen Frauen zu beenden. Sollten sich im Anschluss an One Billion Rising in Osnabrück Frauen finden, die sich dieser Bewegung anschließen, sei es als regionale V-Day-Gruppe oder als Verstärkung in den bereits  existierenden Frauengruppen vor Ort, so wäre dies neben unserem öffentlichen Statement:

„Wir sind hier, wir sind überall, wir sind stark, wir sind laut, wir lassen uns nicht mehr zum Schweigen bringen“ ein großartiger Erfolg.


(One Billion Rising Osnabrück, Dezember 2012)

 

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