4/5 der beschuldigten Straftäter in der Schweiz sind – wie immer – Männer

Die neue Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), veröffentlicht durch das Bundesamt für Statistik (BfS) beweist wie jedes Jahr: Die Männer sind die Straftäter.

Zwar hat sich das Verhältnis insofern verschoben, als in den vorhergehenden Jahren das Verhältnis bei 15% weiblichen Beschuldigten gegenüber 85% männlichen beschuldigten Straftätern lag, während 2009 17’881 Frauen (22%) 62’468 Männern (78%) gegenüber standen. Das mag mit der erstmals neu durchgeführten statistischen Erhebungsmethode zu tun haben und ist
wohl kein Hinweis darauf, dass Frauen “emanzipierter” geworden wären, sondern eher, dass sie sich im Verhalten mehr den Männern angleichen.

Jedenfalls sind diese Zahlen und Fakten für mich nach wie vor der klarste Beweis, dass wir eindeutig in patriarchalen Verhältnissen leben.

Quelle: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/22/publ.html?publicationID=3866 .

11 Kommentare

  1. Martha sagt:

    Ich plädiere schon seit Jahren dafür, dass Männer eine “Gewaltsteuer” bezahlen müssen. Dieser ganze Justiz- und Polizeiapparat, der in erster Linie wegen der Männer aufrecht erhalten werden muss, kostet uns jährlich Milliarden. Womit werden denn die Polizisten bezahlt, die Gerichte und Gefängnisse finanziert? Mit Steuergeldern! Auch wir Frauen bezahlen Steuern, und zwar – im Verhältnis zu den uns “grosszügig” gewährten erheblich niedrigeren Einkommen – mindestens die Hälfte. Wie kommen wir dazu, die Brutalität, mit der wir von Männern dominiert werden, auch noch mitzufinanzieren? Immer und überall wird das Verursacherprinzip gefordert und angewendet – nur dort nicht, wo die Männer die hauptsächlichen, primären Verursacher sind. Da werden Frauen auch noch kräftig zur Kasse gebeten!

    Zu diesem Thema habe ich mich bereits vor längerer Zeit im “Tagi-Magi” geäussert und bin – wie üblich – grob angegriffen worden – leider nicht nur von Männern. Siehe: http://dasmagzin.ch/index.php/gebt-das-geld-in-frauenhand/

    Übrigens an dieser Stelle ein grosses Kompliment an Thys Flueler. Trotz der wiederholten Versuche einiger Männer, Dich als “Nestbeschmutzer” hinzustellen, bleibst Du einer der wenigen intelligenten Männer, die merken und dazu stehen, dass die patriarchalen Verhältnisse, in denen wir leben, nicht nur den Frauen, sondern auch den meisten Männern schaden und uns alle in Abhängigkeit halten. Danke für die Unterstützung!

    (P.S.: Ich gehe davon aus, dass es – wie in diesem Blog üblich – i.O. ist, wenn wir uns hier duzen.)

  2. Martha sagt:

    @ Thys Flueler

    Ich habe grad festgestellt, dass Du bei den Kommentaren zu “Gebt das Geld in Frauenhand” auch schon vertreten warst. Und hier treffen wir uns wieder.

  3. Thys Flueler sagt:

    @Martha: Die Ergebnisse der Strafstatistiken, übrigens aller Länder dieser Welt, sind in jedem Fall der beste und klarste Beweis dafür, dass Frau und Mann nicht gleichgestellt sind.

    Konservative Männer stellen sich nun auf den Standpunkt, dass diese Statistik auch Beweis für die “biologische” Überlegenheit des Mannes über die Frau sei. Und das folglich keine Gleichstellung möglich sei.

    Tatsächlich basiert diese “Überlegenheit” des Mannes auf einer gesellschaftlichen Entwicklung die vor nicht mehr als etwa 7’000 bis 10’000 Jahren ihren Anfang genommen hat und für die der amerikanische Wissenschafter James deMeo die sehr aufschlussreiche Saharasia-These aufgestellt hat ( http://de.wikipedia.org/wiki/James_DeMeo ).

    Tragisch jedoch ist, dass damit offensichtlich in diesen paar tausend Jahren die Voraussetzungen für den Untergang der Menschheit geschaffen worden sind. Denn wir können kaum mehr zurück, ausser der grössere Teil der Menschheit würde vernichtet. Das ist ja heute das grosse Problem: Jeder Mann sagt, wir können nicht einseitig auf Wirtschaftswachstum verzichten, wir können nicht einseitig auf Waffen verzichten, wir können nicht einseitig Boni abschaffen, wir können nicht einseitig auf das Ausbeuten von Ressourcen verzichten. Also bleibt eigentlich nur die “Hoffnung”, dass durch ein Ereignis auf das wir keinen Einfluss haben (z.B. Ausbruch eines Supervulkans, Einschlag eines Meteoriten) die Menschheit soweit dezimiert wird, dass sie wieder zur ursprünglichen Sippenstruktur zurück findet.

  4. ich sagt:

    wenn geld gerechter eingenommen/ausgegeben werden soll, dann bitte auch berücksichtigen, dass frauen wehleidger sind (höhere krankheitskosten, arbeitsausfall, etc.), frauen ein niedrigeres AHV-alter haben (wenn ich mich ein jahr früher pensionieren lassen will, zahle ich dumm und dämlich), frauen älter werden als männer (die kosten im alter sind immens) usw und so fort. man wird es nie gerecht machen können – diesse weisheit sagte meine mutter uns kindern schon, heute bin ich älter und verstehe sie :-)

  5. Martha sagt:

    @Thys:
    Ich denke, dass es noch eine Lösung geben könnte, würden weibliche Werte wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Die Zerstörung unserer Erde hat nach hunderttausenden von Jahren nachweislich erst mit dem Einzug des Patriarchats vor ca. 5 – 7tausend Jahren begonnen. Herrschaft, Macht und Gewalt haben rücksichtslos alles kurz und klein geschlagen. Die 3 Säulen, aus denen das patriarchale Krankheitsbild besteht sind:

    - Androzentrismus (Herrschaft des Mannes über die Frau)

    - Anthropozentrismus (Herrschaft des Mannes über Mensch und Natur)

    - politischer und geistiger Imperialismus (Herrschaft des Mannes über andere Völker).

    All dies ist destruktiv, zerstörerisch und schlussendlich tödlich. Werden die patriarchalen Ideologien nicht schnellstens über Bord geworfen, sind wir und unsere Welt wohl mittelfristig dem Untergang geweiht. Da führt kein Weg vorbei.

  6. Martha sagt:

    @ “ich”

    Frauen sind wehleidiger als Männer???

    Der nachfolgende Artikel stammt aus der Zeitschrift meiner Krankenkasse:

    “Hätten Sie gedacht, dass es die Grippe in zwei Varianten gibt – einer “männlichen” und einer “weiblichen”? Die “männliche” Grippe verläuft ungleich schmerzhafter und dramatischer als die “weibliche”. Linderung verschafft ihr nur ein steter Strom mitfühlender Zuwendung, literweise Kamillentee, eine stattliche Auswahl Grippemittel und die unablässige Versicherung, dass dies nicht das Ende ist.
    Die “weibliche” Grippe schaut meist kurz herein, sieht, dass niemand Zeit für sie hat und verschwindet wieder.”

  7. ich sagt:

    @Martha: auf die schnelle habe ich nur folgendes gefunden:
    http://www.geschlechterstudien.de/pageID_3945635.html
    auch sonst eine interessante seite – jedoch sollte man sie mit der gleichen skepsis betrachten wie die übliche artikel, welche links, frauenliebend und oft männerdiskriminierend sind, jedoch heute leider zur nomalität zählen. anyway, meine meinung: einfach nicht alles glauben, was man liesst: selber die augen aufmachen, selber überprüfen und selber statistiken interprätieren …und – ganz wichtig – selber eine eigene meinung bilden, und nicht sich die meinung lesen ;-)

  8. Thys Flueler sagt:

    @ich: Diese läppischen kleinen Vorteile, die wir den Frauen gewähren, sind nichts anderes als Ausdruck unserer Schuldgefühle, unserer “Ritterlichkeit” gegenüber der Frauen, nach dem Motto: “Tötet keine Frauen, Alte und Kinder”. Es ist genau Ausdruck unserers männlichen Überlegenheitswahns über das weibliche Geschlecht.

    @Martha: Ich gebe Dir vollkommen recht, dass nur die Überwindung von Androzentrismus und Anthropozentrismus die Menschheit vor dem bereits ausgelösten rasanten Untergang retten können.

    Aber die grosse Frage bleibt, ist wie das geschehen kann. Über eine gewaltsame Revolution sicher nicht, denn Aggression hat immer wieder neue Aggression erzeugt (das typisch männliche Verhalten).

    Der “friedliche” Wege jedoch ist ebenfalls ausgeschlossen, denn auch “Friedfertigkeit” wird mit Unterdrückung beantwortet (der geschichtliche Umgang mit Minderheiten, etwa mit den Indianern Nord- und Südamerikas beweist das).

    Ich, für mich, glaube, dass Friedfertigkeit nur erreicht werden kann, wenn die menschlichen Grundbedürfnisse (Nahrung und Sexualität) ausreichend befriedigt werden können. Aber auch das setzt wiederum gewaltige Umwälzungen voraus, die global kaum friedlich erreicht werden können.

  9. ich sagt:

    Ritterlichkeit?!? naja, dafür müssten ritter auch wieder geehrt und respektiert werden ;-) und nicht von vorherein mit 4/5 beschuldigt werden, womit sich der kreis wieder schliesst – leider :-/ ..anyway, ich klink mich hier jetzt raus.

  10. Thys Flueler sagt:

    @ich: Ist nicht zu bedauern, dass Du dich wieder ausklinkst. Du hast offenbar meine Antwort a propos “Ritterlichkeit” nicht verstanden oder die Arguimente sind Dir ausgegangen…

  11. Roman sagt:

    @ Martha; Belehre mich wenn ich falsch liege, aber Mann wie Frau wird mit dem selben Steuersatz zur Kasse gebeten. Macht ihr also, trotz des erwähnten ach-so-niederen Einkommen tatsächlich die Hälfte des Steuerhaufens aus, gibt es gut doppelt so viele arbeitende Frauen wie Männer. Denn, auch eine Emanzentheorie, eine Frau muss für den selben Lohn doppelt so viel leisten wie ein Mann.

    Dein Zitat “Dieser ganze Justiz- und Polizeiapparat, der in erster Linie wegen der Männer aufrecht erhalten werden muss, kostet uns jährlich Milliarden.”…

    Diesen ganzen Justizapparat braucht es doch auch, damit die Frau den Mann bei einer Scheidung ordentlich abzocken kann. Wie wäre es hier mit einer Zusatzsteuer? Oder die Frau im Strassenverkehr, Parkschäden usw. Wie wäre es mit einer Erhöhung der Haftpflichtbeiträge für weibliche Fahrzeuglenker zugungsten einer Reduktion bei Männern. Oder Schwangerschaftsurlaub brauche ich als alleinstehender nicht, zahlt dies bitte mal selber, geschätzte Frau. Zudem steht mir mehr AHV zu, ich arbeite länger und sterbe statistisch früher, soll dies mal angepasst werden. Oder Abfallgebühren, ich benötige weniger Toiletten- und Hygieneartikel als die Damen, wie wäre es da mit einer Zusatzsteuer?

    Es ist absolut unsinnig so zu denken. Aber deine Forderung zeigt mir einmal mehr auf, die Emanze sucht nicht die Gleichstellung, die Emanze sucht Wiedergutmachung und möchte sich klar über den Mann stellen.

    @ Thys Flueler; Woher ziehst du die Erkenntnis, dass die matriarchische Gesellschaft eine bessere Weltordnung wäre? Sie wäre einfach anders, aber das Problem liegt wohl eher bei der Spezies Mensch. Sehen wir in die Tierwelt; Das Weibchen ist im Bau, kümmert sich um den Nachwuchs, das Männchen schafft Futter herbei. Das System funktioniert seit Jahrtausenden, ohne eine emanzipierte Frauenbewegung. Und die Menschen? Funktionierte auch, bis die Frau dachte, eigentlich sollte sie mehr zu sagen haben. Normale menschliche Machtgelüste. Und nun wird es täglich komplizierter. Sogar die Beamtensprache musste kürzlich frauengerecht angepasst werden. Wo führt das hin? Kriegen Männer um der Gerechtigkeit willen Vaterschaftsurlaub in Vermont um sich von den Stimmungsschwankungen der Schwangeren zu erholen zu können? Bleibt mal auf dem Teppich, das System hat vor Alice Schwarzer ganz gut funktioniert.

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