liebe frauen, das thema geld bietet immer wieder grund zu diskussionen. vermutlich in den vergangenen jahren noch mehr als sonst. eigentlich ist geld neutral, und mittel zum zweck. damit wurde das handelsystem mit waren grundsätzlich vereinfacht. und im grunde genommen ist es auch nicht weiter schlimm, wenn jemand eine gute idee hat, diese entsprechend umsetzt und damit erfolgreich ist.
das wäre nun die theorie. leider ist es in der praxis oftmals so, dass man um geld zu scheffeln andere dabei über den tisch zieht. jedes mittel scheint gerechtfertigt zu sein um ans ziel zu kommen: macht und geld. die beiden dinge sind wohl kaum auseinanderzuhalten.
jetzt wirds heikel, ich muss vorsichtig sein mit dem was ich schreibe damit ich nicht als männerfeindlich rüberkomme.
nun, wenn wir also mal unsere welt betrachten. so ganz objektiv. was fällt uns dabei auf? wenn wir nachrichten schauen oder hören, welche themen kommen da regelmässig, um nicht zu sagen täglich, vor? krieg, gewalt, geld, politik? gut, wer führt kriege? wer misshandelt kinder und frauen, oder bringt sie gar um? wer hat die macht in der politik?
wir reden hier von der mehrheit, nicht von den ausnahmen, die gibt es immer. aber mehrheitlich ist es doch so, dass auf der welt ein ungleichgewicht zwischen frau und mann herrscht.
frauen sind nicht heilig. und genausowenig sind es männer.
beide sind jedoch gleichwertige erdbürger und beide haben ihre aufgabe und existenzberechtigung auf diesem planeten. das problem ist meines erachtens folgendes, bis das gleichgewicht zwischen mann und frau auf dieser erde nicht hergestellt ist, werden wir immer wieder stress haben. und zwar nicht nur zum thema geld, sondern zu den meisten themen. frau und mann sollten sein wie yin und yang: nämlich ein gleichgewicht der kräfte. das eine kommt ohne das andere nicht aus. und dieses ungleichgewicht zwischen männer und frauen ist höchstwahrscheinlich die ursache für viele unserer probleme.
jetzt bin ich wohl etwas vom ursprünglichen thema abgewichen. geld.
nun ja, fazit ist, dass frauen für ihren teil die verantwortung übernehmen müssen. auch für die bereiche die bisher von männern dominiert wurden. wie beispielsweise die finanzen. solange frauen sich nicht für dieses thema richtig interessieren und damit auseinandersetzen, solange werden männer die macht haben zu bestimmen was läuft.
und vergesst nicht: frauen bringen männer auf die welt.






Ja, ja – Yin und Yang. Männer sind das strahlende helle Yin und Frauen das dunkle, düstere Yang. Eine Männertheorie – auch Konfuzius war ein Mann, und nicht eben ein frauenfreundlicher!
nur durch die vereinbarung von weiblichem und männlichem kann neues leben entstehen.
tao= yin (einheit der weiblichen kraft) und yang (einheit der männlichen kraft = leben/licht. es geht nicht um entweder oder, sondern um gemeinsam. der philosophische hintergrund von yin und yang sollte denke ich nicht als ‚positiv/negativ‘ verstanden werden sondern als notwendige ergänzung, als harmonie. es geht nur miteinander. auch wenn ständig irgendwelche wissenschaftler daran arbeiten etwas zu entwickeln wo der mensch dann ‘gott’ spielen kann.
mein beitrag soll nicht als frauen- oder männerfeindlich hinüberkommen. vielmehr möchte ich damit dazu animieren sich darüber gedanken zu machen, dass wir einander mit respekt begegnen sollten. mit der entsprechenden wertschätzung.
Wertschätzung? – Sag’ das mal den Männern! Wie sollen Frauen Männer wertschätzen, solange sie von Männern ausgebeutet, unterdrückt, vergewaltigt, ermordet, etc. werden? Schau Dir mal die Witwenverbrennungen in Indien an (die es trotz Verbot nach wie vor gibt), die philippinischen Frauen, die als Haussklaven in der arabischen Welt gehalten werden, die Liste könnte endlos bis zu uns fortgesetzt werden. Wer sind denn diejenigen, die arbeiten? Wer sät und erntet den Reis in Indonesien? Wer trägt die schweren Wasserkrüge in Afrika? – während die Männer in den Cafés herumsitzen und die Zeit totschlagen? Wir brauchen gar nicht so weit zu gehen. Wer sitzt in unseren Büros, während die “Chefs” sich beim “Business-Lunch” wichtig machen und es sich gut gehen lassen? Das Prinzip ist überall das gleiche.
Alles auf unserer Welt hat zwei Pole. Polarität. Der Begriff “Polarität” kommt ursprünglich aus dem Griechischen: “Pólos”, was bedeutet: “Achse, Drehpunkt, Erdpol”. Dieses geht wiederum zurück zum griechischen Wort “pélein”, welches “in Bewegung sein” bedeutet. Schon vom Wort her ist ein Pol also etwas, das sich bewegt, nichts Starres, das nich veränderbar ist, sondern etwas Wandelbare
Frauen werden unterdrückt. Das ist eine Tatsache. Doch genau deshalb bin ich auch der Meinung, dass wir uns auf allen Bereichen des Leben durchsetzen müssen. ich bin der Meinung, dass jede bei sich anfangen muss, ihren eigenen Weg zu gehen. Sich nicht von anderen Personen aufhalten lassen. Ich schreibe gewollt andere Personen, denn es sind nicht *nur* die Männer, sonder auch männlich solidarisierte Frauen die das Patriachat aufrecht erhalten! In meinem Umfeld erlebe ich immer wieder, das besonders etwas ältere Frauen sofort andere Frauen als männerfeindlich deklarieren, nur auf Grund dessen, dass diese Frauen ihre Meinung vertreten und sich nicht den Männern unterwerfen.
Geld und Finanzen ist nach wie vor ein überwiegend männliches Thema. Doch warum soll uns Frauen das hindern auch im finanziellen Bereich unsere Frau zu stehen??
70% aller SozialhilfebezügerInnen sind im Alter Frauen. Sicher kommt das auch vom System. Es kommt aber zu einem Teil auch davon, das Frauen sich weniger interessieren was sie mit ihren Finanzen machen können und weniger an Vorsorge denken, oder irrtümlicher Weise denken, man muss erst viel Geld haben um vorsorgen zu können.
liebe martha, ich bin mit dir einverstanden. vermutlich bleibt meine idee der gegenseitigen wertschätzung und des gegenseitigen respekts bloss eine nicht realisierbare wunschvorstellung? trotzdem hege ich die hoffnung, dass irgendwann mal die vernunft einkehrt und sich die tatsachen ändern.
jedoch müssen wir frauen unseren teil dazu auch beitragen. womöglich ist es auch so, dass wir zum teil schlecht oder unfair behandelt werden weil wir es auch zulassen? aber warum lassen wir es dann zu? weil wir vielleicht nie gelernt haben, dass es nicht so sein muss? es ist ein teufelskreis. bei der erziehung geht es doch schon los, mädchen sollen mit puppen spielen, jungs dürfen nicht weinen. aber gerade hier in unserer gesellschaft, haben die mütter es in der hand. sie könnten darauf einfluss nehmen, dass die kinder gleichberechtigt erzogen werden. oder sehe ich das falsch? womöglich ist die erziehungsfrage in einem anderen kontinent oder land schon schwieriger. ich verzichte nun darauf ein beispiel einer frau in afghanistan zu bringen.
also, fangen wir doch einfach an vor der eigenen haustür zu kehren und befassen wir uns mit den problemen zwischen mann und frau hier bei uns. jede frau die in der schweiz lebt könnte doch einfach mal vor den spiegel stehen und sich überlegen: hm, wie sieht es eigentlich in meinem leben aus? gehe ich meinen weg? oder habe ich mich davon abbringen lassen? behandelt mein partner mich schlecht? warum lasse ich das zu?
wie sollen uns andere respektieren, wenn wir selbst die ersten sind die es nicht tun?
@miss money
ökonomische Gewalt! Das ist ein Hauptgrund das Frauen in besch…. Ehen bleiben mit ihren Kindern. Aus Angst, es nicht zu schaffen finanziell alleine. Und das kann man ihnen auch nicht verdenken:
- Wenn du Mutter wirst (und nicht reich bist) stellst du dich bereits mit einem Bein in die *Grube*
- so wie das System momentan organisiert ist, werden wir Frauen mit Kindern kleingehalten!
- Es gibt nichtmal ein Bundesamt für Kinder
- Erzeuger haben viele Möglichkeiten sich den Unterhaltszahlungen zu entziehen
- ist der Vater der Kinder so ein Typ, dann kommt die Frau auf Sozi, lebt mit Geld das nirgendwo hinreicht und wird dann noch Gemeindeschuldnerin für Alimente (für die der Vater zuständig wäre)
und dazu kommt ein grosser Teil der Gesellschaft, der dann den Frauen wiederum ein schlechtes Gewissen machen will mit dem Vorwurf: du bleibst nur wegen dem Geld. Doch Tatsache ist auch da, Frauen sind zuwenig aufgeklärt! Viele Leben unter dem Schwefel der häuslichen Gewalt und sind sich dessen nicht bewusst. Doch der Weg in ein freies Leben wir durch das System zusätzlich verhindert!
- finanziell abhängig
- oftmals jahrelang nicht im Berufsleben
und die Königsfrage: wer gibt einer alleinerziehenden Mutter Arbeit mit flexiblen Arbeitszeiten, die es ihr erlauben, zu arbeiten und dennoch für ihre Kinder da zu sein
eine studie der prognos hat bereits im 2006 eine, meines erachtens, erschreckende wahrheit zu tage gebracht: offensichtlich sind gut 70% der soziahlhilfeempfänger über 65, alleinstehende frauen!!
warum ist das so? ist also altersarmut tatsächlich weiblich? und warum tun wir nichts dagegen?
die durchschnittliche lebenswerwartung der frau liegt bei etwa 82 jahren. und doch sieht unsere altersvorsorge schlechter aus, als diejenige der männer. im 2008 sind etwas mehr als 48% der ehen in der schweiz geschieden worden. jede zweite ehe also! verlassen sich die frauen noch immer auf ihren partner? sind frauen wirklich so blauäugig und denken: na einer wird’s schon richten?
angeblich streiten sich 2/3 aller paare ums geld. frauen verdienen nach wie vor für dieselbe arbeit weniger als männer. warum lassen wir das zu?
finanzielle emanzipation sollte für alle frauen hierzulande ein thema sein. sie ist wichtig und nötig. frauen müssen lernen auf eigenen finanziellen beinen zu stehen; von anfang an und in jedem lebensabschnitt. ideal wäre doch, wenn wir uns unsere unabhängigkeit bewahren können, in jeder lebenslage. auch in der partnerschaft. und natürlich eben auch als alleinstehende. klar ist das nicht einfach, aber das behauptet ja auch niemand. befassen wir uns mit geld, nicht nur um schuhe und taschen zu kaufen. offensichtlich werden wir frauen, zumindest wenn wir mal die medienlandschaft so betrachten, genau auf das reduziert. sind wir denn wirklich so?
@aletheia
das problem ist denke ich allgemein bekannt. leider gehört ökonomische gewalt zu unserem alltag. in irgendeiner form vermutlich schon seit eh und je. aber warum ist das so?
warum wurden frauen schon immer unterdrückt? hat das einen religiösen hintergrund oder ursprung? wie war das in der antike? wurden frauen auch schon so ‘schlecht’ behandelt? früher wurde nicht ausschliesslich ein einzelner gott angebetet sondern mehrere. jeder hatte sozusagen seinen zuständigkeitsbereich. göttinnen und götter gleichermassen. wie ist diese ‘männerherrschaft’ entstanden? und warum gibt es immer wieder frauen die sich weigern ihren teil der verantwortung zu übernehmen? die sich gar frauenfeindlich verhalten? warum halten frauen nicht zusammen? wovor haben frauen angst?
@missmoney
Du sprichst hier so viele Fragen an, die ich alle gerne beantworten würde. Ich fürchte aber, dass niemand meinen Beitrag mehr lesen würde, weil er viel zu lang wäre. Deshalb nur ein paar kurze Antworten darauf:
Nein, Frauen wurden nicht immer unterdrückt. Dieses Phänomen ist nicht gottgegeben, sondern wurde durch den Einzug des Patriarchats und der dazugehörenden Religionen von Männern eingeführt.
Frauen wurden im Laufe der Jahrhunderte abgerichtet und unterdrückt, von politischer und kirchlicher Männermacht als wertsetzende Instanz abgeschafft, sodass ausschliesslich Männer die Normen und Werte bestimmten. Folglich fehlt es den Frauen an einem eigenen Wertesystem, das nicht nur ihrem eigenen Sozialverhalten jenen Wert verleiht, der ihm zukommt, sondern auch der Stabilisierung weiblichen Zusammenhalts dienen könnte.
Getreu dem Motto “Teile und Herrsche” haben es Männer geschafft (und schaffen es nach wie vor) die Frauen zu spalten und Hass und Misstrauen der Frauen untereinander am Leben zu erhalten. Wir haben kürzlich hier über Mädchenbeschneidung diskutiert. Der Tenor der Männer war “Es sind doch die Frauen, die ihre Töchter beschneiden(lassen).”! Genauso funktioniert das männliche, patriarchale System. Frauen werden als Alibi-Folterer eingesetzt. So wird z.B. die Lektion “trau niemals einer Frau” in die Köpfe und Seelen der Mädchen eingebrannt, weil ja die Folter und Verkrüppelung des kleinen Mädchens durch ihre Mutter und andere weibliche Verwandte bewerkstelligt wurde. Damit war die gefühlsmässige Abhängigkeit von den scheinbar weniger daran beteiligten Männern garantiert. Die Mädchen sollen nicht wissen, dass die eigentlichen Drahtzieher ihres Leidens die Männer sind. So wird zudem – äusserst praktisch (!) – die Auslöschung männlicher Verantwortlichkeit betrieben. Vom Standpunkt des Mädchens aus gibt es keine Frage nach SEINER Schuld oder moralischen Verantwortung. Schliesslich “taten es die Frauen”. Die treibende Kraft dahinter sind jedoch Männer, die die Frauen dazu benutzen, diese Verstümmelungen durchzuführen, die sie (die Männer) verlangen und erzwingen.
Das geschah und geschieht auch in unserer Kultur, nur weniger offensichtlich. Wenn wir uns an unsere Kindheit erinnern, fallen uns allen Situationen ein, in welchen die Mutter das ausführende Organ der vom Vater befohlenen Verhaltensmassregeln war. Im Fall von allein erziehenden Müttern ist die Sache noch augenfälliger. Es ist die Mutter, die die Kinder im Alltag damit “quälen” muss, die Hausaufgaben zu machen, die Zähne zu putzen, ihr Zimmer aufzuräumen, etc., etc.. Der Vater kommt im besten Fall jeden 2. Sonntag und führt die Kinder in den Zoo oder unternimmt sonst was Lustiges mit ihnen. Wer also ist in den Augen der Kinder der “Bessere”, der “Liebere”? – Es ist nicht die Mutter, die ihr eigenes Leben für die Kinder aufgibt! Die Mutter ist die “Böse”, die immer schimpft und der man es nie recht machen kann. TEILE UND HERRSCHE!
(Zum Thema “finanzielle Abhängigkeit) antworte ich etwas später – bin grad in Zeitnot.)
Wenn ich die Fragen in Nr. 8 nochmals durchlese, fällt mir eine Frage auf, die äusserst wichtig ist, und auf die ich oben noch nicht eingegangen bin. Es ist die Frage nach den Göttinnen und Göttern. Um das patriarchale System überhaupt etablieren zu können, musste alles Weibliche zuerst ausgerottet und verleugnet werden. Ich habe schon ein paar Mal erwähnt, dass in früheren Kulturen alles Weibliche als “göttlich” verehrt wurde, weil es den Fortbestand des Lebens sicherte. Damit hat das Patriarchat gründlich aufgeräumt, indem es all dies leugnete, ins Gegenteil verkehrte, tötete, abschaffte. Schaut Euch mal die Schöpfungsgeschichte an: Da hat also ein Mann eine Frau geboren (Eva entstand aus Adams Rippe)! Schaut Euch unseren Kalender an: Völlig absurd! Monate mit 30, 31, 28, 29 Tagen. Früher war der Kalender nach den Mondphasen ausgerichtet (“der” Mond ist in allen Sprachen, ausser der deutschen, weiblich), und der Kalender entsprach zudem dem monatlichen Zyklus der Frau. Es gab 13 Monate à 28 Tagen. Nicht mal der Kalender hat die männliche Herrschaftsübernahme überstanden, weil er etwas Weibliches symbolisierte. Daher stammt der Aberglaube, dass die Zahl 13 Unglück bringen soll – für uns Frauen aber sollte sie eine Glückszahl sein. Lediglich die Männer haben beschlossen, dass die Zahl 13 Unglück bringt, weil sie den weiblichen Zyklus symbolisiert. Alles Weibliche wurde mit Fluch belegt.
Auch die sog. “Trinität” in den Religionen (z.B. Gott Vater, Gott Sohn. Gott Heiliger Geist) hat ihren Ursprung in der “Mondin” und in den Frauen. Beim Mond wurden die drei Stadien Sichelmond, Halbmond, Vollmond geehrt, die als Synonym für die 3 Stufen der Frau galten: Junges Mädchen, Frau die Kinder gebären kann, und die weise Frau.
Wusstet Ihr, dass die Olympischen Spiele im Altertum als Spiele der Mädchen und jungen Frauen begannen? Mit Einzug des Patriarchats wurde Frauen die Teilnahme verboten.
Warum stehen Kirchen immer an den schönsten Plätzen? – Weil sie auf den Opferplätzen für die Göttinnen, die damit vernichtet werden sollten, gebaut wurden.
Wusstet Ihr, dass in der griechischen Mythologie Gaia (manchmal auch Gäa genannt) die Urgöttin war? Wir alle aber kennen Zeus als den GötterVATER. Gaia hat man(n) einfach unter den Tisch gewischt, und so beginnt die ganze Geschichte mit Zeus. Das gleiche passiert noch heute in unserem Schulunterricht: Die “wirkliche” Geschichte fängt erst mit dem Jahre 0 unserer Zeitrechnung an (als sich das Patriarchat definitv etabliert hatte). Was vorher war, wird als Steinzeit dargestellt, in der die Höhlenbewohner noch Felle trugen. Die hoch entwickelten Zivilisationen davor werden – wenn überhaupt – kurz am Rande gestreift. Und doch – da waren doch irgendwie auch noch die alten Ägypter, einige haben sogar mal von den Sumerern oder den Minoern gehört. Wie sollen denn die zu ihren Hochkulturen gekommen sein, wenn kurz davor die Menschen noch halbe Affen gewesen sein sollen? Tausende von Jahren werden da einfach ignoriert und nicht beachtet. Das waren die Jahrtausende des Matriarchats, von denen unsere jungen Leute aber nichts wissen und lernen sollen.
Um zu der Frage des Geldes zurückzukehren:
Ich bin völlig einverstanden damit, dass Frauen endlich Verantwortung für sich selbst übernehmen müssen – auch in finanzieller Hinsicht. Das ist aber leichter gesagt als getan. Das patriarchale System, indem wir alle leben, sorgt schon dafür, dass es den Frauen extrem schwer gemacht wird, finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, ganz besonders, wenn sie Kinder haben. Wären alle Frauen finanziell unabhängig – das wäre DER SUPERGAU für die Männer (Gau = grösster anzunehmender Unfall). Das muss auf jeden Fall verhindert werden! Kein Herrscher entlässt seine Sklaven freiwillig in die Unabhängigkeit! Wer würde dann all die unbezahlten Arbeiten in unserem Leben verrichten, die in erster Linie Männern zugute kommen? Das wäre der Untergang des Patriarchats, wenn Frauen nicht mehr unter Kontrolle (sprich: finanzieller Abhängigkeit) gehalten werden könnten!
Warum, denkt Ihr, haben Männer dieses System in Gang gesetzt und erhalten es nach wie vor aufrecht?
Wer ist es denn, der in diesem System vorrangig die eigenen Interessen auslebt, auf Kosten von Frauen und Kindern, Tieren und Pflanzen?
Wer sind denn die primären Nutzniesser dieses Systems?
ES SIND DIE MÄNNER, DIE SICH MACHT ANGEEIGNET HABEN, DIE IHNEN NICHT ZUSTEHT!!!
In diesem Männersystem haben Frauen wenig Chancen, weil sie eine natürliche Hemmschwelle haben. Frauen sind mit Empathie und Mitgefühl ausgestattet. Diese Eigenschaften brauchen sie um ihre Kinder gross zu ziehen. Die wenigsten Frauen bringen soviel Rücksichtslosigkeit, Abgestumpftheit, kranken Egoismus auf und gehen über Leichen, um sich zu bereichern. Das wissen Männer, und darauf baut ihr System.
@martha
liebe martha, herzlichen dank für all deine ausführungen. ich finde diese sehr interessant und aufschlussreich. und ich muss dir gestehen, vieles hatte ich ja vermutet, dass diese vermutungen jedoch mit fakten untermauert werden können, nun ja, das hatte ich mir zwar gewünscht aber nicht wirklich erwartet. auf der einen seite fühlte ich mich also bestätigt, auf der anderen seite hat es mich traurig gemacht. es ist nicht immer ein gutes gefühl sich in den vermutungen bestätigt zu sehen. irgendwas in der entwicklung dieser menschheit läuft schief, und offensichtlich schon länger. wie ändern wir das? hat jemanden einen vorschlag??
die umstände in unserer gesellschaft sind nicht wirklich günstig und machen es den frauen nicht einfach sich ihren teil an finanzieller unabhängigkeit zu erobern.
aber ist denn der weg des geringsten widerstands immer der bessere? wir sollten uns also nicht unterkriegen lassen und weiterkämpfen. wie es viele frauen vor uns und für uns getan haben. sich zurückzulehen und zuzuschauen wie sich die dinge entwickeln mag weniger anstrengend sein, aber bestimmt auch weniger befriedigend.
wir haben jetzt also das ‘problem’ erkannt, nun liegt es an uns das beste daraus zu machen. das geschieht nicht von heute auf morgen, aber von heute auf morgen kann jede sich dazu entscheiden ihren beitrag zu leisten damit es für die töchter = frauen der zukunft etwas einfacher wird.
Es freut mich, dass Du die richtigen Schlüsse ziehst. Ich denke, dass Aufklärung ein wichtiger Teil ist. Wenn wir das System durchschauen und dadurch wieder beginnen können, uns gegenseitig mehr zu vertrauen, ist schon viel gewonnen. Wir müssen den Zusammenhalt unter Frauen stärken und uns gegenseitig helfen. Das beginnt mit kleinen Dingen im Alltag wie Kinder hüten, oder einkaufen für eine kranke oder ältere Freundin. Frauen müssen wieder lernen, in anderen Frauen nicht die Feindin, nicht die Rivalin, sondern die Freundin zu sehen. Denkt mal nach über Eifersucht. Das ist auch so eine Sache, die von Männern geschürt wird um Frauen gegen Frauen aufzuhetzen. Wir brauchen dringend mehr Solidarität. Wenn wir nicht aufhören, uns gegenseitig zu bekämpfen, haben wir keine Chance und kommen auf keinen grünen Zweig.
Obwohl es nicht ganz in dieses Thema passt, will ich hier doch nochmal auf meinen Beitrag Nr. 9 zurückkommen.Ich habe dort erklärt, wie die Auslöschung männlicher Verantwortung funktioniert. Das wird überdeutlich beim Thema Prostitution. Es sind die Prostituierten (Frauen!) die von der Gesellschaft ausgegrenzt und gebrandmarkt werden. Selbst wenn sie vorher entführt, verschleppt und dann zur Prostitution gezwungen werden. Wieso prangert in diesem Zusammenhang nie jemand die Freier (Männer!) an? Die sind es, die diese Frauen misshandeln und sogar immer öfter ermorden, was Männern auch noch die ultimative sexuelle Befriedigung zu geben scheint! Typischerweise werden aber die Frauen ins soziale Abseits gestellt und nicht diese geisteskranken Männer, die Abend für Abend mit ihren Autos sämtliche einschlägigen Quartiere belagern und es kaum erwarten können, endlich die nächste Frau zu erniedrigen.
Ist Euch aufgefallen, wie die Männer, die sonst hier so eine grosse Klappe führen, bemerkenswert ruhig sind bei diesem Thema?
@missmoney + Kommentar Nr. 12:
Traurigkeit ist hier fehl am Platz. GERECHTER ZORN ist angesagt – der führt zu neuen, kreativen Ideen!
Ich möchte hier doch noch einmal auf das eigentliche Thema zurückkommen, und vor allem jüngeren Frauen einen finanziellen Rat geben.
Wenn Ihr irgendwie könnt, spart das Geld zusammen für die Anzahlung einer – wenn auch nur kleinen – Eigentumswohnung. Die muss ja nicht unbedingt im Zentrum einer Grossstadt liegen, sollte aber doch gut vermietbar sein. Zieht nicht selbst ein, sondern vermietet die Wohnung und bezahlt sie mit den eingenommenen Mietzinsen ab. Gerade wenn Ihr jung seid, mietet Euch eine Wohnung. Das lässt Euch Flexibilität. Wenn Ihr wegen Eures Jobs oder eines Auslandaufenthaltes umziehen müsst oder Euch die Hormone vorgaukeln, mit einem Mann zusammenziehen oder gar heiraten zu müssen, seid Ihr frei. Ihr könnt heute nicht wissen, was in 20 Jahren sein wird. Falls Euren Supermann die Midlife-Crisis überfällt und er Euch für ein neueres Modell eintauscht oder Ihr eines Tages selbst zu der Erkenntnis gelangt, dass die Ehe nicht so verläuft, wie Ihr Euch das vorgestellt habt, könnt Ihr auf Eure Wohnung zurückgreifen und habt immer ein Dach über dem Kopf. Oder Ihr könnt sie dann verkaufen und habt Geld für einen Neustart, und sei es irgendwo auf der Welt. Wenn Ihr das schafft, werdet Ihr immer eine gewisse Unabhängigkeit behalten und nicht erpressbar sein. Die goldene Regel aber lautet: ZIEHT NIEMALS MIT EINEM PARTNER IN DIESE WOHNUNG EIN!
Ich bin auch für finanzielle Unabhängigkeit. Will aber niemals Wohneigentum. Würde mir stinken selber Rasen zu mähen, Sachen zu reparieren … usw. Also ich bin die Mieterin. Finde das bequemer. Meine Wohnung ist geheizt, wenn was kaputt ist mach einen Anruf … Ich persönlich habe einfach kein Interesse mich um solche Sachen zu kümmern.
Unser Staat ist frauenfeindlich. Weil Frau aufs Sozi muss wenn der Vater nicht mehr für die Kinder zahlt. Das sei so, damit der Bund weniger administrativen Aufwand habe. Weil der Staat sonst 2 Fälle bearbeiten müsse, würde man die mangelnden Finanzen gerecht aufteilen. (zu dieser Sauerei werde ich mich dann später noch äussern in einem seperaten Beitrag)
nun denn, sicher bin ich für finanzielle Unabhängigkeit. Aber Sicherheit ist eine Illusion. Es gibt keine Sicherheit in unserem Leben. Es ist eine reine Illusion. Denn wenn es so sein soll, dann kannst du 2 Millionen auf dem Bankkonto haben, und es passiert dir was, das dich 3 Millionen kosten wird. Und du wirst deine Lehre daraus ziehen müssen … und dennoch einen Neustart machen können. Wie auch immer.
Einen Neustart machen können – wie auch immer? Es kann doch nicht das Ziel sein, einen Neustart mit dem Gang zum Sozialamt beginnen zu müssen. Solche Demütigungen sollten sich Frauen, wenn immer möglich, ersparen. Damit werden Frauen erst recht abhängig gemacht, und mit der Freiheit ist es dann ein für allemal vorbei. Frau kann sich doch nicht von der Abhängigkeit von einem Mann dadurch befreien, dass sie sich vom Sozialamt abhängig macht.
Sicher nicht mit dem Gang zum Sozialamt! wüsste auch niemanden der soviel Geld vom Sozi bekommt. Natürlich ist ein Neustart einfacher wenn man Geld hat! Aber ein Neustart ist auch nicht NUR vom Geld abhängig!
Es gibt keine Sicherheit. Das ist eine Illusion. Denn welche Person weiss schon was in ihrem Leben auf sie zukommt ….
Wenn eine Frau, respektive ein Paar sich ein Kind wünscht, soll dann zuerst das Geld stimmen?? Ist denn ein Kinderwunsch eine Frage des Sicherheitskapitals??? Das Frau grad schon weiss ich habe so und soviel Geld falls meine Ehe schiefläuft?? Und ich rede jetzt nicht vom Lebensunterhalt, sondern vom Kapital für einen Neustart falls die Beziehung schief läuft …
Sicher muss man sich überlegen, ob man sich Kinder leisten kann oder nicht. Und es ist eine Tatsache, das man oft finanziell mit einem Bein in der Grube steht wenn man Kinder hat. Doch das ist ein anderes Thema. Ein staatlich verordnetes Thema welche das System mitbringt.
Aber in erster Linie zählt für mich das menschliche im Leben. Und wenn ich zum Beispiel eine Beziehung habe und wir uns ein Kind wünschen, dann ist das wichtiger, als sich finanziell vor allen möglichen Situationen schützen zu wollen! und wenn ich eine Beziehung habe, und von anfang an nur das negative das passieren kann im Auge habe, dann wird das auch so kommen. Und dann muss ich mich schon gar nicht auf eine Beziehung einlassen, geschweige denn auf Familienplanung!
Ich bin auch in die Scheisse getreten mit meiner vergangenen Ehe. Und zwar voll und mitten rein. DENNOCH: ich bereue es nicht. Denn sonst würde ich meine Kinder bereuen, und DAS tue ich auf keinen Fall. Auch wenn vieles hart war und ist und ich viel kämpfen muss: ich liebe meine Kinder über alles. Sie sind der Sinn in meinem Leben. Und nicht mein Bankkonto.
Ich bin 45 Jahre alt, meine Kinder 9 und 10 und ich habe bis anhin keine finanziellen Sicherheiten in meinem Alter. Ich habe kein übriges Geld. Kein Sparkonto. Keine Ferien am Meer. usw. Viele Pläne für meine Zukunft die ich dennoch realisieren werde weil ich mich nicht davon abhalten lasse nur weil ich (noch) keine finanziellen Mittel habe.
Ich habe keinen Luxus, dafür habe ich zwei Söhne. Wenn ich einmal sterbe, werde ich Geld haben oder nicht, aber es wird mir sowieso egal sein, weil ich die Kohle nicht mitnehmen kann.
Und um meine Söhne werde ich mir keine Sorgen machen müssen, denn die werden selbständig sein und zwei tolle Männer werden und ich werde in ihnen und durch sie weiterleben. Und ich werde mich von diesem Planeten verabschieden und ich werde mir nie sagen müssen: … “ach hätt ich doch …. ”
Und dazu ist mir halt einfach auch bewusst: es gibt auch Familien bei denen es klappt. Und es gibt auch gescheiterte Familien, bei denen es nachher dem Mann finanziell beschissen geht. Der vor lauter Unterhalt zahlen für die Exfrau auch keine Chance mehr hat in diesem Sinne für einen Neustart. Ich kenne auch tolle Männer die nach der Scheidung ihre Verantwortung gegenüber ihren Kindern wahrnehmen. Menschlich und finanziell. Doch die haben finanziell auch keine Chance, mit dem Geld das vom Lohn übrigbleibt einen Neustart zu machen.
Natürlich gibt es das alles. Aber kann und soll das das Ziel unseres Lebens sein? Warum sollen Frauen sich nicht klug und vorausschauend verhalten? Selbst wenn eine Ehe – wider Erwarten – bis ans Ende des Lebens gut verlaufen sollte, gibt es einer Frau Selbstbewusstsein, nicht unbedingt von ihrem Mann vollkommen abhängig sein zu müssen. Vor allem muss sie dann nicht kuschen, und das ist in meinen Augen das Wichtigste überhaupt. Männer, die weibliche Abhängigkeit nicht ausnützen, sind wie Stecknadeln im Heuhaufen – und die zu suchen ist mir in der Tat zu aufwendig. Dabei wird frau nur alt und grau. Da geniesse ich lieber mein Leben, was übrigens auch ohne Mann hervorragend funktioniert, sobald frau sich von den gängigen Klischees verabschiedet und sich traut, IHR Leben (und gegebenenfalls dasjenige ihrer Kinder) als erste Priorität einzustufen (was Männer seit ewigen Zeiten tun!).
ja Martha, so gesehen hast du recht. Aber in der Realität ist es nunmal oftmals so, das man nicht beides haben kann. weil schlichtweg zuwenig Geld vorhanden ist bei einer “normalen”Bürger/in. Wenn man mit einem durchschnittlichen Einkommen Kinder hat … kannst finanzielle Sicherheiten vergessen. (eben, ausser man verdient überdurchschnittlich)
Frauen wurden in der Entwicklung der Menschheit systematisch unterdrückt. Aber, es bringt nichts sich über die Vergangenheit zu ärgern, und andere für unsere Gegenwart verantwortlich zu machen. Was war, ist Teil unseres Daseins, wir müssen es akzeptieren denn wir können das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Wir können aber unsere Zukunft selber gestalten. Ich wünsche mir nicht, dass Frauen Macht über die Männer haben, sondern Frauen sollen Macht über sich selber haben. Lernen über sich selbst zu bestimmen. Lernen alleine zurechtzukommen. Wir können uns nicht ständig bei anderen beklagen! Emanzipation fängt weder bei den Wahlen noch bei den Gesetzen an, sondern im Kopf. Sie beginnt in der Seele der Frau. Frauen müssen lernen zusammenzuhalten. Einander zu unterstützen, und nicht, wie es leider oftmals der Fall ist, einander zu bekämpfen. Rumgezicke bringt nichts!
Finanzielle Emanzipation ist heute für alle Frauen wichtig und nötig. Alle Bereiche, ob Sport, Kunst, Technik, Politik oder Wissenschaft – Frauen gestalten sie mit, dennoch überlassen es immer noch sehr viele Frauen in der Partnerschaft ihren Männern, die Angelegenheiten rund ums Geld zu regeln. In der Schweiz wird etwa jede zweite Ehe geschieden. Ein Grund mehr sich immer so abzusichern, als ob Frau alleinstehend wäre. Denn, ein Mann ist keine Altersvorsorge!
Ziel sollte also die individuelle Existenzsicherung und Freiheit in jeder Lebenslage sein. Die staatliche Altersvorsorge allein reicht nicht aus. Viele Frauen haben nicht mal eine vage Ahnung davon, wie viel oder besser gesagt, wie wenig Geld ihnen im Alter zur Verfügung stehen wird. Der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit und Sicherheit steht für immer mehr Frauen ganz oben auf der Liste ihrer Ziele. Nicht nur im Alltag beweisen Frauen, dass sie mit Geld sehr gut umgehen könn(t)en. Sie agieren überlegter beim Geldausgeben und achten eher darauf, nicht über ihre Verhältnisse zu leben. Trotz der Tatsache, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer, fällt die Altersvorsorge der Frauen oftmals geringer aus. Dies aus verschiedenen Gründen: Beispielsweise unterbrechen Frauen oft ihre berufliche Karriere aus familiären Gründen. Das kostet Geld – auch in späteren Lebensphasen. Mutter sein und eine erfolgreiche Karriere im Job lassen sich nicht immer unter einen Hut bringen. Im Falle einer Schwangerschaft entscheiden sich die meisten Frauen für diese Reihenfolge: an erster Stelle kommt das Kind und die berufliche Karriere wird für die nächsten Jahre aufs Eis gelegt. Die hart erkämpfte Position wird zum Teilzeitjob degradiert.
Geld ist wichtig. Machen wir uns also nichts vor. Geld ist weder schlecht noch gut. Geld ist einfach Geld. Ein Mittel zum Zweck. Der Spruch, Geld macht nicht glücklich finde ich richtig blöd. Geld macht nicht glücklich? Ok, aber Geld macht auch nicht unglücklich! Geld ist neutral.
Und wisst Ihr was? Ich finde Geld hilft sehr wohl beim Glücklich sein. Es hilft uns unsere Probleme zu lösen, es gibt uns Sicherheit, es gibt uns die Chance unsere Träume zu verwirklichen. In unserer Gesellschaft heisst Geld „Freiheit“.
Zu lange war das Thema „Geld“ eine ausschliessliche Männersache! Frauen sollten finanziell unabhängig sein. Jegliche Art von Abhängigkeit ist schlecht und unwürdig, und vor allem unnötig. Finanzielle Unabhängigkeit ist etwas tolles.
Wahre Gleichberechtigung beginnt im Kopf, genauso wie wahre Emanzipation. Gesetze können vielleicht helfen Dinge zu ändern, wenn wir Frauen unsere Festplatte im Kopf jedoch nicht bereinigen und neu aufsetzen, nun, solange werden wir „unten Durch“ müssen. Frauen sollen ihre Stärken einsetzen und sich mit dem Thema Geld befassen. Finanzielle Unabhängigkeit ermöglich wahre Unabhängigkeit. Mit Geld können wir unsere Ziele einfacher umsetzen.
Es ist Zeit, damit zu beginnen, das Leben zu leben, das wir uns vorgestellt haben. (Henry James)
Ich weiss genau, wovon Du redest. Ich wurde auch nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Hätte jedoch jemand mit mir Klartext geredet als ich 25 war, hätte ich diverse Fehler in meinem Leben vermeiden können. Das ist eigentlich der Sinn meines Engagements.
Ja liebe Martha, und uns Ziel ist möglichst viele Frauen (vorallem berufstätige Frauen) in der Schweiz, dazu zu bewegen sich frühzeitig mit dem Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen.
Zu oft kommen Frauen zu uns wenn sie kurz vor der Pensionierung stehen. Mit 57 und sogar noch mit 60. Dann wird ihnen bewusst, dass sie sich früher schon mit ihren Finanzen und mit dem Thema Altersvorsorge hätten auseinandersetzen sollen. Wir können leider nicht zaubern. Diese Frauenschicksale gehen uns sehr nahe. Daher ist für uns jede Frau, die wir dazu bewegen können sich rechtzeitig mit ihrer finanziellen Unabhängigkeit auseinanderzusetzen, jede einzelne von ihnen ist für uns ein Erfolg. Wir hoffen, dass sich im Laufe der kommenden Jahre die Einstellung der Frauen zum Geld verändern wird und wir wollen unseren Teil dazu beitragen damit dieses Ziel nicht nur eine Hoffnung bleibt sondern Wirklichkeit wird.
Wer Geld hat, der hat nicht zeitgleich auch einen schlechten Charakter. Man kann mit Geld auch gutes bewirken. Jede Frau die nicht zum Sozialamt muss, sei es während ihrem Erwerbsleben wie auch im Rentenalter, darf stolz auf sich sein.
Altersarmut soll nicht für immer weiblich bleiben!
Befasst euch also mit euren Finanzen. Das stärkt euer Selbstvertrauen, eure Selbstbestimmung und folglich auch eure Sicherheit.
Mehr Infos unter: http://www.frauenvorsorge.ch
Nr. 24 war eigentlich als Antwort an Aletheia gedacht. Nr. 25 war noch nicht veröffentlicht.
Was miss money sagt, kann ich nur in jeder Hinsicht unterstützen. Genau so ist es. Wacht auf Frauen!
Wenn ich immer wieder auf die weibliche Vergangenheit hinweise, so hat das nichts mit Jammern zu tun. Ich möchte damit den Frauen zeigen, WARUM sie so denken, wie sie denken – WARUM dieses Denken falsch ist. WARUM sie immer wieder in die gleichen Fallen tappen, WARUM sie nicht merken, wenn sie verschaukelt werden. WARUM sie klein gehalten werden und auf keinen grünen Zweig kommen. Und das schlimmste daran: Viele Frauen geben den Männern auch noch recht, ohne dies begründen zu können, weil sie nicht wissen, WARUM sie so denken, wie sie denken! Dieser Manipulation können wir nur entkommen, wenn wir sie durchschauen und die Hintergründe kennen.
Ich muss hier nochmals auf Aletheias Kommentar Nr. 23 zurückkommen. Du schreibst:
“Aber in der Realität ist es nun oftmals so, dass man nicht beides haben kann, weil schlicht zuwenig Geld vorhanden ist. Wenn man mit einem durchschnittlichen Einkommen Kinder hat…kannst finanzielle Sicherheiten vergessen.”
Aletheia, genau darum geht es! Warum ist die “Realität” so? Diese “Realität” wurde von Männern geschaffen und ist weder gottgegeben noch sonstwie vom Himmel gefallen! Darum geht der Kampf! Diese “Realität” muss abgeschafft und verändert werden. Solche Veränderungen aber werden wir Frauen nur erreichen, wenn wir endlich zusammenstehen und uns solidarisieren. Solange der Grossteil der Frauen die Hände in den Schoss legt und seufzt “da kann man (frau) eh nichts machen…” wird sich nichts ändern. Engangiert Euch, protestiert, demonstriert, streikt, schreibt Leserbriefe im Akkord, informiert Euch, wehrt Euch!
Wer sind denn die grossen Abkassierer und Abzocker? Wo fliesst denn das Geld hin? Es fliesst zu denen, die die Macht für sich beanspruchen. Aber auch wir Frauen haben Macht, wenn wir zusammenstehen. Einzelne engagierte Frauen werden niedergemacht, mundtot gemacht, mit Schlammschlachten verunglimpft (das passiert übrigens gerade jetzt mit Micheline Calmy-Rey). Wir Frauen haben nur eine Chance etwas zu verändern, wenn wir endlich begreifen, dass wir alle zusammen an einem Strang ziehen müssen. Dafür schreibe ich hier – um vielleicht ein paar Frauen das klar machen zu können. Je grösser die Zahl jener wird, die nicht länger bereit sind, den Status quo zu akzeptieren, umso grösser wird der Druck auf die Herrschaft der Männer. Nur unter massivem Druck werden Männer bereit sein, ihre Privilegien abzugeben und diese Welt mit uns zu teilen.
@miss money
Ich habe mir Gedanken gemacht, weshalb es wohl so schwer ist, zu den Frauen durchzudringen. Könnte es daran liegen, dass man hier von “Altersvorsorge” spricht? Frauen Mitte Zwanzig, die gerade erst beginnen, eigenes Geld zu erhalten, wollen sich nicht damit beschäftigen, was in 40 Jahren sein wird. Sie wollen jetzt und heute endlich leben. Sollte eine solche Kampagne nicht eher mit Unabhängigkeit und Selbstständigkeit begründet werden statt mit “Alters-” Vorsorge? Vorsorge sollte für Frauen jeden Alters Wichtigkeit bekommen und nicht mit dem “Alter” assoziiert werden. Wissen wir denn mit 25, ob wir das “Alter” überhaupt jemals erreichen werden? Das kümmert junge Frauen viel zu wenig. Meiner Ansicht nach ist die “Alters”-Strategie der falsche Ansatz.
liebe martha, du hast sowas von recht. ich verstehe auch was altheia meint, leider ist es ab einem gewissen zeitpunkt wie ein teufelskreis. frauen sollten von anfang an unabhängiger denken. auch das mit der familienplanung und den kindern, das könnte man doch schon bevor frau schwanger wird überlegt und geplant werden. vielleicht müssten frauen eben vor einer schwangerschaft eine art “vertrag” mit ihrem partner aushandeln. dort soll definiert werden was sache ist. es soll nicht als selbstverständlichkeit angenommen werden, dass frauen kinder gebären und deswegen alles andere beiseite stellen. klar ist es in der natur der sache, aber es wäre auch in der natur der sache, dass der vater der kinder entsprechend für die familie sorgen muss.
und dies nicht nur solange er es für gut befindet, sondern eben solange es sein muss. er kann sich nicht einfach vom acker machen wenn ihm der sinn danach steht. und das ist das problem, dass wir frauen es überhaupt soweit kommen lassen. die umstände sind heute anders als vor hundert jahren. das ist mir schon klar, jetzt heisst es eben umdenken und sich auf die neuen gegebenheiten umstellen.
wir dürfen nicht vor der realität die augen verschliessen und denken, es wird nur jede zweite ehe geschieden. meine gehört nicht dazu. und überhaupt, es geht auch nicht “nur” um scheidungen und kinder, es geht um das ganze. es geht um die frauen allgemein.
wie du treffend geschrieben hast martha, frauen müssen aus ihrem dornröschen schlaf aufwachen und ihr leben selbst in die hand nehmen. es lohnt sich nicht auf den prinzen zu warten, vielleicht kommt der nie, und wenn er mal da ist entpuppt er sich später gar zum albtraum. das leben hält für uns immer wieder überraschungen bereit. wir sollten heute den grundstein dazu setzen, damit diese überraschungen positiv ausfallen und nicht negativ.
in einem sprichwort heisst es doch: wer ernten will muss säen.
das ist so. von nichts kommt nichts.
habt keine angst, schlimmer kanns wohl nicht werden. und heute beginnt der rest unserer zukunft. also frauen, zeigt was ihr drauf habt. lasst euch nicht unterkriegen. wenn’s mal nicht so klappt wie ihr euch vorstellt, na und? aufstehen und weitermachen….the show must go on!!!
womöglich hast du recht. die idee der “frauenvorsorge” ist aus verschiedenen gründen entstanden. in erster linie hat mich damals die tatsache extrem irritiert, dass sowohl auf berater- wie auch auf kundenseite nahezu ausschliesslich männer anzutreffen waren. also habe ich mir darüber gedanken gemacht warum das so ist. durch meine recherchen habe ich dann festgestellt, dass das thema versicherungen und geld bei den frauen kaum angesprochen wird. sie fühlen sich nicht betroffen. deswegen sind ja auch gut 70% der sozialhilfeempfänger im rentenalter frauen! das fand ich einfach skandlös, und ich wollte etwas unternehmen um dieser tatsache den kampf anzusagen.
sicher hast du recht, die meisten (nicht nur frauen) befassen sich höchst ungern mit dem thema altersvorsorge. das heisst jedoch nicht, dass frau oder mann es deswegen vergessen oder beiseite schieben sollte.
schon mit der erziehung in der kindeheit müsste der grundstein gelegt werden das selbstbewusstsein aufzubauen, und zwar so, dass später keine berührungungsängste vorhanden sind wenn es ums thema geld, finanzen und versicherungen geht.
unser beitrag ist der, dass wir die frauen bei der planung und umsetzung ihrer vorsorge unterstützen. dass wir sie darüber informieren wie sie altersarmut vermeiden können. wir wollen frauen begleiten, über jahre hinweg, ihre finanzielle unabhängigkeit zu finden und aufzubauen. nicht nur jetzt, sondern auch für die zukunft.
…weil aus allen Prinzen wieder Frösche werden…!