Die wunderbare Geldvermehrung

Habt Ihr Euch schon mal Gedanken gemacht, was mit Euren Ersparnissen bei der Bank passiert? – Nehmen wir einmal an, A hat 10’000.– Franken gespart. Die bringt sie zur Bank. Die bleiben aber nicht dort liegen, sondern das Geld wird in Form von Krediten weitergegeben. 10% davon muss die Bank als Eigenkapitaldeckung zurückbehalten, sie verleiht also an B, die sich ein Auto kaufen will, davon Fr. 9’000.–. Der Autohändler nimmt die erhaltenen Fr. 9’000.– und bringt sie zur Bank. Von diesen Fr. 9’000.– kann die Bank wiederum 90 % = Fr. 8’100.– an C als Kredit vergeben, die davon eine neue Polstergruppe kauft. Der Verkäufer der Polstergruppe bringt die erhaltenen Fr. 8’100.– zur Bank. Davon vergibt die Bank wiederum 90% Kredit an die nächste, et., etc.. Führt man das bis zum Ende weiter, dann hat die Bank am Schluss aus den ursprünglich erhaltenen Fr. 10’000.– rund Fr. 90’000.– Kredite vergeben, welche die Kreditnehmer der Bank häppchenweise zurückzahlen müssen. Dazu kommen noch die Zinsen. Auf die in die Bank eingezahlten Beträge bezahlt die Bank den Leuten 2%, von denjenigen, die die Kredite beziehen, fordert sie 8% Zinsen. So macht die Bank aus den ihr ursprünglich geliehenen Fr. 10’000.– am Ende mindestens Fr. 100’000.–. Die Differenz von Fr. 90’000.– besteht aus Waren und Dienstleistungen, die wir alle täglich erarbeiten müssen. Wir sind also alle Sklaven der Banken und arbeiten tagtäglich in erster Linie für die Banken. Von all den anderen, noch erheblich lukrativeren Geschäften der Banken, will ich hier gar nicht reden. So lassen sich Millionen-Bonis erwirtschaften, für die wir alle tagtäglich arbeiten. Wäre es nicht schön, wir könnten unser Geld auch so erwirtschaften bzw. verdienen?

4 Kommentare

  1. pinks sagt:

    Hallo, das ist bei weitem nicht alles! Oftmals wird für die Führung der Konton eine Gebühr erhoben. Weiterhin wurden früher Überweisungen absichtlich verzögert, heute sind es nur 2 Tage glaube ich. Das funktioniert dann so: Von Konto A wird der Betrag abgehoben und eine Umlaufkonto gebucht. Dort verbleibt das Geld einige Tage und erst dann wird es Konto B gut geschrieben. Währenddessen zählt der Betrag nicht zur Zinsberechnung vom Konto und die Bank kann damit auch noch arbeiten.

  2. Martha sagt:

    Was ich noch vergass zu erwähnen: Während die Bank an den ursprünglich von A einbezahlten Fr. 10’000.– in einem einzigen Jahr mindestens Fr. 90’000.– verdient, bezahlt sie an A läppische Fr. 200.– an Zinsen. Davon zieht die Bank, wie pinks erwähnt hat, womöglich noch Kontoführung und sonstige Gebühren ab.

    Vielleicht sollten wir mal überlegen, ob wir in Zukunft unser Geld nicht lieber wieder unter die Matratze legen! Wollen wir diese obszönen Boni und Gehälter wirklich weiter finanzieren?

  3. Aletheia sagt:

    Smile Martha. Nur bekomm ich dann ein weiteres Problem … ich habe keine Matratze … nur ein Wasserbett …

    Was man auch mal überdenken sollte, betreffend Banken: wie die bereits Jugentliche “heranerziehen” Schulden zu machen …

  4. Martha sagt:

    Du siehst doch an meinem Beispiel, was die Banken daran verdienen. Ob jung oder alt ist denen sch…egal, Hauptsache der Rubel rollt. Von einem Banker Ethik und Verantwortung zu fordern ist etwa so, als ob Du Bin Laden auffordern würdest, zum Christentum bzw. zum Kapitalismus überzutreten.

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