In dieser Geschichte zeigt sich das Patriarchat von einer seiner grausamsten Seiten. Die Art und Weise, wie die Medien darüber berichten, ist nicht minder frauenverachtend. Heute beehrt uns im Blick auch noch der Macho der Nation, Frank A. Meyer, mit seinem selbstgerechten Kommentar – www.blick.ch/news/fam/svera-146872. “Die Natürlichkeit Svera missfiel ihrem muslimischen Vater: Er erschlug seine Tochter mit der Axt.”
Einen Satz davor schreibt Fran A. Meyer: “Sie Schminkte sich, schmückte sich, frisierte sich, machte sich schön, wollte gefallen, vor allem natürlich jungen Männern.”
Kann mir jemand erklären, wie das mit “Natürlichkeit” zusammenhängen soll? “Natürlich” – also so, wie die Natur uns schuf, dürfen wir Frauen nämlich schon längst nicht mehr sein. Wir haben uns zu schminken, schmücken, frisieren, schön zu machen und so den Männern zu gefallen - so diktieren es uns die Männer, allen voran Karl Lagerfeld, der uns mit seinem ausgemergelten Körper und seinen gleichermassen ausgemergelten, ausgehungerten Topmodells vormacht, wie wir zu sein haben! Wehe, eine Frau wagt es, übergewichtig zu sein, graue Haar oder gar Falten zu haben, sich so zu kleiden, wie es ihr gefällt und bequem ist, gar bequeme Schuhe zu tragen, sich nicht schminken mag, sich einfach so zu zeigen, wie sie nun mal ist. Der Spott und Hohn der Männer ist ihr so gewiss, wie das Amen im Gebet. Übergewichte Männer indessen gelten als “imposante Erscheinung”! Habt Ihr schon mal Männer gehört, die sich über übergewichtige Männer lustig machen? Frauen zu verhöhnen gehört jedoch bei Männern schon zum “guten Ton”!






Und man sollte das ganze mal von der Seite der Integration her sehen!! Integration wird ja immer gross diskutiert. Gerade auch jetzt im Bezug auf Burkas und andere Verschleierungen! Da wird immer beschönigt, wie die Leute sich integrieren und blablabla. Aber oftmals eben nur nach aussen, und in den eigenen vier Wänden gelten ganz andere Regeln und Gesetze!!
Die Medienmitteilungen sind voll daneben. Schrieb ich auch auf einem anderen Blog:
“und ebenfalls wird bei der Vorgeschichte von der Tochter erwähnt, sie hätte gestohlen (negatives Ereignis das die Person in ein schlechtes Licht rückt) vom Vater wird berichtet, er hätte einen Herzinfarkt gehabt, (Ereignis das Mitleid erwecken kann)und er habe «traurig und verzweifelt» gewirkt. Auch Verzweiflung rechtfertigt nicht die Tatsache, das er der Mörder seiner eigenen Tochter ist!
Den man kann sich auch fragen, WARUM hat die Tochter gestohlen …
Mit derartigen Medienmitteilungen werden weibliche Opfer immer auf eine im Minimum unterschwellige Art … als quasi “mitschuldig” hingestellt und gleichzeitig lenkt man von der männlichen Gewalt ab!”
http://www.wirfrauen.org/2010/05/12/wenn-sprache-die-realitat-verschleiert/
Genau das meinte ich mit der frauenverachtenden Medien-Berichterstattung!
Aber so ist es überall in der von Männern dominierten und kontrollierten Presse. Genau das Gleiche findet in unserer Männerjustiz statt!
Da lese ich doch eben im Blick: “Scheragha R., Vater und Mörder von Svera (16), geht es sehr schlecht. Er ist stark selbstmordgefährdet.”
Ach, der arme Mann! Hat jemand Zeit, ihn zu bedauern?
ich nicht! Sträflinge werden im Gefängnis sowieso vor sich selber geschützt.
Die Kinder jedoch nicht rechtzeitig. Hat jemand irgendwo gehört die Verantwortlichen der Vormundschaftsbehörden haben etwas falsch gemacht??
NEIN.
Selbstverständlich nicht!! Behörden sind nie verantwortlich. Obschon die Familie bekannt war, wie damals, der Typ der seinen Sohn im Hotelzimmer umgebracht hat.
Die Behörden sind oft involviert. Aber es kann eben laut schweizer Gesetzen oftmals erst durchgegriffen werden wenn es für die Kinder zu spät ist. Gesetze wie Gummi …
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Fall-Hoengg-Die-Familie-wird-vom-Staat-zu-lange-geschuetzt/story/11821119
das ist doch typisch schweiz – total oberkorrekte arrogante beamten und schaltertussis – die nix tun wollen und am liebsten den fall weitergeben – sonst müssten die arbeiten. passiert was weiss niemand von nix
ja Annubis, aber es sind eben auch die Gesetze! Denn selbst wenn eine korrekt arbeitende Person sich engagiert, kann diese nur durchsetzen was gesetzlich legitim ist! und dort beginnt der Schlamassel, zuviele Lücken und zuviel das frei interpretiert werden kann …
du ich glaube es gibt genügend gesetze hier in der schweiz die man hätte anwenden können um sowas zu verhindern. aber gesetze anwenden ist ja total uncool – das artet in arbeit aus. das sieht man ja an unserer kuscheljustiz perfekt – da werden mörder belohnt und verwahrte werden wieder freigelassen.
wenn ein richter keine harte strafen sondern kuschelstrafen ausspricht ist das in meinen augen totale arbeitsverweigerung.
ja aletheia du sagst es richtig es kann zuviel frei interpretiert werden – also hätte nur jemand den mum haben müssen was zu tun. hier in der schweiz ist nicht deutschland wo alles verboten ist was nicht explizit erlaubt ist…
Generell bin ich eine äusserst freiheitsliebende Person und bin eigentlich der Meinung, dass der Gesetzes-Dschungel möglichst klein zu halten ist. Offensichtlich wird die Menschheit aber immer verrückter und ausufernder, verliert jegliche Form des anständigen Miteinanders und wird von Tag zu Tag dümmer, sodass bald nichts anderes mehr übrig zu bleiben scheint, als mit Gesetzen alles zu regeln, was normalen, vernünftigen Menschen selbstverständlich sein sollte.
Es stimmt wir haben theoretisch viele Gesetze. Und auch ich bin ein freiheitsliebender Mensch, jedoch braucht es Richtlinien da sonst eine Gesellschaft nicht funktionieren kann. Gerade betreffend Kinderschutz und Kinderrechte gibt es nunmal Situationen (bedauerlicher Weise immer mehr) bei denen dringend Handlungsbedarf angesagt wäre!
Die Gesetze sehen von aussen gesehen logisch aus. Und auch ich hätte mir vieles nie vorstellen können im Leben. Doch wenn man in einer Situation ist, die eben zum Beispiel Kinder betrifft, muss man erkennen, das man Kinder oftmals erst schützen kann wenn es zu spät ist! Das kann und werde ich nie akzeptieren können. Die theoretischen Gesetze bieten viel Spielraum, und das nicht nur betreffend Kindswohl, auch sonst. Das ganze System hat zuviele Schlupfwinkel. Wie sonst kann es sein, das sich zum Beispiel
- immer mehr Männer von den Alimentenzahlungen drücken und sich sagen: die Frau soll aufs Sozi? (und damit wird dann die Frau Schuldnerin für Alimente die der Vater bezahlen müsste!)
- Das es bei Scheidungen auch auf den Richter ankommt wieviel die Parteien erhalten?? Ist das fair? Ich persönlich finde das nicht fair.
- Das verurteilte Vergewaltiger als Ausgang unbeaufsichtigt frei bekommen. Den Knast verlassen und grad wieder eine Frau vergewaltigen?
- Das ein Mann als Vater das Sorgerecht bekommt, obschon er schon vor Jahren einen seiner Söhne umbringen wollte, und dieser seit diesem Tag schwerstbehindert ist … und genau dieser Vater dann seinen weiteren 4 jährigen Sohn ermordet??
- und so gäbe es noch viele Beispiele
leider
Alles, was Du ansprichst, betrifft unser männlich dominiertes und männlich orientiertes Justizsystem. Du weisst doch: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!
Solange Frauen sich nicht zu mehr Solidarität untereinander entschliessen können (was Männer sehr geschickt zu verhindern wissen), wird sich da leider nichts ändern.
Ehre, wem Ehre gebührt!
Heute im Blick wagt ein mutiger Mann namens Clemens Studer auszusprechen, was schon lange überfällig ist:
http://www.blick.ch/news/schweiz/die-dreisten-ausreden-im-fall-svera-147280