Bis jetzt wurden bei der Unicef Aktion gegen Mädchenbeschneidungen 19837 elektronische Karten ausgefüllt! Man kann immer noch mitmachen und seine Stimme abgeben: http://unicef.ch/de/kampagnen/kampagnen/stopp_maedchenbeschneidung/ Bitte werdet aktiv und unterstützt diese Kampagne.
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19837 mal Danke
5 Kommentare
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Eike: Ahoi, ich bin mal so frei und poste mal was auf der Seite. Sieht schic...
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Malte: Gefaellt mir gut der Blog. Schone Themenwahl....
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Martha: @Jaymaker: And it's so funny, funny what you say honey, honey......
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benny: auch von männern, die wissbegierig sind ;-)...
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benny: ach ja, würde mich über kommentare zu meinem beitrag freuen ;-)...
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Es freut mich, dass so viele ihre Stimme abgegeben haben und ich hoffe, dass noch einige mehr diese Kampagne unterstützen werden. Dieser Art von Tradition muss Einhalt geboten werden.
Ich habe unter http://www.religion.ch/web/joe-m folgendes dazu geschrieben:
Das Beschneiden junger Mädchen hat in vielen afrikanischen Ländern eine lange, schreckliche Tradition. Diese einst von Männern zwecks Unterdrückung und Demütigung der Frauen eingeführte Verstümmelung der Genitalien sollte vermutlich das Empfinden der weiblichen Sexualität derart „beschneiden“, dass Frauen besser als Besitz des Mannes kontrolliert werden konnten. Der schreckliche Akt der Beschneidung als grausames Ritual ist aber inzwischen dermassen normal und in die Alltäglichkeit eingegangen, dass diese Tradition fast nicht mehr auszulöschen ist in den Köpfen der Menschen, die mit dieser Tradition aufgewachsen sind. Das Perverse an dieser Art Traditionsblindheit ist, dass die Opfer selbst (also die Frauen) zu Tätern geworden sind und das Beschneiden der kleinen Mädchen vorantreiben und auch ausführen. Die Opfer eines grausamen Rituals haben den Unsinn, dass eine Frau, die nicht beschnitten ist als unehrenhaft gilt, dermassen verinnerlicht, dass sie nun selbst an der Gewaltspirale drehen und ihre eigenen Töchter verstümmeln! Erst wenn diese Frauen aus dem kulturell prägenden Umfeld weggezogen sind, haben sie den nötigen Abstand, um durch Aufklärung sich des grausamen Ausmasses und der Dummheit ihres Handelns bewusst zu werden.
Dies zeigt uns, dass Tradition keinen Wert an sich besitzt und nicht unbedingt erhaltenswert ist, sondern der Evolution und somit dem Wandel unterworfen ist. Humanismus bedeutet Traditionen einem kritischen Eignungstest zu unterziehen und auf ihren positiven Nutzen für die menschlichen Lebensverhältnisse zu prüfen – wobei das Leben der Tiere mitberücksichtigt werden muss. Dabei dürfen keine absoluten Kategorien (absolute Moral, absolute Wahrheit, absolute Autorität) akzeptiert werden.
Danke, Joe, für dieses flammende Plädoyer!
Kann man Dich irgendwie auf einen Sockel stellen und der Männerwelt als leuchtendes Beispiel vorführen? Es gäbe da noch ein paar weitere Traditiönchen, die dringend der Ausrottung bedürfen.
Joe hat es wirklich gut auf den Punkt gebracht! Wenn nur alle Leute so denken würden!
Eine Frage zur Beschneidung? Wird das bei vollem Bewusstsein durchgeführt oder bekommen die Mädchen Drogen?
Mir dreht sich der Magen um, wenn ich das Bild im Kopf habe, wie die eigene Mutter das Mädchen festhält, während es schreit und für immer verstümmelt wird. Danach wird alles es noch gefeiert und das Mädchen ist eine Frau geworden. Grotesk, übel, “kotz”
Ja, da hört sogar bei mir die Toleranz für andere Kulturen auf.
Habt ihr das Buch “Die Wüstenblume” von Waris Dirie nicht gelesen? Da schreibt sie doch am Anfang, wie sie beschnitten wurde, mit einer Glasscherbe auf dem dreckigen Boden und danach zusammen genäht, damit der Mann auch ganz sicher sein konnte, dass sie noch unberührt war. Soweit ich mich errinnere ist einer der Grundgedanken der, dass die Frauen keinen Spass beim Sex haben sollen und somit das fremd gehen massivst eingeschränkt wird.
Es ist nun schon einige Jahre her, seit ich die ersten zwei Bücher von Waris Dirie gelesen hatte, kann daher also gut sein, dass ich etwas durcheinander bringe, da ich einige Biografien gelesen habe, die mich extremst abstossen. Wie kann man das einem Menschen nur antun? Das Mädchen lag dann lange Zeit nur noch rum, weil ihr Schambereich endzündet war, da die Wunden ja nict desinfizirt wurde. Wenn sie urinieren musste, brannte das dermassen, dass sie so wenig wie möglich trank. Dabei dehydrierte sie beinahe. Ich kann ihr gut nach fühlen, da bei mir bei den Geburten einige Risse zwischen den inneren und äusseren Schammlippen gebildet hatten. Es brannte tierisch! Aber bei diesen Mädchen ist die Wunde ja noch viel grösser!!! Einige Mädchen sterben daran, weil es sich endzündet, die offenen Wunden beschmutz und infiziert werden und sie davon Fieber bekommen und keine medizinische Versorgung haben. Wie auch, im Busch, in der Wüste. Da muss man ja direkt “dankbar” sein, wenn man in einem “zivilisierten” Land beschnitten wird, wo es wenigstens medizinische Versorgung gibt, nicht?!
Also die Beschneidungen, von denen ich gelesen habe, bei denen gab es keine Betäubung. Den Mädchen wurde vor gelogen, dass etwas wunderschönes geschehen werde und dass sie danach eine richtige Frau sein werde, und dann wartet eine alte Frau ihrgendwo im Busch und führt diese Operation auf dem staubigen Boden durch. Ich habe gelesen, dass meisten ein Stein mit einer scharfen Kante dafür genommen wurde, da hatte Waris Dirie noch “Glück” dass es bei ihr eine Glasscherbe war, die etwas schärfer war als ein Stein. Ihre Mutter hatte es ihr auch gesagt, dass sie sich glücklich schätzen sollte. Als sie dann nach Frankreich kam, sah sie, dass es auch da Beschneidungen gab.
Wie gesagt, es ist schon einige Jahre her, seit dem ich das Buch gelesen habe, vielleicht habe ich etwas durcheinander gebracht, dann korrigiert mich bitte. Aber ich denke, ich mag mich schon noch richtig daran errinnern. ;o)
UNICEF hat sich zum Ziel gesetzt, die Genitalverstümmelung innerhalb der nächsten zehn Jahre zu überwinden.
Hier gibt Möglichkeiten zum mitmachen
http://unicef.ch/de/spenden/projektpatenschaft/wustenblume/