Der Mensch liebt es ausgebeutet zu werden, anders ist der Kapitalismus in seiner heutigen Form nicht zu erklären. Wir Verteidigen ein System das Menschen ausbeutet, nur wenige Reich macht und den Rest immer weiter in die Armut treibt. Unternehmen schieben ihre Arbeitnehmer in die Zeitarbeit ab, weil sie dadurch günstiger sind und das Unternehmen mehr Profit einfahren kann. Aber der Kapitalismus macht menschliche Arbeit nicht nur immer billiger, sondern er vernichtet sogar Arbeitsplätze durch Fortschritt und Wettbewerb.
Ich weiss das ganze ist jetzt ziemlich pauschal formuliert und es trifft mit Sicherheit nicht auf alle Unternehmen zu, aber eben auf viele. Ich gönne jeden ein paar Millionen auf dem Konto, einfach weil es Sicherheit bringt und Zukunftsängste verblassen lässt, aber was bringen einen bitte mehrere Milliarden auf dem Konto? Geld, dass nie wieder in den Umlauf kommen wird, weil man es einfach gar nicht so schnell ausgeben kann, wie es sich im Endeffekt vermehrt. Mehrere Milliarden die dann an die nächsten Generationen weiter gegeben werden und auch dort noch lange nicht wieder in den Geldkreislauf eintreten. Geld also, was auf dem Markt verloren ist und nicht mehr zum tauschen zur Verfügung steht.
Geld soll aber getauscht werden, Geld ist gedacht um Waren einen bestimmten Wert zu geben, um den Warenfluss aufrecht zu erhalten und jedem die Möglichkeit zu geben an Gewisse Waren zu kommen, die man gerade braucht. Im Kapitalismus wird dieser Tauschgegenstand aber immer mehr verknappt, immer mehr Menschen haben immer weniger davon und können sich kaum noch ernähren, weil eben immer weniger Menschen immer mehr Geld haben und damit die Bedingungen bestimmen, unter welchen sie dieses wieder in den Umlauf bringen.
Durch Lohnsenkungen gräbt sich ein Unternehmen eigentlich immer sein eigenes Grab, da dieses Geld, was sie im ersten Moment sparen und somit den Profit mehrt, dieses Geld ist nicht mehr im Tauschkreislauf und kann somit keine neuen Gewinne mehr realisieren. Gewinne können nur gemacht werden, wenn jemand die Waren die man entwickelt auch kaufen kann. Zur Zeit mag das noch möglich sein, weil zur Zeit noch genügend Geld im Umlauf ist, zwar schon nicht mehr für alle Menschen, aber immer noch für den Grossteil der Menschen. Aber wir sehen jetzt schon wo die Entwicklung hingeht, Löhne werden kaum erhöht, Reallöhne sinken, die Inflation wird nicht mehr ausgeglichen, der Mensch wird also ärmer und kann sich weniger leisten. Dadurch werden wieder einige Unternehmen Pleite gehen, es werden wieder Arbeitsplätze vernichtet, noch mehr Menschen werden ärmer und Arbeitslos. Der Rest der arbeitenden Bevölkerung hat hier wieder Angst vor weiteren Entlassungen, verzichten auf Lohnerhöhungen, können sich noch weniger leisten, Unternehmen gehen Pleite, Arbeitsplätze werden vernichtet….
Kapitalismus ist ein ewiger Kreislauf, es wird immer weniger Menschen geben die Geld haben und immer mehr die keines haben. Irgendwann wird das Geld bei einigen wenigen sein und der Rest wird schauen müssen wie er sich ernährt. Nein, eigentlich ist gar nicht der Kapitalismus daran schuld, eigentlich sind es die Menschen die immer mehr Privateigentum anhäufen, die vergessen das dieses Geld irgendwann nichts mehr wert sein wird, wenn es nicht im Geldkreislauf gelangt und die, wenn es so weiter geht, irgendwann erkennen werden das es niemanden mehr gibt der ihre Produkte kaufen kann, weil niemand mehr das Geld dazu hat.
Wie oben schon erwähnt habe ich nichts gegen Menschen die einige Millionen auf ihren Konto haben, aber es muss immer ein Gleichgewicht geben. Das System muss sozial sein, jeder muss genügend Geld verdienen können um sich eventuell auch ein wenig Luxus leisten zu können. Nur so kann es jeden gut gehen.
Umdenken ist also angesagt, denn der Kapitalismus in seiner jetzigen Form wird irgendwann einen Punkt erreicht haben an dem auch die Innovationen und der Wettbewerb zum erliegen kommt und an dem wir uns wieder in einem Zustand befinden wo die Demokratie nichts mehr zu suchen hat, sondern einige wenige die Politik machen, weil diese einfach das Geldmonopol bei sich vereinen.






Besser könnte der Sachverhalt nicht erklärt werden. Aus dieser Beschreibung resultiert die Notwendigkeit der Einführung der umlaufgesicherten Währung auch als Schrumpfgeld bekannt.
Wenn das Geld nach einer Gewissen seinen Wert verliert, kann es nicht akkumuliert werden. Der Vorteil der umlaufgesicherten Währung ist, dass ihre Einführung keinen Systemwechsel zum Sozialismus bedingt.
Alternativ kann eine Gegenwährung eingeführt werden. Das heisst zurück zu Tauschwirtschaft. Wenn Waren und Güter 1:1 getauscht werden, verliert das Geld je mehr Menschen sich an Tauschwirtschaft beteiligen an Bedeutung.
Arbeitslose haben auf die Dauer keine andere Alternative als zu Tauschen. Wer seine finanziellen Zustupf vom Staat nicht verlieren will, der darf kein Geld verdienen. Gegen den Tausch von Babysitting zum Mittagessen hat kein Sozialhilfebürokrat etwas.
Ich erinnere mich dunkel an so Etwas wie “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” – Zur “Würde des Menschen” gehört auch, dass das tägliche Überleben gesichert ist. Egal, welches System wir wählen, das sollte oberste Priorität haben. Das “Bedingungslose Grundeinkommen” wäre da mal ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Sehe ich auch so.
Ein durch eine lebenslängliche soziale Dienstpflicht gegenfinanziertes Bürgergeld (Grundeinkommen) plus eine umlaufgesicherte Währung als Lösung für die Soziale Frage.
Allerdings bevorzuge ich die Variante, dass das bedingungslose Grundeinkommen/Bürgergeld gegen alle anderen finanziellen Ansprüche an den Staat aufgerechnet wird.
Unter sozialer Dienstpflicht verstehe den Dienst in irgendeinem für das soziale Miteinander wichtigen Lebensfeld.
Die soziale Dienstpflicht erst alle anderen Pflichten. Je nach Eignung kann sie als Feuerwehrmann, Soldat, Strassenwischer, Bürogummi, Hauswart etc. geleistet werden. Vorzugsweise jede Woche einige Stunde soziale Dienstpflicht.
Das kann nicht funktionieren. Es gibt z.B. Behinderte und chronisch Kranke, deren medizinische Grundversorgung mit Grundeinkommen allein nicht gewährleistet wäre. Hier müssen Ausnahmen gemacht werden.
Ich bin für ein BEDINGUNGSLOSES Grundeinkommen. Dein Vorschlag wäre eine erneute Versklavung. Und genau das soll durch ein BGE ja verhindert werden.
http://www.frauenblog.ch/2010/03/13/bedingungsloses-grundeinkommen/
Hier noch mehr Meinungen und Links zum Thema
Ich habe missverständlich ausgedrückt.
Mit Ansprüche an den Staat meine Kindergeld, Stipendien und andere durch Steuern finanzierte Leistungen und nicht durch Prämien finanzierte Versicherungen. (privat oder staatlich)
Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eine feine Sache. Nur muss es finanzieret werden.
Darum bin ich auf die Idee kommen, staatliche Aufgaben an die soziale Dienstpflicht zu delegieren und mit dem gesparten Geld das Grundeinkommen mitzufinanzieren.
Bis heute gibt es eine Dienstpflicht für Männer. Wer kann geht in das Militär oder den Zivildienst und Gebrechliche gehen in den Zivilschutz. In kleinen Gemeinden sind heute noch die Männer verpflichtet, in die Feuerwehr zu gehen.
Ich finde es gerecht, wenn Frauen auch dienen müssen. Da das Militär überdimensioniert ist, drängt sich eine Verkleinerung auf. Ein sozialer Dienst an der Allgemeinheit ist sinnvoller, als mit der Waffe das Töten zu lernen.
Wenn jeder muss, seine Umwelt zu gestalten und ihr Sorge zu tragen, sehe ich das nicht als Versklavung sondern als soziale Bereicherung an.
Viele einsame Menschen wären froh, wenn sie Anschluss zu einer Gruppe fänden, die etwas Sinnvolles macht.
Der Begriff vom Staat muss neu definiert werden. Das Konzept des Nationalstaates hat Schiffbruch erlitten. Die Zukunft gehört freien, assoziativ wirtschaftende und sich selbstbestimmende Gemeinschaften.
@antoine
Wenn Du dem Link von Aletheia folgst, findest Du dort unter dem Beitrag von Daniel Häni einen neuen Link. Dort kommst Du zu einem äusserst interessanten Film, in dem das Prinzip des BGE ganz genau erklärt wird. Schau Dir diesen Film erst mal an, dann diskutieren wir hier weiter. Ich will Dich nicht anfeinden, aber es “stinkt” mir, stundenlang Theorien erklären zu müssen, die anderswo schon hundertmal und besser erklärt worden sind.