Sicher habt Ihr schon vom BGE gehört. Wenn nicht, fasse ich hier kurz zusammen, worum es geht.
Stellt Euch vor, jeder Bürger, vom Baby bis zum Greis, würde monatlich vom Staat ein Einkommen in der Höhe von 1’500.– bis 2’000.– Franken erhalten, ohne dafür etwas tun zu müssen. Um das zu finanzieren, müsste man die MwSt auf 50% erhöhen. Im Gegenzug jedoch würden sämtliche anderen Steuern wegfallen. Keine Steuererklärungen mehr, und die Grundbedürfnisse eines jeden Bürgers wären gedeckt. Dafür gäbe es aber kein Arbeitslosengeld mehr, keine AHV, keine IV, etc.. Was haltet Ihr davon?






@Martha
Versteh ich das nun richtig, man bekäme das Geld für jedes Familienmitglied??
Ja!
Huch! Da ist mir ein schwerer Fehler unterlaufen: Natürlich auch jede BürgerIN, vom Baby bis zu GreisIN!
… dann würde wohl die Anzahl der Grossfamilien drastisch steigen :-) …
Ich glaube jedoch nicht, das sowas realisierbar, oder fair wäre. Und es wäre sicher für schwerbehinderte Menschen ein Fiasko. Ich weiss jetzt nicht genau, welchen finanziellen Rahmen die Hilfsmittel und Medikamente umfassen. Aber wenn ein Mensch teure medizinische Massnahmen, Medikamente und Hilfsmittel braucht, benötigt diese Person viel mehr Geld für den eigenen Lebensunterhalt als eine gesunde Person und hat gleichzeitig fastkeine bis gar keine Chance eigenes Geld zu verdienen.
Was ich damit sagen will, die Grundbedürfnisse einer schwerbehinderten Person wäre wohl in den wenigsten Fällen gedeckt.
danke für den hinweis zum grundeinkommen!
ich erlaube mir eine kurze präzisierung und hinweis dazu.
1. ein bedingungsloses grundeinkommen müsste schon deutlich über 2000.- chf liegen
2. das grundeinkommen würde bestehendes einkommen ersetzen können, aber natürlich nur in seiner höhe. bestehende oder notwendige sozialleistungen über dem grundeinkommen müssten weiterhin gewährt werden.
3. wie hoch dann die mehrwertsteuer sein müsste, lässt sich jetzt noch nicht in zahlen genau sagen. auf jeden fall würden die preise im durchschnitt gleich bleiben. mehr geld in der tasche hätten nur die, die heute weniger haben als das zukünftige bedingungslose grundeinkommen. eine zusatzfinanzierung wäre nur dafür notwendig. alles andere ist eine frage des transfers. ein beispiel: eine lehrerin heute, 8000.- erwerbseinkommen, dann mit grundeinkommen von 2500.- = 5500.- erwerbseinkommen, 2500.- grundeinkommen. das wäre also nicht mehr geld, sondern nur ein teil des einkommens unter anderen bedingungen b.z.w. bedingungslos.
ausführlicher und mehr finden sie unter anderem auf unserer website: http://www.initiative-grundeinkommen.ch und in unserem film “grundeinkommen – ein kulturimpuls (DVD 100min). hier online: http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
mit besten grüssen, daniel häni
Ich habe den Film bereits vor einem Jahr bei Kultkino bestellt. Super Service, übrigens!
@Daniel Häni
Danke für die Links. Werde mir morgen ihre Seiten anlesen und mich genauer informieren.
Spontan gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, das es wirtschaftlich realisierbar ist die Mehrwertsteuer zu erhöhen und gleichzeitig die Preise nicht anzupassen.
Wie würde es denn aussehen, wenn die Lehrerin arbeitet und 2 Kinder hat?
Hat wirklich hier niemand Interesse an diesem Thema? Hier handelt es sich nicht um Traumtänzerei. Schaut Euch doch den Film einmal an. Darin wird z.B. anhand eines Latte Macchiato aufgezeigt, wie viele indirekte Steuern in allen Produkten und Dienstleistungen enthalten sind, bevor sie endgültig inkl. all dieser Steuern vom Endverbraucher bezahlt werden. Schafft man all diese indirekten Steuern ab, kann man locker die Mehrwertsteuer ein paar Mal verdoppeln um ein BGE zu finanzieren. Zudem würden all diese zahlreichen unheimlich teuren Ämter und Beamten abgeschafft. Stellt Euch nur allein diese Ersparnis vor! Dieses Geld kann man in der Tat sinnvoller einsetzen und den Menschen, die es brauchen zugute kommen lassen. Das wäre ein riesiger Schritt zu einer gerechteren, entspannteren und angenehmeren Gesellschaft.