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Wenn Kinder von den Eltern missbraucht werden
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Das bestätigt mich in meiner Skepsis gegenüber dem gemeinsamen Sorgerecht für zerstrittene Elternpaare.
Gemeinsames Sorgerecht für zerstrittene Eltern ist eine noch grössere Katastrophe für die Kinder! Die Kinder leiden schon bei zerstrittenen Elternteilen, wenn das Sorgerecht einseitig verteilt ist! Wenn Eltern nicht fähig sind, die ehemalige Paarebene abzukoppeln, die Paarebene von der Elternebene zu trennen, dann sind die Kinder die Opfer. IMMER! Wenn dann noch wegen jeder Entscheidung die Meinung des ehemaligen (streitigen) Partners/ Partnerin geholt werden muss, dann wird diese Tatsache noch mehr als Machtmittel um die Ex / den Ex zu “bestrafen” missbraucht!
Die Kleinen sind bei einer Scheidung meistens die grossen Verlierer! Zuwenige Elternteile nehmen die Verantwortung auf der Elternebene auch nach der Scheidung war. Es ist erwiesen, das Kinder zwar ein grosses Regenerationspotential haben. Sie können lernen mit einer Trennung der Eltern umzugehen, was Ihnen viel mehr schadet, ist wenn sich geschiedene Eltern auch nach der Scheidung noch streiten.
Wenn man den heutigen Zustand betrachtet, muss man sich fragen: wenn Eltern nach der Scheidung nicht klar kommen, wie sollen sie dann zusätzlich noch gemeinsam das Sorgerecht ausführen, ohne Machtkämpfe, rein zum Wohl des Kindes.
Scheidungskinder werden zu oft als Machtmittel missbraucht. Oftmals sogar mit Unterstützung von Gesetz und Behörden, weil die Gesetze die wir momentan haben, schlussendlich sind wie Gummi, und im Härtefall … laufen die gesetzlichen Bestimmungen voll gegen das Kindswohl. So ist es eine Tatsache, das in viele Konstellationen, resp. in vielen Fällen, die eigenen Kinder erst geschützt werden können wenn es zu spät ist! Wenn schon etwas passiert ist. Das für die Kinder dann schwer zu verarbeiten, und sicher nie zu vergessen ist!
Es ist in vielen Fällen einfach unglaublich, was sich eine Mutter bieten lassen muss. Und es ist eine gesellschaftliche Tragödie, das man seine eigenen Kinder erst schützen kann wenn es zu spät ist. Aber die Folgen, die haben in den meisten Fällen die Mütter mitzutragen. Sie leiden mit den Kindern mit! Sie machen Therapien mit den Kindern, sie versuchen ihren Kindern zu helfen schlimme Erlebnisse zu vergessen, sie sitzen nächtelang neben ihrem Kind und behüten es weil es Angst hat vor seinen Alpträumen, sie versuchen ihren Kindern neue Wege aufzuzeigen, … usw. und das Schlimmste ist: die Kinderseelen die leiden und für immer geprägt werden und für die Mutter diese Machtlosigkeit! Die Machtlosigkeit “zusehen” zu müssen! (Staatlich organisiert!) Es ist eine Schande! Und eine absolute Respektlosigkeit gegenüber uns Müttern und unseren Kindern!!
Wir alle müssen funktionieren auf der Grundlage von Gesetzen, die von Männern für Männer geschaffen wurden. Bei unserem “Rechtssystem” handelt es sich um reine “Männerjustiz”. Als Frau gerichtlich gegen einen Mann vorzugehen, ist ein äusserst schwieriges und risikoreiches Wagnis. Ich weiss, wovon ich spreche. Ich führe seit 6 Jahren einen zivilrechtlichen Prozess gegen einen Mann und werde von den Richtern mit fadenscheinigen Argumenten im Kreis herum geschickt in der Hoffnung, dass mir irgendwann das Geld ausgehen wird, um mein Verfahren zu Ende zu führen. Nach 6 Jahren Prozess wurde ich nun wieder an die erste Instanz (Bezirksgericht) zurückgeschickt, wo ich vor 6 Jahren einmal begonnen hatte. Hat schon jemals eine von Euch versucht, einen Anwalt zu finden, der eine Frau gegen einen Mann vertritt? Ich spreche nicht von Scheidungsprozessen, das ist eine andere Sache. Hier geht es um die Einhaltung eines schriftlichen Vertrags mit diesem Mann. Dieser behauptet, er hätte vor der Unterzeichnung dieses Vertrages mit einer Freundin Champagner getrunken und Marihuana geraucht und wäre somit “betrunken und im Drogenrausch” gewesen, als er den Vertrag unterzeichnete. Er beruft sich nun darauf, zu jenem Zeitpunkt “urteilsunfähig” und “unzurechnungsfähig” gewesen zu sein. – Das quasi sicherste Rezept in dieser Männerjustiz scheint also zu sein, sich erstmal kräftig zu betrinken (oder das wenigstens zu behaupten!) und sich dann auf “verminderte Schuldfähigkeit” oder “Unzurechnungsfähigkeit” zu berufen. Offensichtlich ist das ein gesetzlicher Männerbonus, egal, ob es sich dabei um Mord und Totschlag oder um die Einhaltung eines Vertrages handelt.
Frau gegen Mann – juristisch ein fast aussichtsloses Unterfangen, egal auf welcher Ebene. Vorläufig werde ich nicht aufgeben und weiter versuchen, hier ein Exempel zu statuieren.
Alles Argumente welche für eine obligatorische Elternvereinbarung sprechen, denn eine Einigung nach der Trennung ist viel schwieriger, in gewissen Fällen sogar unmöglich. Eine Scheidung und das anschliessende Tauziehen der Eltern um Alimente und Sorgerecht richtet meistens noch mehr Schaden an, als die Trennung selbst. Den Kindern zuliebe sollten sich die Eltern vorher darüber einigen, was bei einer allfälligen Scheidung geschehen soll. Für den Fall, dass einer der Partner unerwartet stirbt wird auch vorgesorgt, wieso denn nicht auch hier? Ich bin über einen anderen Blog (http://familienleben.ch/blog/elternvereinbarung) auf das Vorhaben der SP-Frauen gestossen und hoffe im Sinne der Kinder, dass in Zukunft eine obligatorische Elternvereinbarung diesen schmerzlichen Auseinandersetzungen ein Ende bereitet.
Oh man wie schrecklich und alles auf den Rücken der Kinder! :-(