Der Migräne Mann

Ich habe heute in einem Blog einen Beitrag gelesen. Männer sind kein Freiwild. Finde den Beitrag irgendwie amüsant. Nicht wegen dem Titel. Die Aussage vom Titel stimmt, Männer sind kein Freiwild. Genauso wie Frauen auch kein Freiwild sind. Was mich aber irgendwie belustigt an diesem Beitrag … es geht um einen Mann der sogar die Frauen abwimmeln muss mit der Ausrede Migräne und um starke Frauen. Die Frage die ich Euch Frauen hier stellen will: Steht ihr auf  *Ich-habe-heute-Migräne-Männer* ? Was macht ihr (würdet ihr machen) wenn ihr einen Mann kennenlernt der mit Migräne als Ausrede (Vorwand) lebt? Ich rede nicht von Menschen die wirklich an Migräne leiden. Sondern klar von denen, die Migräne als Vorwand verwenden um ihrer Partnerin eine Absage zu erteilen.

Ich persönlich muss jetzt noch lächeln. Ich kann es mir nicht vorstellen, das eine Frau mit einer starken Persönlichkeit auf solche Ausreden anspricht. Beziehungsweise auf diesen Männertyp. Denn wenn jemand nicht einmal zu seinen eigenen Bedürfnissen stehen kann, und ehrlich sagen kann: nein, ich habe heute keine Lust. Wie soll den so ein Mann mit einer emanzipierten Frau umgehen können?

13 Kommentare

  1. redder sagt:

    naja, die meisten frauen nehmens als herabsetzung ihrer attraktivität, wenn man(n) keine lust hat.

    er: “ich hab keine lust.”

    sie: “ok”

    …..

    sie: “nur bei mir?”

    er (hat schon halb geschlafen): “hä?”

    sie. “wenn jetzt Susanne, du weisst schon, die vom zweiten stock hier wär, hättest du dann auch keine lust?”

    er: ” nein, dann hätt ich auch keine lust.”

    sie: “hmhm”

    …….

    sie: ” und wenn jetzt angelina jolie……”

    :)

  2. Annubis sagt:

    das will ich mal erleben das mich ne frau belästigt ^^ hihi

  3. Aletheia sagt:

    @redder
    … dann sollte Frau vielleicht die Frage testen … was wäre wenn … “Susanne UND Anglina Jolie jetzt … ”

    Spass beiseite … ich bezweifle ja nicht, das es solche Situationen geben kann, aber ich bezweifle … das solche Dialoge von einer emanzipierten Frauen kommen …

    @annubis
    … und was sagst dann wenn grad deinen *mach-mich-heute-nicht-an-tag* hast?? … oder warst bei den Pfadfindern …*grins

  4. Martha sagt:

    Es gibt empirische Daten, dass sowohl Spermienproduktion als auch Spermienqualität vor allem in der westlichen Gesellschaft rasant abnehmen. Da hat die Evolution wohl erkannt, dass Männer zunehmend überflüssig werden. Aber die Evolution arbeitet bekanntlich langsam. Deshalb wirken Männer an ihrer eigenen Abschaffung tatkräftig mit. Sie laborieren bekanntlich nicht nur am Klonen von Schafen sondern auch von Menschen herum. Beim Klonen bedarf es jedoch einer weiblichen Eizelle, aber keines männlichen Spermiums! – Machen uns die Männer ein neues Matriarchat als letztes Geschenk?

  5. Annubis sagt:

    nun aletheia – wie gesagt habe noch nie erlebt das ne frau aufdringlich wurde ;P ausser als ich früher mal in ner disco gearbeitet habe aber da waren eh alle hackedicht ^^

    nun ich war tatsächlich früher in der pfadi und ich gehör auch zu den männern die wirklich von der migräne “beglückt” werden.

  6. Wäschekorb sagt:

    wie soll die Frau denn merken das er lügt?

  7. redder sagt:

    @aletheia: in meinem alter sagt mir meine erfahrung, dass wir im kopf zwar emanzipiert sind, männer wie frauen, wenns aber zum herzen kommt, schneiden die genau gleichen kleinen verletzungen und zurückweisungen wie schon vor 40 jahren.

    nichts gegen emanzipation, gleichberechtigung in recht und gesellschaft ist unabdingbar. aber in beziehungen funktioniert das nicht, weil wir erstens alle individuell sind und weil wir zweitens emotional und nicht rational in beziehungen gehen.

    und du kannst jeden neurobiologen fragen: jeder reiz (wort, bild, ton) erreicht erst das emotionale zentrum, bevor sich weniger archaische teile des gehirns damit befassen…

    gleichberechtigung auf gefühlsebene ist bei rund 6 milliarden verschiedener individuen ein wenig utopisch.

    also, was uns bleibt, ist, es so gut zu machen, wie wir eben können. ihr und wir. gemeinsam.

  8. Martha sagt:

    @redder
    Das ist leider zu kurz gegriffen. Eine typisch männliche Aussage mit der Verweigerung, irgendetwas am Status quo verändern zu wollen. Es wäre traurig, wenn Aletheia und der Rest der Frauen sich mit einem solchen Kommentar abfinden resp. zufrieden geben würden. Männer sollen gefälligst endlich etwas dazu lernen – aber dem verweigern sie sich offensichtlich. Ausreden, Ausreden, Ausreden…!

  9. Aletheia sagt:

    @redder und Annubis
    Es wäre noch interessant zu wissen wir ihr lebt.
    Besucht doch mal den Beitrag LEBENSFORMEN: http://www.frauenblog.ch/2009/11/26/lebensformen/ und schreibt etwas über eure Lebensform.

    @redder
    Wäre ebenfalls interessant zu wissen von welchem ALTER du redest.

    Gefühle zu haben und sich verletzt zu fühlen ist für mich nicht eine Frage der Gleichberechtigung. Sondern eine Frage von Mensch – sein und Gefühle zu leben. Was man daraus macht, wie man handelt, ist sicher anders, je nachdem, hat man gutes Selbstbewusstsein oder eben nicht.

    Wenn eine Frau (oder auch ein Mann) nicht mit einer Absage umgehen kann, hat diese Person ein Problem mit sich selber. So leben jedoch viele in der heutigen Zeit. Nehmen wir mal einen Single. Ein Single sieht eine Person die ihm/ihr gefallen würde und spricht die Person nicht an. Warum nicht? 90% nicht weil sie/er ein Problem bekäme wenn es eine Absage gibt. Ist das eine Frage der Gleichberechtigung? Nein. Es ist eine Frage der Persönlichkeit und vom eigenen Selbstbewusstsein. Was soll schlimm sein an einer Absage? Wenn ich eine Absage bekomme, dann akzeptiere ich das, weil ich mein Gegenüber als eigenständige Person wahrnehme, mit eigenen Gefühlen und Ansichten. Soll ich mich deswegen schlecher fühlen? Nein. Denn ich weiss wer
    ich bin. Und ich sehe nicht eine Absage wenn ich mit jemanden ins Gespräch komme (kommen will), sondern ich sehe die Möglichkeit 50:50. Die Chance ist zu 50% dass man ein NEIN bekommt. Aber genauso 50% dass man eine neue Bekanntschaft macht.

    Gleichberechtigung in Beziehungen bedeutet für mich nicht, das man nie verletzt oder verletzt wird. Es beinhaltet für mich, wie man miteinander umgeht und lebt. Das man einander respektiert. Wenn man das im Leben umsetzen kann, braucht es auch keine Lügen! Weder Orgasmuslügen noch Migränelügen. Sondern Frau und Mann respektieren sich gegenseitig als Persönlichkeit mit eigenen Bedürfnissen und Gefühlen. Und es ist nicht mehr als natürlich, das man (auch in einer Beziehung) nicht immer synchron auf der gleichen Ebene und Laune schwingt.

    @annubis
    Du leidest wirklich an Migräne?
    Hast du die Migräne auch schon vorgeschoben als Ausrede für andere Gründe und als Absage?

  10. redder sagt:

    @martha: ach, früher, als ich noch genau wusste, wer schuld ist und warum, war mein leben sooo viel einfacher. heute ist die welt irgendwie komplexer.

    aber inzwischen hab ich humor entwickelt, das hilft

    ach ja, ich bin vierzig und ich kenne mehr frauen, die sich der emanzipation verweigern als männer. aber ich leb in zürich, da ist das vielleicht ein wenig anders.

    und noch was: eine emanzipation der männer muss nicht unbedingt zu einem ergebnis führen, dass sich frauen wünschen. selbstdenkende und selbtsverantwortliche männer sind nicht einfach. sie lassen sich meist nichts vorschreiben, egal von wem….

  11. Aletheia sagt:

    hm. Selbstdenkende und selbstverantwortliche Frauen sind für gewisse Männer auch nicht gerade einfach zu ertragen …

    .. aber geht es wirklich darum, das man etwas vorschreiben will oder um Schuldzuweisungen?

    Nach meiner Ansicht, geht es eher darum, das man miteinander lernt sich besser zu verstehen. Offene Kommunikation, und zwar wie es wirklich ist, nicht wie es sein sollte. Und es geht darum, das Frauen und Männer lernen sich gleichberechtigt zu akzeptieren. Ich mag es nicht wenn Frauen Männer unterstellt werden. Und genauso wenig in die andere Richtung.

    und ich lebe in der Nähe von Zürich … und finde nicht das es da vielleicht ein wenig anders ist ;-)

  12. redder sagt:

    hm, ich ztiere: “Nach meiner Ansicht, geht es eher darum, das man miteinander lernt sich besser zu verstehen. Offene Kommunikation, und zwar wie es wirklich ist, nicht wie es sein sollte.”

    ich seh nicht ganz, wo da der gender-aspekt drin ist. das ist mit allen menschen schwer genug. und schuldzuweisungen kriegst du als mann von frauen jede menge.

    ich kann verantwortung für mein leben als mensch, egal welchen geschlechts, übernehmen oder ich kann anderen die schuld dafür geben, dass ich nicht so wahrgenommen werde wie ichs gern hätte.

    jede menge menschen behandeln andere menschen als nicht gleichgestellt.

    der gender-ansatz ist eine willkürliche linie. mein boss behandelt mich auch nicht als gleichgestellter, der reiche typ im club schaut von oben auf mich herab und, nicht zu vergessen, einige frauen denken, als mann sei man per se für alles übel der welt verantwortlich…

  13. Tina sagt:

    Das ist mal aber ein interessantes Thema. Klar gibt es solche Typen, aber mal abgesehen von der üblen Ausrede mit der Migräne stellt sich bei mir die Frage, ob mal nicht jeder eine Ausrede parat hat. Egal ob Migräne oder etwas anderes. Ist doch irgendwie nur menschlich! Klar gibt es extremere und weniger extreme… aber machen tuts jeder Mann! Also darüber lachen und ihn seine “Mirgäne” haben lassen. Frau kann sich ja auch wo anders amüsieren bzw. beschäftigen. ;)

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