Wir schlagen eine Initiative für einen neuen Artikel für die Bundesverfassung der Schwei-zerischen Eidgenossenschaft vor:
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Art. 72 Kirche und Staat, Absatz 4 (neu):
“Das Aufstellen oder Zur-Schau-Stellen weltanschaulicher oder religiöser Symbole ist in amtlichen Lokalen und in öffentlichen Schulen verboten. Davon ausgenommen ist die Ausstellung in historischem oder wissenschaftlichem Zusammenhang.”
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Dieser Artikel bekräftigt die bestehende Laizität der Bundesverfassung und bedeutet für die Bürger aller Kantone eine Rechtsgrundlage, um – ohne einseitige Diskriminierung - Gleichheit zu schaffen. Und vor allem lässt sie im öffentlichen und privaten Bereich ein Maximum an individueller Freiheit zu.
Der Artikel schafft ähnliche Rechtsgrundlagen wie sie Frankreich als Modell eines laizistischen Staates kennt.
Warum braucht es einen solchen Artikel in der Bundesverfassung?
Die politischen Auseinandersetzungen der letzten Wochen haben uns deutlich gezeigt, dass hinsichtlich des Umgangs mit religiösen Minderheiten in unserem Land grosse Unsicherheiten herrschen.
Dies gilt auf sämtlichen Stufen des Verwaltungsaufbaus, vom Bund bis hinunter zu den Gemeinden. Auf der einen Seite werden Gesetzes-Regelungen mit durchaus diskriminierendem Charakter, wie der Minarett-Artikel, beschlossen. Auf der andern Seite wird der Umgang beispielsweise mit Burkas an öffentlichen Schulen (bezüglich Schülerinnen und Lehrpersonen) völlig unterschiedlich gehandhabt und damit die Rechtsgleichheit tangiert. Das Gleiche gilt im Umgang von Amtsstellen mit verhüllten Personen, wie das Beispiel Grenchen zeigt.
Ein Ergänzung der Bundesverfassung mit einem Artikel, wie wir ihn vorschlagen, schafft Abhilfe bezüglich dieser Missstände im öffentlich-rechtlichen Raum und die Basis einheitlicher, nicht einseitig diskriminierender, Regelungen.
Mit diesem BV-Artikel ist es möglich ohne irgendwelche Einschränkung der Freiheit im privaten und öffentlichen Raum eine verbindliche Regelung für den Umgang mit weltanschaulichen und religiösen Symbolen für öffentlich-rechtliche Institutionen zu schaffen.
Damit wird auch die Laizität der Bundesverfassung gestärkt, was wichtig und bedeutend im Hinblick auf kommende religions-politische Auseinandersetzungen sein dürfte.
Wichtig: Es geht bei dieser Initiative nicht um die Trennung von Kirche und Staat.
Diese ist zurzeit keine Option und würde in einer Volksabstimmung genau so wenig Erfolg haben wie 1990. Sämtliche Parteien, inklusive der SP und der Grünen wären dagegen, da alle Parteien indirekt und irgendwie von der Verbandelung mit den Landeskirchen profitieren (Kirchensteuer, soziales Engagement usw.).
Nein! Mit der Initiative “Keine Religionssymbole in Ämtern und Schulen” geht es ausschliesslich darum, den Auseinandersetzungen über Verhüllungen, sowie der Aufoktroy-ierung religiöser Symbole, seien das Kruxifixe, Halbmonde, Davidsterne, Hammer und Sichel, Hakenkreuze, oder entsprechender Plakate und Werbemittel von Parteien, usw. in Amtsstuben und öffentlichen Schulen einen Riegel zu schieben.
Nichts mehr und nichts weniger! Es geht also nur um Gleichbehandlung und damit um die Vermeidung von Diskriminierung.
Es würde uns freuen, wenn die definitive Formulierung eines solchen Artikels für die Einreichung einer Volksinitiative auf diesen Seiten mit uns diskutiert würde.






Ach je – die religiösen Symbole sind schon längst durch andere ersetzt worden – und die werden intensiver angebetet, als die religiösen. Das gäbe noch einmal eine Initiative, die den Sack schlägt, aber den Esel meint.
@tin: mit saloppen Sprüchen ist es leider nicht getan. Ich weiss auch nicht, wen du mit dem Esel und wen du mit dem Sack meinst.
Tatsache ist, dass immer mehr Menschen Ansprüche stellen und Rechte für sich einfordern, die mit Gesellschaft und Toleranz nicht mehr zu vereinbaren sind. Es braucht ganz einfach ein Minimum an gemeinsamen Werten und Grundhaltungen, damit eine Gesellschaft überhaupt funktioniern kann und das kann durchaus auch Verzicht von uns allen bedeuten. Die Initiative fordert genau diesen Verzicht, sei es von Kruxifixen, Halbmonden, Davidsternen, Hammer und Sicheln, Hakenkreuzen, oder was auch immer, in Ämtern und Schulen.
Ich finde das eine gute Idee. Ich habe schon von Orten in der Schweiz gehört, in denen die Abschaffung von Schulweihnachten diskutiert wurde und die Kreuze aus den Schulzimmern mussten. Und im Spital wird es auch unterschiedlich gehandhabt.
Was mich noch interessieren würde: Wenn die Verschleierung in öffentlichen Räumen verboten wird, darf man dann noch ein Kreuz als Kettenanhänger um den Hals tragen? Sollte es dann Schuluniformen geben, damit alle gleich zur Schule kommen und niemand durch die Kleider mehr oder weniger Wert hat?
Ich finde die Idee wirklich gut, ich frage mich nur, wie weit es gehen soll? Was die Schuluniform betrifft: Da ich selber 3fache Mutter bin, habe ich schon öfters über dieses Thema mit anderen Mütter geredet. Sie waren der Meinung, dass durch eine einheitliche Uniform ein grosser Druck von Schüler und Eltern genommen würde, da die Kids sich oft über Markenkleider definieren und Familien mit wenig Geld da gar nicht mithalten können.
Lesetipp!
http://www.annu.biz/2009/12/19/weihnachten-an-zuercher-schulen-abgeschafft/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+AnnubisBlog+%28Annubis+Blog+World%29
WEIHNACHTEN IN DER SCHULE ABSCHAFFEN:
Ich bin absolut dagegen!
1. Wir leben in einem christlichen Land
2. Echt gemein unseren Schweizer Kindern gegenüber wenn Weihnachten in den Schulen abgeschafft werden soll! Ich habe zwei schulpflichtige Kinder, 2 und 3 Klasse. Beide haben riesen den Plausch in der Vorweihnachtszeit. Denn die Schule macht viel mit den Kindern, Weihnachtsdekorationen basteln, Weihnachtsgedichte und Geschichten, die Kinder lernen tolle Lieder singen und es tut ihnen einfach gut die Vorfreude auf die Weihnachtstage zu spüren und zu leben. Ich sehe als Schweizerin und Mutter überhaupt nicht ein, weshalb unsere Kinder darauf verzichten sollen!
@carmen: Zunächst: Es geht ja nur um Amtsstellen und öffentliche Schulern (Privatschulen wären davon ausgenommen). So lange es nicht von aussen sichtbar wäre, dürfte selbstverständlich eine Halskette mit Kreuz, Davidstern, Halbmond, oder was auch immer getragen werden.
Dein Vorschlag mit Schuluniformen ist bedenkenswert und Du begründest diesen auch gut. Aber das wäre aus meiner Sicht eher ein eigenes Thema. dies ganze Definition menschlichen Stellenwerts über Marken ist tatsächlich ein Problem.
@Thys Flueler
Wie trägt man eine Halskette die von aussen nicht sichtbar ist …
ich würde mir NIE und von NIEMANDEM vorschreiben lassen, ob ich eine Halskette mit einem Kreuz tragen darf oder nicht!
@ Aletheia. Es ist Dein gutes Recht dagegen zu sein. Allerdings möchte ich Dir folgendes zu bedenken geben:
Wir leben in einem Land, das zwar von der christlichen Kultur geprägt ist, aber unser Staatswesen versteht sich als laizistisch, also nicht religionsbezogen. d.h. jeder Mensch in unserem Staat ist frei in seiner Religionsausübung. Das betrifft nicht nur Christen, sondern auch Muslime, Juden, Buddhisten usw. Und das ist gut so. Jeder Mensch soll glauben können was er will. Das heisst, ebenso sehr wie eine rein christliche Tradition, gibt es in Europa seit dem 18. Jahrhundert, d.h. seit der Überwindung des Feudalismus, die Tradition der Aufklärung. Ihr haben wir die Menschenrechte und massgeblich die f r e i h e i t l i c h e Gestaltung unserer Gesellschaft zu verdanken
Nun stellt sich mehr und mehr das Problem, dass Auffassungen der Religionsausübung verschiedener Religionen aufeinander treffen.
Und hier gilt es – um Konflikte zu vermeiden – an Stelle eines Machtkampfes eine Güterabwägung zu machen. z.B. statt Muslime zu zwingen, mit uns Weihnacht zu feiern, wäre es besser, in öffentlichen Schulen Weihnacht auf den Christbaum und den Weihnachtsmann zu beschränken, was durchaus auch feierlich sein kann. Umgekehrt können z.B. Muslime auch dazu bewegt werden, in der Schule auf die Burka oder Ganzkörperverschleierung zu verzichten (sie könnten notfalls immer noch in islamische Privatschule ausweichen).
Ich weiss, das mögen schmerzhafte Eingriffe sein, aber nur so, nur mit b e i d s e i t i g e m Verzicht, können letztlich in Zukunft Kulturkämpfe verhindert werden.
@Aletheia: Unter dem Pullover oder unter der Bluse :-). Und nach dem Schulunterricht kannst Du sie wieder hervorholen!
@Thys Flueler
Das ist keine Option … weil diese nicht verhält:
Kindern springen rum,
Kinder tollen rum,
Kinder gumpen rum,
Kinder gehen ins turnen und ziehen sich um,
Kinder gehen ins schwimmen und ziehen sich um …
das geht also nicht als Option … mit dem unter dem Pullover tragen das es auch ja nie jemand sehen kann …
Und die Aufforderung an Eltern die an Gott glauben und ihren Kindern dies mitgeben möchte wäre somit: versteckt euren Glauben …
Betreffend Privatschulen:
Hierzu kann ich nur anmerken: es ist respektlos im Zeitalter wo soviele Frauen alleinerziehend sind und kaum wissen von was sie leben sollen mit ihren Kids, Privatschulen als Option zu geben.
Kenne viele alleinerziehende Mütter, doch keine von denen könnte im Jahr CHF 30’000 und mehr pro Kind für eine Privatschule ausgeben. Das wäre dann auch wieder eine Art von Diskriminierung … Menschen Optionen zu geben die nur für die Wenigsten realisierbar sind.
@Alethia: Mit dieser Haltung bleibt Dir nur eine Option: Die kompromisslose Durchsetzung der christlichen Religion (am besten der katholischen…) und am besten Verankerung in der Verfassung. Und voller Kampf gegen alle andern Religionen. Genau dies wollen ja auch einige islamische Fundamentalisten mit der Scharia. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Wenn-Muslime-Geburtshelfer-niederschlagen/story/24584619
Das heisst: Mit voller Kraft zurück ins Mittelalter!
Fragt sich dann nur, wer diesen Kulturkampf gewinnt. Ist das Deine Option?
Meine Meinung zur Initiative
@Tyes Flueler
In beschränktem Masse kann ich einverstanden sein mit der Initiative. In Aemtern und Schulen sollen keine Religionssymbole sein, jedoch mit Ausnahmen. In Räumen für Religigonsunterricht sollen sie weiterhin erlaubt sein. Ebenfalls bin ich dafür, dass in den Schulen Religionsunterricht angeboten wird. Die Teilnahme jedoch auf Freiwilligkeit basiert! Wir leben in einem christlichen Land, ich persönliche finde es übertrieben sich Allen angleichen zu wollen. Bin dafür das wir zum Schweizerischen stehen!
Bevor ich persönlich Religionsunterricht an den Schulen verbieten würde, würde ich ein Handyverbot bei Primarschülern erlassen. Finde es grässlich, dass ein Grossteil unserer Kinder eher an Playstation und Handy glauben als etwas vom christlichen Glauben mitbekommen!
Auch wenn ich mir hier einmal mehr ein paar Feinde und Feindinnen bauen werde ( :-)) … wenn ich mit meinen Kindern zum Beispiel in ein islamisches Land auswandern würde:
1. Was würden die mir und meinen Kindern gegenüber ändern um uns ja nicht auch nicht in der geringsten Form zu diskriminieren? Antwort: EINS WENIGER ALS NICHTS!
2. Mir wäre bewusst, dass ich Gast in diesem Land wäre. Andere Länder, andere Sitten.
Ich finde das ganze Cabaret jetzt um Religion, Minarette usw. übertrieben. Wir sollen alles machen um ja ALLEN zu gefallen und es ALLEN recht zu machen. Kommt mir manchmal vor wie eine riesen staatlich veranlasste Arschkriecherei! Besonders, da es oftmals um Andersgläubige geht, in deren Ländern nichtmal das Minimum an Menschenrechten geachtet, respektiert und gelebt wird!
Aber wir Schweizerinnen und Schweizer sollen es ALLEN recht machen müssen! Wer sagt das eigentlich? Gewisse Politiker und gewisse Medien. Das Volk weiss was es will. Wenn es um das Minarett Verbot geht, mag ich es afang nicht mehr lesen, wenn das Resultat der Abstimmung immer mit Diskriminierung in Verbindung gebracht wird! Die Mehrheit vom Volk will das nicht. Das soll man endlich mal respektieren!
Ausserdem will ich an dieser Stelle auch mal anmerken: Es gibt auch Muslime die aus ihrem Land in die Schweiz gekommen sind EBEN weil es ANDERS ist, und nicht islamistisch geprägt!
Zum Thema Glaube und Religion werde ich demnächst mal einen seperaten Beitrag schreiben. Das ist mir ein viel zu umfassendes Thema und würde hier nur zu Verstickungen führen. Ausserdem habe ich nun leider keine Zeit mehr zum Schreiben, weil meine Kinder von der Schnellballschlacht nach Hause kommen und wir nachher auf den Weg gehen. In die Kirche! Zur Weihnachtsfeier von und für Kinder, worauf sich beide meiner Kinder seit vielen Tagen freuen!
Ich will hier nur noch ein Geschichte aus meinem Leben erwähnen, die zeigt, das die Probleme oftmals nur von uns Erwachsenen GEMACHT werden. Kinder haben uns da nämlich einiges voraus !
An der Geburstagsparty von einem meiner Söhne waren viele Nationalitäten als Gäste anwesend. Die verschiedensten Glaubensrichtungen: katholisch, reformiert, buddistisch, moslemisch …
KEINES der Kinder hatte ein Problem. Das läuft dann einfach so, das zum Beispiel das Lied Happy Birthday in vielen Sprachen gesungen wird. Jedes Kind singt das Lied in seiner Muttersprache, das war dann: mundart, hochdeutsch, chinesisch, italienisch, japanisch, tamilisch, serbisch, polnisch, türkisch, spanisch und am Schluss singen ALLE zusammen das Lied in englisch weil das alle können!
Der tamilische Junge hat (zum Beispiel) immer einen Gebetspunkt auf der Stirn. Die Kinder hatten das zu Schulbeginn miteinander diskutiert. Er hat den anderen Kinder erzählt was das ist und warum er das auf der Stirn hat. Und keines der Kinder lacht ihn deswegen aus oder diskrminiert ihn: es gehört einfach zu ihm!
@Thys Flueler
Betreffend Kommentar 11
es ist doch immer wieder interessant, das genau Leute, die um eine Diskussion bitten, dann krass werden, wenn jemand eine andere Meinung hat.
1. Ich bin reformiert
2. Ich verbiete niemandem seinen Glauben oder seinen Nicht-Glauben! WICHTIG: ich lasse ihn mir jedoch auch nicht verbieten!
3. Sie haben hier diese Diskussion eröffnet. Ich schreibe Ihnen hierzu meine Meinung, also kommen Sie mir bitte lieber mit stichhaltigen Argumenten zur Thematik, anstatt mit quasi Unterstellungen an meine Person!
Sie zitieren mich zurück ins Mittelalter, geben mir quasi einen bekehrenden Auftrag und stellen mich auf den gleichen Level wie die Scharia!? Was soll denn das?
Mit solchen Verhalten können sie mich nicht abhalten hier meine Meinung zu vertreten (oder gar zu ändern!) und es zeigt mir nur, dass einmal mehr Leute die eine Intiative lancieren NICHT wirklich interessiert sind an Leserinnen, und schon gar nicht an Kommentatorinnen die eine andere Meinung haben und diese auch vertreten. Lieber suchen sie Schulterklopfer und Ja-Kopfnicker!
Klarstellung:
Ich verbiete gar keine Religion.
Sehe es auch nicht als meine Aufgabe irgend einen *Kulturkampf* zu führen.
Ich habe hier nur meine persönliche Meinung zum Thema gepostet! Mir ist es völlig egal, ob jemand reformiert, katholisch, atheistisch oder was auch immer ist. Will niemanden bekehren und schon gar nicht habe ich einen Auftrag! Danke für die Kenntnisnahme!
ach ja, noch was:
ich trage kein Kreuz um meinen Hals!
Auch sonst keinen Schmuck!
aber wenn ich das Bedürfnis dazu hätte, dann würde ich es tragen!
wann immer und wo immer ich will!
Weil das eine Entscheidung meiner persönliche Freiheit ist …
!
@Aletheia: Ich bedaure, wenn Du diese Äusserung persönlich genommen hast. Das war überhaupt nicht die Absicht und das tut mir leid. Ich wollte lediglich die Konsequenzen Deiner Haltung zugespitzt ausdrücken. Deshalb auch der ironische Hinweis auf die katholische Kirche, weil diese in gewissen Dingen ebenso fundamentalistisch ist, wie gewisse islamische Organisationen.
Hingegen erwarte ich lediglich, dass Du einen konstruktiven Gegenvorschlag machst, wie Du verfassungsmässige Grundsätze unseres Landes wie Rechtsgleichheit, Toleranz und freie Religionsausübung auf einen Nenner bringen willst – ohne, dass wir uns alle bis zu einem gewissen Grad einschränken müssen. Ich habe diesbezüglich einen Vorschlag gemacht, den Du nicht akzeptieren magst, was Dein gutes Recht ist.
Die islamischen Länder, die Du erwähnst, beruhen gerade nicht auf unseren abendländischen Grundsätzen der Menschenrechte, sondern auf der Scharia, der islamischen Gesetzgebung. Und ich bin nicht der Meinung, dass wir uns – mit umgekehrten Vorzeichen – gleich verhalten sollten. Und die Scharia möchte ich schon gar nicht als Verfassungsgrundlage.
Übrigens, dass ich dich Duze, hat mit der Netiquette zu tun, das ist so üblich im Internet :-)
@Thys:
Ich finde deine Haltung Aletheia gegenüber etwas krass. Wie gesagt, finde ich die Idee der Initiative grundsätzlich gut, aber die Vorgehensweise, die du hier an den Tag legst, finde ich etwas abstossend: Solange man ins gleiche Horn bläst, ist man Freund, und sobald jemand eine andere Meinung hat, wird er gleich verurteilt und zum feindlichen Lager gezählt.
Ich glaube, man muss die Initiative gut ausfeilen, damit man zum Schutz gegen Disskriminierung nicht neue Disskriminierung schafft. Aletheia ist sehr kritisch und bringt als zweifache Mutter praxisnahe Erfahrungen mit, was den Umgang in der Schule betrifft. Es ist schlauer, wenn hier synergetisch eine Lösung gefunden wird, anstelle sich zu bekämpfen, wenn man nicht aufs Haar überein stimmt. Und schau es doch aus einer anderen Richtung an: Wenn die Initiative hier auseinander genommen und neu zusammen gesetzt wird und am Schluss besteht, ist sie auch sonst gerüstet im harten Disskusionskampf. ;-)
@ Thys:
Dein Beitrag war noch nicht ersichtlich, als ich mein Kommentar Nr. 16 geschrieben habe, sonst hätte ich es nicht geschrieben. Für den Sarkasmus braucht man die Stimmlage, um ihn zu erkennen, oder man muss die Haltung eines Menschen kennen, damit man merken kann, ob er die wahre Meinung vertritt, oder sarkastisch ist.
aletheia: was ist mit privat schulen? zb christliche gymnasien oder schulen wo sogar nonnen noch unterrichten? bei uns in der schweiz gibts sowas noch und darum denke ich das es sie auch bei euch noch gibt.
die wären dann auf einen schlag verboten?
mich stört nen kreuz an der wand nicht. auch ne nonne (die wurde ja von der kirche geweiht) auch nicht. mich störts aber wenn ein vollteppich mich im warenhaus bedienen würde. wenn die aber auch von ihrer kirche geweiht würde – würd ichs akzeptieren. darum kann man ne nonne und nen kopftuch nicht vergleichen.
hingegen könnte man z.b die darwinsche evolutionstheorie an der schule lehren und den kreationismus. das wäre doch ne interessante sache ;P
Annubis, jetzt muss mir aber helfen bevor ich dir antworten kann …
1.
… ja … was soll ich sagen. Bin auch Schweizerin. Und in der Schweiz … also was meinst nun damit?
2. Was ist ein VOLLTEPPICH der dich im Warenhaus bedienen würde?
k sry dachte du seist aus deutschland – dafür entschuldige ich mich.
wie gesagt was is mit katholischen schulen? wenn du ne strikte trennung willst wären die ja dann auch verboten?
unter vollteppich verstehe ich ne burkatrangende frau. total verschleiert sogar die hände und die augen mit so nem netz zugedeckt. erinnerst dich an den sp gemeinderat der beschlossen hat solche frauen nicht mehr zu bedienen. ich weiss ist jetzt ein bsp aus der zukunft. aber geh nach deutschland da hab ichs schon gesehen
@Annubis
smile. ja schon gut. bin aus der Nähe von Zürich und Schweizerin …
Katholische Schulen sollen so bleiben wie sie sind! Von mir aus muss man auch keine solche Initiative machen, besonders, da man sich die Frage bei dieser stellen muss: WER verlangt den genau eine Änderung?
Wie oben erwähnt, ich trage kein Kreuz. Mich stören die Kreuze auch nicht, wobei ich bei staatlichen Schulen schon verstehen kann, das man auf alle Rücksicht nehmen soll. Aber sicher nicht indem Masse, das keine Weihnachtsfeier und kein Religionsuntericht mehr stattfindet!
@Thys Flueler
1. Duzen hat nichts mit der Nettiquette zu tun! Es gibt auch im Internet durchaus Portale bei denen per Sie geschrieben wird. Mir persönlich würde es nicht in den Sinn kommen immer und überall alle Leute per Du zu anzuschreiben.
2. Wenn es Sie stört, das ich hier per Sie mit Ihnen schreibe, artikulieren Sie sich bitte klar und deutlich. Dann werde ich zum DU wechseln! Jedoch irgendwelche Vorschriften und Hinweise brauche ich nicht.
Aber es ist auch wieder so ein Thema, das Männer einem immer irgendwas, und sei es noch so eine Kleinigkeit vorschreiben wollen!
Habe ich mich beschwert das Sie mich per DU anschreiben?
Nein.
Also gehen Sie bitte einfach davon aus, dass ich selber entscheide auf welcher Basis ich mit wem hier schreibe.
@Thys Flueler
Bitte listen Sie doch mal exakt auf WEN sie damit meinen
Liebe Frau Aletheia. Ich werde Sie selbstverständlich ab sofort Siezen und wollte Ihnen – obwohl Mann – auch überhaupt nicht vorschreiben, wie Sie mit mit mir umzugehen belieben :-) . Ob Sie das Sie oder das Du wählen würden, ging aus Ihrem Beitrag Nr. 4 ganz einfach nicht hervor. Ich hab dann halt das Du gewählt und dafür möchte ich mich höflich entschuldigen.
Aber lassen Sie uns doch zum Thema zurückkehren.
Was ist Ihre Meinung dazu, dass, übrigens, sowohl fundamentalistische evangelikale Christen, wie auch strenggläubige Muslime, mehr und mehr und mit Nachdruck Forderungen stellen, die durchaus den Schulbetrieb stören können. Z.B. das Mädchen im Untericht die Burka tragen, dass sie nicht am Schwimmunterricht oder am Turnunterricht teilnehmen dürfen, dass Sie nicht an Ferienlager teilnehmen dürfen oder dass gewisse wissenschaftlic plausible Lehren (Evolutionstheorie) im Unterricht relativiert werden müssen?
Im Ausland, z.B. in England gehen entsprechende Forderungen inzwischen immer weiter, wie Sie z.B. aus diesem Artikel entnehmen können: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Wenn-Muslime-Geburtshelfer-niederschlagen/story/24584619
Ich denke einfach, dass wir rechtzeitig und vorbeugend saubere Spielregeln erlassen sollten, die einerseits ein Maximum an individueller Freiheit zu lassen und anderseits den Grundsatz der Rechtsgleichheit und der Religionsfreiheit nicht verletzen. In Frankreich ist das einfacher, weil es ein streng laizistischer Staat ist, da kann auch mit der Forderung
die Burka zu verbieten, der Rechtssatz der Gleichheit nicht verletzt werden.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Burka-weg–oder-raus-dem-Land/story/13849829
@aletheia: warum soll man in öffentlichen schulen rücksicht nehmen? vorallem auf die obskuren religiösen gefühle? sicher ned. die schweiz hat einen christlichen hintergrund und das ist auch unsere kultur. was ist daran so schlimm? jeder ist in unserem land willkommen der arbeiten will. wer dann aber anfangt komische forderungen zu stellen, die darin gipfelt das man gewisse weihnachtslieder gar nicht mehr spielt oder ein jingle bels in “Zimsternli hani gern” versaut – das sprengt mein rahmen für tolleranz.
nein wer hier her kommt hat sich anzupassen oder zu verschwinden. und wer sich aufregt wegen ein paar kerzlirituale oder lieder oder weil wir ein kreuz in der flagge haben – der soll in irgend nen wüstenstaat zurück.
@ Carmen. Danke bezüglich Deines Beitrags Nr. 17.
Diese ganzen Auseinandersetzungen zwischen den Religionsansprüchen sind ja auch typisch für das leider nach wie vor “herr”schende Patriarchat.
Und Aletheia hat natürlich vollkommen recht, dass diese Probleme nicht von den Kindern stammen, sondern durch die Eltern gemacht werden. Aber eben, Eltern können Kinder auch dominieren und zu Dingen zwingen, die nicht im Interesse der Kinder sein können.
@Thys Flueler
Ich habe NIE verlangt, das man mich hier per SIE anschreiben muss. Werde auch nicht weiterhin auf diesen Punkt eingehen!
Meine Meinung:
Die befinden sich im falschen Land!
Das es nur schon soweit kommt, das Schweizer versuchen sich sowas mit Initiativen anzugleichen ist bedenklich! Ich bin absolut dagegen das man Leute unterstützt, die Frauen von Geburt an unterdrücken! Ich kann und werde niemals befürworten können, das man Mädchen Zugang zu Unternehmungen verwehrt und sie in ihrer persönlichen Freiheit einschränkt! Das, Herr Flueler … wäre dann ein Rückschritt ins Mittelalter!
Und wo bleibt da die Integration?
Für mich sind solche Leute nicht integriert in der Schweiz! Wenn jedoch nur integrierte Leute Schweizer Bürgerinnen und Bürger werden können, stellt sich erneut die Frage: WER stellt die Forderungen das Sie denken es braucht ihre Initiative?
Bei Ihrem Beitrag schreiben Sie, ich zitiere:
Hierzu würde mich ebenfalls interessieren wer “WIR” ist …
@aletheia.
Ich bin vollkommen Ihrer Meinung, dass es nichts verwerflicheres gibt, als Frauen von Geburt zu unterdrücken und in ihrer persönlichen Freiheit einzuschränken. Allerdings sind in den letzten Jahren diesbezüglich eher Rückschritte zu verzeichnen. Z. B. ist der durchschnittliche Einkommenunterschied auf 20% gestiegen. Und wie die Gleichstellung von Frau und Mann erreicht werden kann – darüber gibt es zweifellos verschiedene Meinungen. Der Teufel liegt allemal im Detail.
Hinter dem Vorschlag der Initiative stehe ich und ein paar Freundinnen und Freunde von mir: http://www.facebook.com/group.php?gid=240046535549
@Annubis
betreffend deinem Kommentar NR 25
Du hast schon auch recht, jedoch finde ich, man muss auch mal darüber disskutieren, dass es immer mehr Schweizerinnen und Schweizer gibt die keine Konfession haben! In den meisten Diskussionen wird von Ref. Kath. und anderen Glaubensrichtungen geredet, selten wird an die Atheisten gedacht! Und da reden wir auch von Schweizerinnen und Schweizer!
Das ich persönlich absolut dagegen bin, dass Schulweihnachten abgeschafft wird, sollte nach meinen Beiträgen hier klar sein.
Hier muss ich mal ausnahmsweise einen Mann unterstützen. Ich teile absolut die Meinung von Thys und bin prinzipiell dafür, dass sämtliche religiösen Feste und Feiern im öffentlichen Leben – also auch in Schulen – abgeschafft werden. Religion ist Privatsache und hat als solche im öffentlichen Raum nichts, aber auch gar nichts, zu suchen, sondern hat als Privatsache auch in der Privatsphäre statt zu finden.
Dass Kinder in den Schulen Feste feiern, dem steht überhaupt nichts entgegen. Aber keine RELIGIÖSEN Feste! Man kann z.B. mit den Kindern statt Weihnachten auch Wintersonnenwende feiern und sich darüber freuen, dass die Tage wieder länger werden und wieder mehr Licht in unser Leben kommt.
Zum Initiativtext:
Das Problem liegt meiner Meinung nach in der Definition von “religiöse Symbole”. Das ist mir ein wenig schwammig. Ein Kopftuch ist kein religiöses Symbol, es ist eher ein kulturelles Symbol oder für manche einfach ein Kleidungsstück. Auch eine Burka, Tschador etc… ist kein religiöses Symbol, von da her wird es gar nichts gegen Verschleierung in Ämtern (siehe Grenchen) etc beitragen. :-/
Das Problem scheint mir zu sein, dass Muslime/Musliminnen das je nach Bedarf anders auslegen. Einmal als kulturelles, dann aber wieder als religiöses Symbol. Das macht die Einstufung so schwierig.