Adventszeit. Schöne heile Zeit? Nicht für Alle! Auch in der Schweiz gibt es viele Menschen, insbesondere alleinerziehende Mütter und Kinder, die finanziell untendurch müssen und in Armut oder an der Armutsgrenze leben!
Nichts mit heiler Welt und Weihnachtsgeschenke – Einkaufstour! FrauenBlog will genau diesen Menschen auch eine Stimme geben!
Schreibt uns eure Situation an die Maildresse redaktion@frauenblog.ch
Da es nach wie vor ein gesellschaftliches Stigmata gegen Menschen gibt, die in Armut leben, verstehen wir natürlich, wenn ihr eure realen Namen nicht veröffentlichen wollt.
Schreibt uns etwas zu Eurer finanziellen und familiären Situation. Frau oder Mann? Ob ihr alleine lebt, oder Kinder habt, wenn ja wieviele, alleinerziehend oder verheiratet und wie Ihr Euch fühlt im ganzen kommerziellen Weihnachtsrummel und was ihr Euch wünscht und was diese Zeit und Eure Situation für Euch bedeutet. Wir werden Eure Beiträge anonymisiert publizieren.
Lasst uns der Armut in der Schweiz eine Stimme geben!
Unterstützt uns mit euren Beiträgen und Situationsberichten zu diesem Thema.
Herzliche Grüsse,
Redaktion FrauenBlog Schweiz






Genau dieses Thema war vor zwei Tagen Gegenstand “der Club”-Sendung auf SF1. Hat jemand von Euch diese Sendung gesehen?
Bezeichnenderweise wurde in dieser Sendung die Armut von 2 Frauen vertreten. Ihnen gegenüber sassen 4 Männer aus Wirtschaft und Politik, sowie ein Mann als Vertreter der Caritas, der eine kürzlich durchgeführte Studie über “Armut in der Schweiz” präsentierte.
Ich musste mich zwingen, diese Sendung bis zum Ende anzusehen, denn ich bin beinahe explodiert. Während die Frauen darlegten, wie verzweifelt ihre Situation ist, und wie sie sich seit Jahren vergeblich um einen Arbeitsplatz bemühen, wurden sie von den Männern beschwichtigt und damit vertröstet, dass in der Schweiz niemand verhungern müsse. Das kann es doch nicht sein! In der nach wie vor reichen Schweiz vergleicht man die Situation von armen Menschen (in der Regel Frauen) mit der Situation von Menschen in Burkina Faso?! Eine dieser Frauen legte dar, dass sie während 38 Jahren berufstätig war. Sie hat also während dieser langen Zeit am wirtschaftlichen Erfolg und am Bruttosozialprodukt der Schweiz tatkräftig mitgearbeitet. Und am Ende soll sie nun also, mit 57 Jahren, noch dankbar sein, dass sie nicht verhungern muss!!! Das ist ein Skandal!
ja Martha! ich habs gesehen, allerdings nur ein Teil davon! hab mich derart aufgeregt, auch wegen der Moderatorin! Kaum will eine Frau etwas konkret sagen wird sie unterbrochen. Das kanns nicht sein. Hab dann umgeschaltet … hab mich nur noch genervt …
Ich rege mich noch immer masslos auf. In einem Land, in dem es möglich ist, dass ein Daniel Vasella soviele Millionen pro Jahr verdient, dass man sich die Zahl nicht einmal mehr merken kann, sind solche Situationen einfach unglaublich und eine Schande für unser Land. Das hat nichts mit Sozialneid zu tun. Ich gönne Herrn Vasella und all den Investmentbankern ihre Millionen, allerdings unter der Voraussetzung, dass sie für unser Land und dessen Bevölkerung etwas tun. Wenn sie mit ihrer Arbeit erreichen, dass in der Schweiz niemand mehr auf Sozialhilfe angewiesen ist, sei ihnen jeder erdenkliche Betrag gegönnt. Aber nur in die eigenen Taschen zu wirtschaften – auf Kosten der restlichen Bevölkerung – dafür gibt es nur ein Wort: SKANDALÖS!!!
Tagesschau von gestern:
Jeder 10. Mensch (das sind 10% unserer Bevölkerung!) lebt in der Schweiz unter der Armutsgrenze! Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie sich diese Abzocker noch im Spiegel beim morgendlichen Rasieren ansehen können statt sich in Grund und Boden zu schämen. Und die finden sich selber auch noch gut! Was für eine absurde, boshafte, gemeine Welt, die Männer sich zusammengebastelt haben und unter der nach wie vor in erster Linie Frauen und Kinder leiden müssen. Wie schon an derer Stelle erwähnt: Wir sind auf dem Weg, zur Bananenrepublik zu verkommen.
Vorallem Frauen. Wenn man als Frau von einem “normal verdienenden” Mann ein Kind bekommt, stellt man sich schon mit einem Bein in die Grube! denn wenn die Beziehung nicht hält … steht die Frau nachher da … als Mutter mit Kids und der ganzen Verantwortung.
Viele sind arm. Doch die wenigsten getrauen sich mal über ihre Situation zu schreiben, nichtmal anonym!! derart gross ist die Diskriminierungsgefahr ….
Wisst ihr eigentlich, das laut Bundesgericht ein Mann nie unter das Existenzminimum kommen darf?? … die Frau mit Kindern … aber schon!
Ein finanzielles Manko geht immer auf Kosten der Frau. Die muss dann aufs Sozialamt … und wird Gemeindeschuldnerin …
Die Begründung vom Bund ist:
man will nicht noch mehr administrativen Aufwand. Den würde es geben, wenn Frau und Mann gleich behandelt würden! und weil man nicht noch mehr administrativen Aufwand will … überreicht man in den meisten Fällen wo das Geld nicht reicht … die Arschkarte gallant der Mutter mit ihren Kindern …
Die “Sozialschmarotzer” sind nicht diejenigen, die Geld beim Sozialamt holen müssen. Die wirklichen Sozialschmarotzer sind die Abzocker! DIE müssen gesellschaftlich geächtet werden. Jeden Tag sollte man denen in den Medien den Spiegel vorhalten und ihnen klar und deutlich mitteilen, was für kriminelle und gesellschaftsschädigende Subjekte sie sind. Aber Wirtschaftskriminalität gilt ja nach wie vor als “Gentlemen’s Delikt”. Auch in der momentan aktuellen Ausschaffungs-Initiative der SP ist Wirtschaftskriminalität kein Ausschaffungsgrund.
Sorry, ich meinte natürlich SVP.