Lebensformen

Wie lebt Ihr? Verheiratet, Familie, Single? Lustsingle oder Frustsingle? Auf der Suche oder sich am finden lassen? Glücklich und zufrieden ohne Beziehung?  Warum hast Du Dich für deine Lebensform entschieden? Findest du Beziehungen werden überbewertet?

Bin gespannt welche Statements und Ansichten es hier zu lesen geben wird bei der Diskussion über Liebe & Lebensformen.

42 Kommentare

  1. Martha sagt:

    Ich finde dieses Thema spannend. Aletheia, warum machst Du’s Bruno so leicht? Da sind wohl Deine Mutterinstinkte durchgebrochen. Ich wollte Bruno eigentlich dazu animieren, selbst die Initiative zu ergreifen. Männer können auch mal selbst ihr Frühstück machen und sich nicht immer nur an den gedeckten Tisch setzen!

  2. Aletheia sagt:

    Liebe Martha
    Du hast mal wieder voll recht!
    Ich muss zugeben, von dieser Seite her hab ich das echt nicht betrachtet!
    Aber ich bin ja im lernfähigen Alter ;-)

  3. Bruno sagt:

    Och, ich setz mich gerne an einen gedeckten Tisch und schaue Frauchen zu, wie sie, mit der Schürze umgebunden, meine Spiegeleier zubereitet ;-D

    Was ist ein lernfähiges Alter?

    Ich find Mutterinstinkte ganz gut, hab ja schliesslich auch Beschützerinstinkte.

    Item. Genug der Frozzelei.

    Beziehungen werden durch die Massenmedien mit einer Bedeutung versehen, die völlig an der Realität vorbeigeht. An den überzogenen Erwartungen beider Geschlechter scheitern die meisten Beziehungen.

    Für mich gehts im Kern immer um Freundschaft in allen Facetten. Ich mache keine Trennung zwischen “Freundschaft” und “Liebe” oder “Beziehung”.

    Leider sind mir bis jetzt nur Frauen begegnet, die ganz konkret Abhängigkeiten gesucht haben. Diesen bin ich immer aus dem Weg gegangen. Daher bin ich seit Jahren Single. Einerseits gezwungenermassen, andererseits bin ich auch der Meinung, dass ich mir dadurch die Unabhängigkeit von eigenen hormonellen Zwängen erworben habe – eine Angriffsfläche für Frauen, die Abhängigkeiten suchen.

  4. Martha sagt:

    Wollte mal nachsehen: Schmollt er noch oder bloggt er schon? Er bloggt! Spricht für Dich, Bruno.

    Wenn ich vor dem letzten Absatz einen Stopp reisse, ist mein Kommentar “full ack” (das ist übrigens “lernfähiges Alter”) – Schürze und Spiegeleier klammere ich jetzt mal aus.
    “…seit Jahren Single” – warst Du mal was anderes? – Was warst Du vorher?
    Lebst Du alleine oder bei Mutti? – Wer macht Deinen Haushalt? Wer macht Deine Wäsche? Wer kocht, putzt, bügelt, etc.? – Wage es nicht zu schummeln! Das kriege ich raus!
    “…die Unabhängigkeit von eigenen hormonellen Zwängen…”. – Also, das hab’ ich jetzt dreimal gelesen und verstehe den Sinn noch immer nicht. Was soll das heissen? Sex à la carte, kein Sex, oder selbst ist der Mann? – Ich mag’s nicht, wenn ich was nicht verstehe. Also, bitte, erklär’s mir.

  5. Aletheia sagt:

    @Bruno

    Beziehungen werden durch die Massenmedien mit einer Bedeutung versehen, die völlig an der Realität vorbeigeht. An den überzogenen Erwartungen beider Geschlechter scheitern die meisten Beziehungen.

    In dieser Beziehung bin ich genau deiner Meinung. Massenmedien vertreten kommerzielle Interessen indem sie die Konsumentinnen und Konsumenten mit den hochstilisierten Beziehungenmeinungen impfen. Singles sind ein mehr als kaufkräftiges Zielpublikum. Weder die Politik noch die Wirtschaft hat wahres Interesse den Familiensinn zu fördern. Kinder kosten Geld. Singles bringen Geld. (Frei nach dem Sprichwort: man gönnt sich ja sonst nichts) Viele Menschen überlassen das Denken den Medien. Was man liest, hört oder im TV sieht, wird sofort und ohne eigene Gedanken als Wahrheit anerkannt. Die Gegenseite wird nicht überdacht. Menschen die generell im Meer der Oberflächlichkeit schwimmen und sich von aussen bestimmen lassen fallen darauf rein. Sex und Liebe werden zum Verkaufsschlager. Die innere Leere wird versucht mit Konsumgütern zu füllen. Gefühl fürs Herz reichen schon lange nicht mehr. Es muss auch nach aussen eine perfekt polierte Fassade sein, koste es was es wolle. The Show must go on.

  6. Aletheia sagt:

    @Martha

    Ich lebe allein (mit 2 grossen Hunden), war nie verheiratet und habe es auch nicht vor, geniesse meine “Langeweile” oder besser gesagt den Luxus, über meine Zeit selbst verfügen zu können, und diskutiere und philosophiere gerne. Bin auch gespannt, was Carmen, Aletheia und all die anderen Frauen dazu sagen. Ist eine solche Lebensform egoistisch? – Was meint Ihr?

    Nein.
    Ich finde deine Entscheidung nicht egoistisch!
    Das ist doch das schöne am Leben, dass wir selber entscheiden dürfen was uns gut tut. Wenn Du ein erfülltes Leben hast und diese Entscheidung für dich stimmt hast Du vielen Leuten einiges voraus!

  7. Ruedi sagt:

    Aletheia, deine Fragen scheinen mir sehr wichtig zu sein! Teils deshalb, weil jeder Mensch immer wieder in sich selbst damit beschäftigt ist, teils deshalb, weil es möglicherweise für mich hilfreich ist, mit den Einstellungen, Wünschen und Hoffnungen anderer meinen Blickwinkel verändern zu können, Einsichten zu gewinnen oder zu verändern.

    Ich vermute, dass deine letzte Frage, ob Beziehungen überbewertet werden, für dich nicht wirklich ein Frage ist. ? Möglicherweise vermute ich das auch nur, weil sich diese Frage für mich nicht stellt: ich spüre und weiss, dass Bezüge zu andern Menschen für mich das Leben ausmachen. Dafür lohnt es sich zu sterben.-

    “Wie lebt Ihr?”, ergänzt mit eingrenzenden und zugleich anregenden Detailfragen gibt bei mir dieses Bild:

    Single aus Lust und Frust, manchmal suchend und manchmal hoffend, gefunden zu werden, manchmal glücklich und manchmal traurig ohne Beziehung und wissend: ich habe diese Lebensform nicht gewählt, sie hat sich daraus ergeben, dass ich es jahrzehntelang nicht geschafft habe, an einer Partnerschaft so mitzubauen, dass das Leben für beide zu zweit schöner hätte bleiben können, als dies alleine ist.- Aber noch gibt es Träume und Hoffnungen, die zu haben auch Erwartungen wecken könnten, an denen eine Partnerin scheitern müsste.

    Eine merkwürdige Stille ist in mein Leben eingekehrt, Zeit für Fragen nach dem “wie könnte es sein ?” und “warum ist es so?”. Auch Zeit, der Raben Rufe zuzuhören und zu staunen über welche Distanzen diese kommunizieren und sich immer wieder finden können …

    Auch wenn ich Single bin, koche, bügle, putze und wasche ich immer noch selbst. Früher war ich auch mit Windeln wechseln, Aufgabenhilfe etc beschäftigt.
    Körperliche Nähe fehlt mir sehr, dies ist aber nicht erstaunlich, es hat mir immer schon das gefehlt, das ich nicht hatte.

    Bis jetzt hat sich nur Bruno zu den gestellen Fragen geäussert, es wäre schön, auch von anderen zu lesen. Insbesondere du Martha, du beteiligst dich zwar rege, aber schreibst nichts von dir selber – wie lebst du ?

  8. Martha sagt:

    Also mal der Reihe nach:
    Aletheia sagt ” Weder die Politik noch die Wirtschaft hat ein wahres Interesse daran, den Familiensinn zu fördern.” Diese Meinung teile ich nicht.

    Sowohl Politik als auch Wirtschaft, das Patriarchat, haben das allergrösste Interesse daran, die Familie als Nukleus der Gesellschaft zu erhalten, denn in der Familie werden wir alle vom ersten Tag an darauf getrimmt, die patriarchale Ideologie zu verinnerlichen. In der Familie lernen wir die Basis von Herrschaft, Macht und Zwangsmoral. Zum besseren Verständnis müssen wir wissen, dass die patriarchale Ideologie als Konzept nicht die Unterwerfung der Frau unter den MANN, sondern unter den FAMILIENVATER bedeutet. Sie verlangt ebenso die Unterwerfung der Männer: der Söhne in ihrer Rolle als Arbeiter (Sklaven) und Soldaten.
    Wer hat denn die Familie erfunden? – Nein, es waren für einmal nicht die Schweizer, sondern die Römer, genauer gesagt deren Vorgänger, ca. 3000 Jahre vor ihnen, als das Patriarchat entstand. Die Römer haben das Grundkonzept nur ausgebaut. Grundlage des Römischen Eherechts war die PATRIA POTESTAS. Diese gab dem PATER FAMILIAS uneingeschränkte Macht: die Macht über Leben und Tod. Das männliche Familienoberhaupt, der Vater, hatte die FAMILIA unter seiner Kontrolle und seiner Gewalt. Zur familia gehörten auch die verheirateten Söhne mit ihren Frauen und Kindern, Adoptivsöhne, Sklaven, Vieh und der ganze übrige Besitz. Um Kinder, die im Haushalt geboren wurden (von Ehefrauen, Sklavinnen, Töchtern) am Leben zu erhalten war es erforderlich, dass sie der PATER FAMILIAS, dem sie nach der Geburt zu Füssen gelegt wurden, aufhob. Das hatte die gleiche Bedeutung wie in der heutigen Zeit die Anerkennung der Vaterschaft.
    In jedem Haushalt konnte nur eine Person die Funktion des pater familias ausüben. Auch erwachsene Söhne blieben unter der Autorität des Vaters und konnten daher auch nicht die Rechte eines pater familias erwerben, solange dieser noch lebte. (Vgl. Religion – Papst, etc.!)

    Vor allem Männer verteidigen das heutige Patriarchat noch immer so vehement, weil sie der fälschlichen Meinung sind, sie hätten darin “Macht über die Frauen”. Das sie in diesem System aber selbst “die armen Schweine” sind, ist nur den allerwenigsten bewusst.

    Jetzt muss ich mich um meine Hunde kümmern. Sie sind der Meinung, ich wäre jetzt lange genug am Compi gesessen. Schreibe später mehr und werde auch Ruedi noch antworten.

  9. Aletheia sagt:
      Hart aber Herzlich — Mein persönliches Lebensform – Statement zu Liebe Mann und Partnerschaft

    Ich (45jh) lebe seit 2004 alleine mit meinen beiden Söhnen (jetzt 9 und 10 jährig) In der Zwischenzeit nach meiner Scheidung hatte ich ein Jahr lang eine Beziehung die ich in voller Liebe beendet habe. Klingt wahrscheinlich unlogisch für manche Leserin und manchen Leser. Aber es war so. Ich hab sosehr unter der Trennung gelitten, dass ich mich anschliessend entschieden hatte 2 Jahre völlig abstinent zu leben. Jenseits von irgendwelchen Männergeschichten. Als Frau war ich nur für den wichtigsten Menschen in meinem eigenen Leben da: für mich! Trotz krassem Herzschmerz und Literweise vergossenen Tränen habe ich diesen Schritt nie bereut. Im Gegenteil.

    Vor meiner Ehe, habe ich in einer langen Beziehung gelebt. Ein paar Jahre als überzeugter Single. Eine Zeit lang als exessiver Single, frei nach dem Motto: Lieber zwei Ringe unter den Augen als einen am Finger … Und eine Zeit als Single auf Partnersuche. Jede Form die ich wählte, hat in der entsprechenden Zeit zu mir gepasst. Abgesehen von der Tatsache, dass ich geheiratet hatte, bereue ich nichts.

    Für mich persönlich ist Liebe Liebe. Man hat Liebesgefühle für eine Person oder eben nicht. Für eine feste Beziehung braucht es für mich mehr als Liebe. Liebe geschieht in der Dimension des Seelischen. Beziehung in der Gedanklichkeit. Man muss mit seinem Partner auf der gleichen Ebene schwingen. Miteinander reden können, egal um was es geht. Beide müssen auf dem gleichen Level sein mit ihren Vorstellungen von einem gemeinsamen erfüllten Leben. Auch sexuell. Es kann nie gut gehen, wenn in einer Partnerschaft eine Person ein sexueller Mensch ist mit vielen Bedürfnissen und der andere Part nicht viel auf sexuelles Ausleben gibt. Das ergibt in einer Beziehung ein Dilemma. Denn Niemand MUSS für jemanden etwas machen das die Person selber nicht will. Aber die andere Seite, muss auch ihren Weg machen können, nach den eigenen Bedürfnissen auf dem eigenen Lebensweg hin zu sich selber. Für mich passt es dann einfach nicht. Denn wenn, dann möchte ich eine WinWin Beziehung. Und nicht ein Arragement, auf Kosten des Partners.

    Gegenseitiges akzeptieren ist für mich die Basis einer Beziehung. Beide müssen sich gegenseitig akzeptieren können wie sie sind! Nicht die Eigenschaften werten vom anderen in positiv und negativ. Sondern es ist einfach so. Man liebt und akzeptiert sich wie man ist. Denn schlussendlich machen auch genau die Makel die Persönlichkeit des anderen aus. Wären die nicht vorhanden: wärs eine andere Person! Je authentischer jeder für selber ist, je intensiv erlebnistiefer kann eine Partnerschaft gelebt werden.

    Ich sehe Liebe nicht als Bringschuld. Auch nicht als Lückenfüller. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch seinen passenden Partner findet, wenn er sich selber gefunden hat. Wenn man sich selber gern hat und mit sich einverstanden ist. Wir Menschen sind wie Magnete. Was wir glauben und woraus wir lernen müssen ziehen wir in unser Leben. Und wir können nur etwas weitergeben an einen anderen Menschen wenn wir es selber haben und fühlen können.

    Kommunikation ist für mich in einer Partnerschaft extrem wichtig. Und zwar miteinander reden. Man muss über etwas reden können, ohne immer das Ziel zu haben den anderen von seiner Meinung überzeugen zu müssen. Es kann auch zwei Meinungen geben die zu akzeptieren sind. Viele reden in einer Partneschaft, aber meistens über die Anderen, über die Geschehnisse. Und nicht über sich selber und die eigenen Bedürfnisse. Das ist Entfremdung.

    Ebenfalls verabscheue ich jede Art von Kontrolle. Ich brauche das nicht. Lege auch nicht jeden Tag Rapport ab was ich den ganzen Tag durch gemacht habe. Wenn ich eine Beziehung habe, will ich meinem Partner vertrauen können. Ich will keine Abhängigkeit. Würde das Gefühl von Freiheit zu stark vermissen. Für mich heisst eine Beziehung leben nicht Freiheit und Persönlichkeit aufgeben.

    Einsam bin ich nie. Das einzige Mal als ich in meinem Erwachsenenleben Einsamkeit erlebte, war in meiner kurzen Ehe. Ansonsten, ist das ein Zustand unter dem ich nicht leide. Ich komme bestens mit mir selber aus und mir ist nie langweilig. Im Gegenteil, manchmal wünschte ich mir, es wäre mir mal so richtig voll fett langweilig.

    Ich glaube an langanhaltende erfüllende Beziehungen. Kann aber momentan in meinem Leben nicht sagen, ob ich nochmals mit einem Mann zusammenleben würde. So richtig, gleiche Wohnung usw. Schliesse das aber auch nicht aus. Ebenfalls erwarte ich von mir nicht, dass ich das zum jetztigen Zeitpunkt in meinem Leben wissen muss. Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung. Ich bin nicht auf der Suche nach einer Partnerschaft. Aber auch nicht verschlossen ein Mann in mein Leben zu lassen. Ich lasse mich in dem Sinne vom Leben überraschen wer meinen Weg kreuzt.

    Ich bin Single aus dem einfachen Grund, das ich zur Zeit keinen Mann liebe. Ich habe keine Beziehung weil ich momentan keinen Mann liebe und auch keinen kenne, der Substanz hat und authentisch ist. Der seinen inneren Kerl gefunden hat und Frieden mit ihm geschlossen hat. Der liebesfähig ist, und nicht Liebe mit Machtspielen verwechselt. Wenn ich jemals wieder in meinem Leben eine feste Beziehung leben würde, muss es ein Mann sein, der genau soviele Facetten hat wie ich und die auch ausleben will. Ich denke selber. Für viele Menschen ist Liebe wie ein Machtspiel. Da mache ich nicht mit. Wenn ich einen Mann nicht annehmen kann wie ER ist, dann liebe ich ihn nicht. Das gleiche gilt in die andere Richtung. Ich bin wie ich bin. Man(n) kann mich nicht ändern. Solche Unterfangen sind nichts anderes als Manipulation.

    Ich gebe auch nichts drauf auf Aussagen wie: ich liebe dich für immer und ewig. Das ist für mich Blödsinn! Versprochene Liebesgefühle auf Vorrat oder wie? Liebesgefühle kann man nicht machen. Auch nicht kaufen. Auch nicht herstellen. Man hat Liebesgefühle oder nicht. Liebesgefühle entstehen aus dem Augenblick heraus. Man hat sie nicht gestern oder morgen, man fühlt sie nur im jetzt. An die Liebesgefühle von gestern kann man sich erinnern. Die von morgen kann man sich vorstellen. Aber wirklich fühlen, kann man sie nur in der Gegenwart. Und das ist für mich Liebe. Alles andere sind nur Erinnerungen und Vorstellungen. Deshalb ist es für mich absurd, Liebe im Voraus zu versprechen. Und das spezielle an Liebesgefühlen ist doch gerade ihre Intensität und die damit verbunde Freiheit! Man kann einem Menschen Ehrlichkeit versprechen, Treue, Offenheit, usw. aber sicher nicht Gefühle im Voraus.

    Also, falls ich einmal einen solchen Mann kennen lerne und liebe … werde ich auch gerne Tisch decken und Spiegeleier machen … egal ob mit Schürze …. oder ob nur mit Schürze ;-)

    Und wenn ich ihn in diesem Leben nicht kennen lerne. Dann bin ich trotzdem glücklich. Einfach auf eine andere Art und Weise.

    @Martha
    Ich wasche und bügle. Auch wenn ich eine Partnerschaft hätte. Darüber diskutiere ich nicht einmal mit meinem Partner. Das ist einfach so. Ich würde durchdrehn wenn ein Mann meine Wäsche waschen würde … und ich bügle sehr gerne. Vorallem Hemden. Und dann kommt alles Milimetergenau an den genau richtigen Ort im Schrank. Smile. Und wenn mein Partner krank ist, mach ich auch die Krankenschwester für ihn. Von Herzen. Das war auch so, bevor ich Kinder hatte, also meine Mutterinstinkte noch weniger ausgeprägt waren ;-)
    Liebe leben heisst für mich, einander zu unterstützen auch wenns mal miese Zeiten sind.

    Miteinander.
    Nicht gegeneinander
    Nicht hintereinander.
    Nicht nebeneinander.
    Sondern miteinander.

  10. Aletheia sagt:

    @Martha

    In der Familie lernen wir die Basis von Herrschaft, Macht und Zwangsmoral. Zum besseren Verständnis müssen wir wissen, dass die patriarchale Ideologie als Konzept nicht die Unterwerfung der Frau unter den MANN, sondern unter den FAMILIENVATER bedeutet.

    Ich bin seit vielen Jahren alleinerziehende Mutter, in wahrsten Sinne des Wortes. 7 Tage die Woche. Meine Kinder haben keinen sozialen Vater mehr. In dem Sinne nur einen biologischen Erzeuger. Also unterwirft sich in meiner Familiensituation niemand dem *Familienvater*

  11. Martha sagt:

    Aletheia
    zu Kommentar Nr. 9:
    Dein Diskurs über Partnerschaft ist wunderschön, klingt für mich aber nach so einem Ratgeber-Buch “Wie führe ich eine perfekte Partnerschaft”. Wenn Du das alles ernst meinst und auch im realen Leben durchziehen kannst, dann ist der Glückspilz, der Dich hoffentlich bald findet, echt zu beneiden. Bleibt nur zu hoffen, dass derjenige das dann langfristig genau so sieht. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

    Deinen hausfraulichen Ambitionen will ich keinesfalls im Wege stehen. Aber ich habe gewisse Vorbehalte gegenüber Männern, die ihr Single-Leben preisen und dann “bei Muttern futtern”. Damit sage ich nicht, dass das auf Bruno zutrifft, vorläufig hält er sich ja noch bedeckt. Mal ehrlich: Ich kenne keine Mutter, die für ihre Tochter die Wäsche macht oder bei ihr putzt. Ich kenne aber mehrere Söhne, die auch mit 20, 30 oder 40 Jahren noch bei Mutti wohnen, oder wenn der Sohn alleine lebt, dann geht Mutti 3x die Woche waschen, bügeln, putzen und kocht auch noch vor, damit “der Bub” sich nach seinem anstrengenden Arbeitstag nicht auch noch damit befassen muss.

  12. Aletheia sagt:

    Liebe Martha
    Weiss nicht genau welchen Teil du jetzt meinst im Bezug auf Ratgeber Buch. Schreib doch albis den Kommentar mit BLOCKQUOTE (Beschreibung unter dem Menu FAQ)

    Ich habe in jüngeren Jahre aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit Männer und Beziehungen auf der Suche nach Antworten auf meine persönlichen Fragen … viele Bücher gelesen, über Liebe, Beziehung usw. Weil ich damals noch dachte, ich lebe auf einem anderen Stern …

    ich habe viel gelernt auf dem Weg zu mir selber als Frau aus diesen Bücher und durch meine vergangenen Erlebnisse und Erfahrungen. Manchmal als Sprungbrett zu eigenen Gedanken. Manchmal als Hilfe zu eigenen Erkenntnissen. Ich finde es nicht negativ Ratgeberbücher zu lesen.

    Ich mache jedoch keine Anspruch auf eine *Perfekte Beziehung*. Und wenn eine Perfekte Beziehung heissen soll: Harmonie ohne Ende und nie Streit. Dann reden wir von Illusion. Nicht von Beziehung.

    Aber ich weiss sicher für mich als Frau, welche Grundvoraussetzungen ich brauche wenn ich mich auf eine Beziehung mit einem Mann einlassen würde. Es wäre wohl auch eher schlecht wenn das nicht so wäre in meinem Alter ;-)

    Was ich hier schreibe, ist meine eigene Meinung. Meine Bedürfnisse. Meine Vorstellungen. Meine Wünsche. Das ist einfach so. Wie andere Menschen das sehen, finde ich interessant, aber es bleiben meine Bedürfnisse, und die müssen einzig und alleine nur für mich als Frau stimmen.

  13. Aletheia sagt:

    @Martha

    Ich kenne aber mehrere Söhne, die auch mit 20, 30 oder 40 Jahren noch bei Mutti wohnen, oder wenn der Sohn alleine lebt, dann geht Mutti 3x die Woche waschen, bügeln, putzen und kocht auch noch vor, damit “der Bub” sich nach seinem anstrengenden Arbeitstag nicht auch noch damit befassen muss.

    Bei diesen Tatsachen liegt die Ursache nicht alleine bei den Männer. Auch wir Frauen tragen Verantwortung. Und es gibt auch viele Mütter, die sich ihren erwachsenen Söhnen regelrecht aufzwängen mit der Erledigung der Hausarbeiten für ihren Junggesellen.

    Die meisten Buben werden auch heutzutage die meiste Zeit von Müttern grossgezogen. Es liegt demzufolge auch in der Verantwortung der Frau. Wie sie ihre Kinder aufzieht, welche Wertvorstellungen den Buben vermittelt werden.

    Meine Söhnen habe schon heute jeder seine Aufgaben, auch im Haushalt. Sie lernen auf eigenen Wunsch kochen. Einer strickt gerne (kein Scherz) und Frühstück … macht der Grössere von den Beiden meistens für uns alle drei. Weil er meistens der Erste ist der aufsteht und sich eines Tages selber dazu entschieden hat für alle das Frühstück zu machen.

    Sie wachsen also im Bewusstsein auf, das wir alle hier leben und alle etwas dazu beitragen müssen. nicht einer macht Unordnung und eine räumt auf ;-)

  14. Martha sagt:

    zu 12:
    Wenn Dir diese Bücher helfen können, ist es völlig in Ordnung, sie zu lesen. Sind die Bücher, die Du liest, mehrheitlich von männlichen oder weiblichen Autoren geschrieben? Solche Bücher sind in der Regel sehr manipulativ und – in gewissem Sinne – nicht ungefährlich. Also: kritisch bewerten und mit Vorsicht geniessen. So manches, was auf den ersten Blick gut, lieb, nett und logisch klingt, entpuppt sich auf den zweiten Blick als Eigentor.

  15. Aletheia sagt:

    Von Autorinnen und von Autoren.

    Ich bin schon immer in meinem Leben meinen eigenen Weg gegangen. Habe auf mich und meine Intuitionen gehört. (sonst wäre ich wohl auch nicht zu mir gestanden und hätte eine Beziehung beendet, weil ich wusste das sie gegen meine Bedürfnisse geht, obschon ich diesen Mann noch liebte)

    Wenn ich etwas lese, egal um welches Thema es geht, bin ich durchaus fähig für mich selber zu bestimmen. Ich lasse mich mit meinen eigenen Bedürfnissen auch nicht nach herkömmlichen Tabu und Moralvorstellungen werten. Egal was mein Umfeld sagt. Egal in welchem Bereich. Ich mache was mir gut tut.

  16. Martha sagt:

    zu 10:
    Ich habe von der patriarchalen Ideologie als KONZEPT gesprochen. In Deiner Familie muss sich niemand weder dem Mann noch dem Vater unterordnen. (Matriarchale Kulturen kannten übrigens NUR einen SOZIALEN Vater. Der biologische Vater war damals völlig uninteressant. Aber darüber ein andermal, passt jetzt nicht so richtig.)

    In Kommentar Nr. 5 schreibst Du “Weder die Politik noch die Wirtschaft hat wahres Interesse, den Familiensinn zu fördern.” Genau auf diesen Satz habe ich Bezug genommen. Dabei ging und gehe ich nicht davon aus, dass Du diese Aussage auf DEINE Familie bezogen hast, sondern auf die Familie in ihrer gesellschaftspolitischen Bedeutung. Genau das habe ich auch getan. Weshalb wohl, glaubst Du, haben es alleinerziehende Mütter in unserer Gesellschaft so schwer? – Weil diese Form von “Familie” nicht mit dem patriarchalen Weltbild übereinstimmt. Solche Familien werden ganz bestimmt nicht gefördert! Am liebsten würde man sie ganz abschaffen, aber so einfach geht das glücklicherweise heute nicht mehr.
    Ich habe vor nicht allzu langer Zeit einen SVP-Vertreter (hab’ den Namen LEIDER vergessen) im TV anlässlich einer Parlamentsdebatte sagen hören: Die alleinerziehenden Frauen wären an ihrer misslichen Situation selbst schuld. Sie hätten ja bei ihren Männern bleiben können! – Ich frage Carmen wohl besser nicht, was sie davon hält.

  17. Aletheia sagt:

    Smile Martha
    Das stimmt, ich kenne diese dämliche Aussage auch!

    Dazu werde ich sowieso einmal einen Blogbeitrag veröffentlichen. Denn mich trifft es noch krasser. Belebe noch eine Randgruppe mehr … als *nur* alleinerziehend! Doch wie geschrieben. Zu dem Teil aus meinem Leben … gibts ein andermal mehr zu lesen, in einen seperaten Blogbeitrag.

  18. Aletheia sagt:

    @Ruedi

    ich habe diese Lebensform nicht gewählt, sie hat sich daraus ergeben, dass ich es jahrzehntelang nicht geschafft habe, an einer Partnerschaft so mitzubauen, dass das Leben für beide zu zweit schöner hätte bleiben können, als dies alleine ist.

    Wäre interessant zu wissen wie alt du bist.
    Ich denke, schlussendlich wählen wir selber. Die Lebensform wählt nicht uns. Wir wählen sie. Auf welchem Weg auch immer.

  19. Martha sagt:

    @Ruedi
    Endlich komme ich auf Deinen Beitrag zurück. Entschuldige, wenn es etwas gedauert hat. Aletheia und ich sind wohl zur gleichen Zeit am Computer gesessen und so hat sich ein regelrechter Dialog entwickelt.

    Es stimmt, ich habe nicht allzu viel über mich selbst erzählt. Der Grund dafür ist lediglich, dass ich einen solchen Blog eigentlich als Plattform für Diskussionen betrachte, und weniger als Ebene für eine Selbstinszenierung. Aus meinen Kommentaren geht aber wohl schon so einiges über mich hervor, was man von vielen anderen hier nicht weiss.

    Wie ich lebe? – Schwierige Frage. Ich überlege gerade, was ich alles dazu sagen muss, damit Du meine Antwort auf Deine Frage verstehst.

    Also: Auf jeden Fall lebe ich unkonventionell. Eigentlich war mein ganzes bisheriges Leben unkonventionell. Mein Vater starb, als ich 13 war, zu meiner Mutter hatte ich nie ein gutes Verhältnis. Ich war und bin noch immer wissbegierig und als junge Frau wollte ich das Leben ERleben. Der Gedanke, dass ich in der Schweiz geboren war, hier arbeiten, vielleicht heiraten, Kinder haben und am Ende hier sterben und begraben sein würde ohne jemals etwas anderes erfahren, erlebt, gesehen zu haben, war für mich unerträglich. So landete ich mit 21 in Südamerika. Ich blieb ein paar Jahre, arbeitete in Buenos Aires und Montevideo, reiste weiter nach Norden und blieb ein halbes Jahr in El Salvador. Kurz vor Ausbruch des Bürgerkrieges zog ich weiter nach San Francisco. Aus den dort ursprünglich geplanten 2 – 3 Jahren wurden schliesslich 6, und dann kehrte ich in die Schweiz zurück. Hier arbeitete ich 15 Jahre wie eine Besessene an meiner Karriere bis mir klar wurde, was für einem Irrsinn ich hinterher hechtete und welchem Wahnsinn ich ausgeliefert war. Eines Tages habe ich alles verkauft, was ich hatte, habe meine Pensionskasse geplündert, meine Ersparnisse zusammengekratzt und bin auf und davon. Ueber einen Umweg über Süditalien bin ich schliesslich auf einer griechischen Insel gelandet, wo ich jetzt seit bald 5 Jahren lebe. Ich habe 2 ausgesetzte streunende Hunde adoptiert (falsch – eigentlich haben die Hunde mich adoptiert). Wir leben hier alle 3 zusammen in einem kleinen Häuschen, schauen aufs Meer und die Nachbarinseln und ich denke jeden Tag, wie gut es mir doch geht. Für schweizerische Verhältnisse lebe ich sehr bescheiden. Ich esse (fast) kein Fleisch, weil mich diese industrielle Tierproduktion äusserst wütend macht und ich mich nicht an diesem Holocaust der Tiere mitschuldig machen will. Ich habe viel gelernt in dieser letzten Zeit. Endlich habe ich Zeit, all die Bücher zu lesen, die ich schon immer lesen wollte (Philosophie, Geschichte – so in dieser Richtung). Endlich habe ich Zeit, nachzudenken (über das Leben, über mein Leben, über Tiere, über das Leben der Pflanzen, Eidechsen, Schlangen etc., etc.). Endlich habe ich Zeit, in warmen Sommernächten stundenlang den Sternenhimmel zu betrachten und den Mond, der sich im Meer spiegelt. Endlich habe ich Zeit, an einem ganz normalen Montag-, Dienstag-, Mittwoch-, Donnerstag- oder Freitagnachmittag am Strand zu liegen und schwimmen zu gehen. Endlich kann ich über meine Zeit frei verfügen!
    Aber ich habe noch anderes gelernt, nämlich zu bohren, schleifen, malen, zementieren und betonieren, kurz: alles möglichst selbst zu machen, was halt so anfällt. Mit Geld muss ich sehr sparsam umgehen, aber das macht nix. Meine Prioritäten haben sich verschoben. Der wahre Luxus heisst nicht mehr Armani, Cartier oder Versacce – auch nicht Mercedes oder BMW – sondern ZEIT und FRIEDEN!

    (Falls das jemanden interessieren sollte, ich bin inzwischen 56 Jahre jung. – Young at heart – slightly older in other places!…aber nur “slightly”.)

  20. Ruedi sagt:

    Aletheia, du hast im Grunde schon recht, ich wähle für mich selber, solange es nur mich selber betrifft. Dies ist auf eine Partnerschaft bezogen nur zu meinem Anteil möglich und gerechtfertigt, weil ich mich und doch in meiner Art respektiert werden möchte, was mir wohl nur dann zusteht, wenn ich denselben Respekt auch zu leben versuche.

    Deshalb war die Trennung nicht meine Wahl, sondern unsere. Gewählt im Sinne von gewollt habe ich das nicht. Und es geht mir ähnlich wie dir: die Liebe bleibt … das macht traurig, fröhlich und ist schön ! Und: bin nach Kalender 53 jährig.

    Dein Beitrag (9) zur eigenen Fragestellung finde ich mutig, stark und herzlich. Hart ? Kann sein, dass du das so empfinden magst, auf mich wirkt es nicht so. Eine herzliche, offene und bestimmte Darstellung deiner Situation, Gesinnung und Einstellungen. Vielen Dank ! Hoffentlich bringen sich noch mehr Menschen in dieser Art zu diesem Thema ein.-

    Die praktische Umsetzung wird dann allerdings ein anderes Kapitel, sobald z.B. eine mit guter Absicht falsch gebügelte Wäschebeige auf dem falschen Tablar liegt. Kannst du dann noch dankbar sein ?

    Damit ich weiter komme, brauche ich immer wieder Einflüsse und Anstösse von aussen, auch von Menschen geschriebene Bücher sind für mich eine bereichernde Quelle. Und ich bin sicher: es könnte auch für viele andere so sein.-

    Selbstbesinnung und -bestimmung, aber auch Toleranz, Respekt und Bescheidenheit gegenüber der Mitwelt wünsche ich allen in ausgewogenem Mass zu finden.

    Wer gerne schiesst (mein Wunsch: der lese weiter), möchte wohl angeschossen werden. Und jeder Mensch kann wählen, ob er zurückschiessen und damit den Krieg mitmachen will.- Oft eine schwierige Entscheidung …

  21. Ruedi sagt:

    Danke Martha ! Deine Entschuldigung ist zwar freundlich, aber für mich nicht notwendig. Dialog geht vor und ich habe auch interessiert euren intensiven Austausch verfolgt ! Entgegen meiner ersten Eindrücke weht hier doch ein konstruktiver Wind, also bleibe ich noch dabei !-

    Mit Selbstinszenierung die von dir eingebrachte Biographie nichts zu tun, schliesslich lautete die Ausgangsfrage auch “Wie lebt ihr”. Eine klare Aufforderung, von sich selbst zu berichten. Und du tauchst auf, bekommst eine Geschichte, ein Gesicht. Ein bewegtes Leben, jetzt auf der Insel mit deinen zwei Lebensgefährten. Modern Times, weibliche Nachfolgerin der Wüstenväter ? Wäre ja höchste Zeit ! Auch die Philosopietablare warten auf weiblichen Ausgleich – stell dir vor Martha nebe Sokrates (das meine ich genau so, ohne List und böse Absicht), wäre das was für dich ? Ich meine solange unseren Nachfahren nur die alten Prägungen mitbekommen, kann sich ja kaum etwas bewegen. Auch viele Mütter kommen so nicht weiter, erziehen weiter nach veralteten Schemen europäischer Kultur.

    Es bleiben noch eingangs gestellte Fragen offen, magst du darauf eingehen ?

    aletheia: “Verheiratet, Familie, Single? Lustsingle oder Frustsingle? Auf der Suche oder sich am finden lassen? Glücklich und zufrieden ohne Beziehung? Warum hast Du Dich für deine Lebensform entschieden? Findest du Beziehungen werden überbewertet?”

    Und noch ich: Können deine Hunde Teile einer partnerschaftlichen Beziehung ersetzen ?

  22. Aletheia sagt:

    @Ruedi
    Warum soll das nicht möglich sein? Ich kenne Paare, die so leben. Sie akzeptieren einander wie sie sind und respektieren sich und ihre eigenen Bedürfnisse. Ich kenne auch ein Paar, das seit sehr vielen Jahren zusammen ist. Beide sind miteinander und aneinander gewachsen.

    Es ist völlig egal welche Lebensform man wählt, es kommt immer auf die praktische Umsetzung an. Und genau weil ich über mich selber bestimme, lebe ich *nur* in einer Beziehung wenn die Basis stimmt.

    Alles andere, geht nach meinem Geschmack voll am eigenen Leben vorbei. Und wie ich schrieb, ich bin nicht unglücklich nur weil ich jetzt keine feste Beziehung habe. Das Leben hat auch so seinen Reiz, und man muss nie Rücksicht nehmen. Kann also nach Lust und Laune drauflos leben.

  23. Ruedi sagt:

    Aletheia, deinem Statement kann ich nur zustimmen. Ich bin mir nicht bewusst, dass ich die Möglichkeit einer funktionerenden Partnerschaft jemals ausgeschlossen hätte. Wirken meine Aeusserungen so ?

    Es bleibt für mich einfach die Tatsache, dass ich getrennt lebe, obschon keines gestorben ist, Eheversprechen hin oder her … dabei war ich sicher der beste Partner, nur nicht fähig und gewillt zu genügen …

  24. Martha sagt:

    Dass ich Single bin, ist wohl keine grössere Neuigkeit mehr.
    Lustsingle oder Frustsingle? – Beides. Lustsingle, weil ich mein Leben, so wie es ist, in vollen Zügen geniesse und mir zur Zeit nichts anderes vorstellen könnte. Frustsingle auch. Aber nicht so, wie das normalerweise interpretiert wird. Ich bin keineswegs “gefrustet”, Single zu SEIN, aber ich bin über viel Beziehungsfrust zum Lustsingle geworden. Eine Frau wird vom sozialen Umfeld dermassen auf Beziehung oder gar Ehe getrimmt, dass auch ich früher geglaubt habe, ich bräuchte unbedingt einen Partner. Meine Grossmutter hat mir vor 30 Jahren erklärt, sie könne nicht sterben, bevor ich nicht verheiratet wäre. Ich habe ihr dann die schönen Seiten des Single-Daseins beschrieben, dass ich mich z.B. nicht mit Fussball oder der Sportschau im TV langweilen müsse, dass ich mich nicht mit notorischen Lügnern herumquälen müsse, und noch so ein paar weitere Dinge. Die Antwort meiner Grossmutter war: “Häsch eigentli rächt. Und d’AHV chasch denn au emal äläi verbutze.” Kurze Zeit später ist sie gestorben. – Naja, ich habe trotzdem den einen oder anderen Feldversuch gewagt (und das weltweit!), hat aber nie wirklich funktioniert. Es kann sein, dass ich zu grosse Anforderungen stelle. Allerdings stelle ich an niemanden grössere Anforderungen als an mich selber. Vielleicht ist meine Messlatte einfach zu hoch.

    Es heisst, dass man sich zuerst selber lieben müsse, bevor man jemand anderen lieben könne. Damit konnte ich lange Zeit nichts anfangen. Wie liebe ich mich denn selber? Liebe ist doch etwas, das man gibt, das man verschenkt, dachte ich immer. Kürzlich hat mich ein Mann gefragt, ob ich mich selber lieben würde. Und da höre ich mich doch selber sagen: “Ja, ich liebe mich selber. Ich liebe mich selber, weil ich ehrlich und aufrecht durchs Leben gehe, weil ich niemanden belüge, betrüge oder bestehle, weil ich den einen Satz, der mir jede Religion ersetzt, beherzige, der da heisst: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg’ auch keinem andern zu!” – Ich war paff über mich selbst. Wie kam ich nur zu dieser Antwort? Eigentlich hatte ich nie bewusst darüber nachgedacht.

    Sex? – Selbst ist die Frau! Ich werde mich hüten, mich mit diesen oberpatriarchalen Griechen einzulassen! Ich habe auch schon darüber nachgedacht, die Seiten zu wechseln und es mit einer Frau zu versuchen. Hat sich aber nie ergeben. Und unbedingt muss es ja nicht sein.

    Alles klar?

  25. Martha sagt:

    Die Frage betr. Hunde habe ich vergessen zu beantworten.

    Anlässlich eines Ausflugs nach Engelberg habe ich dort an einem Kiosk eine Postkarte gefunden. Ich habe sie gekauft, eingerahmt und aufgestellt. Auf dieser Karte ist eine nachdenkliche Frau abgebildet. Darunter steht:

    “Hund oder Mann? – Die Frage ist doch, lasse ich mir nur meinen Teppich versauen oder mein ganzes Leben?”

    Männer, nicht gleich ausrasten! Man(n) kann ja auch mal Humor beweisen. Wie viele Blondinenwitze haben wir schon aushalten müssen?!
    Aber im Ernst: Ich lebe mit meinen Hunden in einer symbiotischen Beziehung. Wir profitieren gegenseitig voneinander, und zwar zu gleichen Teilen (was ich von den Männern in meinem Leben eigentlich nie behaupten konnte). Ich gebe meinen Hunden Sicherheit, ein Dach über dem Kopf, medizinische Hilfe, Nahrung und Geborgenheit. Dafür kriege ich zurück Schutz, Sicherheit, Gesellschaft, Begleitung und uneingeschränkte Loyalität.

  26. Ruedi sagt:

    Liebe Martha – keine Spur von Ausrasten, sondern vielen Dank für die geschenkte Lachpause ! Fägt ! Wie wäre es mit Thema “Lachen”, im Sinne von Erheiterung, ich mag nicht immer nur ernsthafte Diskussionen führen…

    Danke für die Ergänzung die Hunde betreffend. Ich kann diese Bezüge nachvollziehen, so wie du es schilderst (hatte selber lange Zeit einen so treuen Begleiter).

    Hier schneits ! Gruss auf die Insel !

  27. Aletheia sagt:

    @Ruedi
    Dann schreib doch einen neuen Beitrag mit etwas Lustigen.
    Gibt hier auch eine Kategorie Namens UNTERHALTUNG …
    http://www.frauenblog.ch/archiv/a/

  28. Martha sagt:

    Wo ist eigentlich Bruno geblieben? – Doch nicht so mutig, wie er gesagt hat? – Hey, Bruno, was ist los?

  29. Ruedi sagt:

    Ueberhaupt:

    liebe Mitleserin, lieber Mitleser: BIST DU DA ?

    Hallo !

    MACH DOCH MIT ! Kann ja nicht sein, dass du einfach keine Meinung hast und nichts willst. Zudem wäre es eine willkommene Bereicherung !

  30. Bruno sagt:

    Ach, liebe Martha, hab nicht gemerkt, dass ich den Fred noch abonnieren müsste ;-D

    Und schon steht mann als Feigling da ;-D

    Item.

    Interessant: So hast Du doch Dein Glück gefunden, ganz ohne Kerl, ganz bei Dir. Herz, was willst Du mehr?

    Ich wasche, bügle usw. selbst, was mir mehr als schlecht als recht gelingt. Aber es geht. Ganz sicher brauche keine Frau dafür, wie Deine Spitze wohl implizieren könnte.

    Zur Unabhängigkeit von den hormonellen Zwängen: Männer sind durch ihre Sexualtrieb leicht kontrollierbar oder geraten leicht ausser Kontrolle. Ich wenigstens ;-D Selbst ist der Mann also, mehrheitlich oder dann à la carte im feinsten Restaurant.

    Nochmal item.

    Ich war mal was anderes als “Single” und trotzdem allein. Aber das ist eine Geschichte, die erzähle ich nur Menschen, die mir nahestehen.

    Ich bin von Natur aus nicht auf Zweisamkeit, sondern mehr auf Einsamkeit aus. Und hege Sympathien für die Polyamorie. Hierbei manifestiert sich der Grundgedanke der Freiheit, auf die sich die schönsten Liebesschlösser bauen lassen.

  31. Carmen sagt:

    Hallo
    War übers Wochenende ziemlich eingespannt, aber jetzt bin ich auch wieder mit dabei. ;-)

    Ich habe eine romantische, harmonische, kitschige Ehe wie es sich jedes Mädchen wünscht. Ich denke, dass sich nach all dem Schlimmen, was ich erlebt habe, das Pendel voll auf die andere Seite geschlagen hat. Mein Mann und ich hatten noch nie Streit, wir lachen viel und sind immer füreinander da. Wir haben drei Kinder, ein Aquarium und einen Hund. Die zwei älteren Kinder sind von einer früheren Beziehung, die voll daneben ging, umso schöner ist es nun, dass sie einen (nicht biologischen) Vater haben, der sie über alles liebt, viel mit ihnen spielt und die Welt erklärt. Mein Mann fragt mich manchmal, ob es mir eigentlich nichts ausmache, wenn mich die Kinder links liegen lassen und nur zu ihrem Daddy wollen, aber das ist nicht der Fall. Ich beobachte das jeweils mit Genugtuung, weil sie das früher nicht hatten, keinen Vater, der sich kümmern wollte.
    Im Letzten Jahr sind wir ca. 6 Mal umgezogen, weil ich von meinem Ex mehrere Morddrohungen bekommen hatte. Es gab mal für drei Monate ein Kontakt und Rayonverbot, aber mehr liegt in der Schweiz nicht drinn. Wir versuchten daher nach Amerika auszuwandern, aber das Jobangebot wurde wegen der wirtschaftlichen Lage kurzfristig zurück gezogen. Daher zogen wir weiter nach Wien zu Freunden, die nKinder und ich, und mein Mann war in der Schweiz um zu arbeiten. Er hatte dann aber einen Autounfall, bei dem eine Frau das Rotlicht übersah und ungebremst in die Seitentür fuhr, hinter der mein Mann sass. Er wurde ins Spital gebracht und ich packte meine Koffer und fuhr mit den Kindern im Zug über zehn Stunden zurück nach Zürich. Zurück in der Schweiz zog ich noch ein paar mal um, bis ich mich entschloss, nicht mehr weg zu laufen. Seit da habe ich mit meinem Projekt “Nicht Mit Mir!!!” begonnen und setze mich nun zu wehr.

    Mein Mann und ich sind meistens eins in unserer Ansicht und zeitweise total konträr. Das ergiebt bei uns jedoch keinen Streit, sondern Ansätze für stundenlange Diskusionen, bei denen ich mal seine Meinung übernehme und er mal meine und in manchen Dingen bleibt jeder bei seiner.

    @Martha: Über dich habe ich schon öfters mit meinem Mann geredet und er teilt meine Bewunderung für dich. Das mit dem Hund und dem versauten Teppich, bzw. dem Mann und dem versauten Leben hat er als sehr schlagfertig empfunden und herzhaft darüber gelacht, genauso wie ich. Ich finde es erfrischend, dass sich hier im FB Menschen versammeln, die schreiben was sie denken. Ich trage mein Herz auch auf der Zunge und bekam früher immer wieder einen Maulkorb ferpasst , aber wie du selber schon auf Youtube geschrieben hast:
    “Es hat sich ausge-pscht-et!”

  32. Martha sagt:

    Wie schön, dass ich Bruno aus der Reserve locken konnte. Manchmal muss frau halt ein bisschen frech sein, sonst tut sich nix. Bruno, war nicht so ernst gemeint. Aber – gopfridstutz – Du sprichst schon wieder in Rätseln. Entweder bin ich doch älter als ich gedacht hatte, und verstehe den heutigen Slang nicht mehr, oder ich stehe ganz einfach auf der Leitung. Was meinst Du denn schon wieder mit “Fred abonnieren”?

    Tapfer, tapfer, wie Du Dich mit Deinem Haushalt durch schlägst. – “A la carte im feinsten Restaurant”? – Ich nehme doch an, dass Du jetzt von Essen redest. Oder etwa nicht? – Wenn nicht, wüsste ich gern mehr darüber.

    Da ist noch was, das ich nicht so recht kapiere: Einsamkeit und Polyamorie? – Wie geht denn das zusammen? Ich kann das Eine und das Andere nachvollziehen, aber wie man als einsamkeitsliebender Mensch poly… hmm, heisst das jetzt palyamorph, polyamourös, polygam? – naja, Du weisst schon was ich meine – leben kann oder will oder möchte, ist zu hoch für mich. Bruno, aus Dir werd’ ich einfach nicht schlau.

    Ich hab’ grad eben ein neues Thema eröffnet. FREIHEIT. Erzähl’ doch dort mal, was Du unter “Freiheit” verstehst und was Freiheit für Dich bedeutet. Für mich ist das ein ganz zentrales, extrem wichtiges Thema

    “…erzähl ich nur Menschen, die mir nahestehen.” – Dabei sind wir doch alle so lieb zu Dir und öffnen unsere Herzen. Pass’ auf, dass sich da keine Verklemmtheit einschleicht, sonst werden am Ende aus den Liebesschlössern nur Reihenhäuser!

  33. Aletheia sagt:

    @Bruno
    tja. Das habe ich auch schon sehr oft überdacht in meinem Leben, ob wir Menschen überhaupt für Monogamie gebauen sind. Meine Frage an Dich:

    Hegst Du “nur” Sympathien für die Polyamorie, oder lebst du diese Lebensform in Wirklichkeit?

    Ich meine damit, im eigentlichen Sinn!! Das du mehrere Beziehungen gleichzeitig lebst, und ALLE Beteiligten wissen das offen.

  34. Martha sagt:

    @Carmen
    Danke für die Blumen!
    Der Mann, den Du da an Land gezogen hast, scheint ja einer von der Sorte “Weltkulturerbe” zu sein. Ich gönn’s Dir von ganzem Herzen. Wenn ihn irgendwer verdient hat, dann ganz sicher Du! So, wie Du das (und ihn) beschreibst, klingt das nach “egalitärer Konsensgemeinschaft” – das genau ist das Grundprinzip des Matriarchats!

  35. Carmen sagt:

    Danke Martha
    Ich muss mich mal schlauer machen, was genau das Matriarchat ist. Bisher habe ich immer geglaubt, dass dabei die Frauen die Hauptrollen spielen und die Männer sekundär auf der Bühne stehen. Das würde nähmlich in unserer Beziehung nicht stimmen, da geht es meist synergetisch zu und her. Zu Beginn zog sich mein Mann aus gewissen Lebensbereichen immer wieder zurück, was ich dann aber hartnäckig nicht zuliess. Er hatte Angst zu versagen und mit viel Zuspruch und einige Stunden an Gesprächen und viel, viel Zeit hat er sich auch heran gewagt. Namentlich hatte er grosse Angst “vor” den Kindern. Weil er die Geschichten mit dem leiblichen Vater kannte, hatte er Angst, dass er retraumatisierend auf die Kinder wirken könnte. Er hatte Angst, dass sie nicht auf ihn hören würden, wenn er etwas sagte und dass sie ihm auf der Nase rum tanzen würde. Ankleiden oder gar Windeln wechseln kam gar nicht in Frage. Auch wenn die Kinder kamen und mit ihm kuscheln wollten, oder eine Umarmung und einen Gutenacht Kuss geben, hatte er grosse Mühe damit. Für ihn war nicht klar, wo die Grenze zwischen Normalität und Übergriff verlauft, wesshalb er sich einfac zurück zog. In der Zwischenzeit sind zwei Jahre vergangen und nun kann er die Kinder auch mal umarmen und einen Kuss auf die Wange zulassen oder mal geben. Es wirkt zwar manchmal noch etwas steif, aber immerhin. Ich bin sehr glücklich mit ihm, weil er sowohl mich, als auch die Kinder mit dem grösst möglichen Respekt behandelt. Und wenn ich so über ihn schreibe, komme ich ins schwärmen wie ein kleines Schulmädchen: Er ist ja sooo süss. Gestern hat er mir gesagt, dass er noch verblöde, weil er mich immer mehr liebe, obwohl er manchmal glaube, dass das gar nicht mehr möglich sei, passiere es doch immer wieder.

    Ich hoffe, ich langweile hier niemanden damit. Vielleicht sollte ich ein neues Thema aufmachen: Liebesgeschichten. Dann könnt ihr die Drei Groschen Romane vom Kiosk sparen, kitschiger wirds wohl kaum sein! ;-)

  36. Aletheia sagt:

    Smile Carmen. Wir sind hier auf einem Open Minded Blog. Du kannst Dich mitteilen wie du willst. Es müssen nicht immer alle das selbe wollen! Und wenn es für dich stimmt, dann sei einfach glücklich und denk nicht darüber nach. Lebe.

    Es ist doch viel interessanter, wenn wir hier Menschen sind die alle eine andere Lebensform leben oder wünschen und sich austauschen, alls wenn wir alle das gleiche wollten …

    hey, es gibt auf FrauenBlog auch eine Kategorie … True Stories, eine für Geschichten und Unterhaltung … und eine … @Aufgeschlossene …

    http://www.frauenblog.ch/themen/ … also. Dann bin ich mal gespannt eine Liebesgeschichte von dir zu lesen …

  37. Carmen sagt:

    Martha schrieb:
    “…Die alleinerziehenden Frauen wären an ihrer misslichen Situation selbst schuld. Sie hätten ja bei ihren Männern bleiben können! – Ich frage Carmen wohl besser nicht, was sie davon hält…”

    Doch, frag mal! :-D
    Ja klar bin ich an der misslichen Situation selber schuld und ja logisch war es meine Entscheidung, ob ich gehen will oder nicht. Tatbestand erfüllt, Urteil schuldig. So sahen es auch mein Grossvater und mein Vater an, wesshalb sie sich von mir abwendeten und zu meinem Ex halten, der sich massiv an mir und den Kindern vergangen hat. Die Gründe interessiert hierbei niemanden, das Gleiche mit Behörden, die…. Aber dafür müssten wir in einem anderem Thema weiter schreiben.

  38. Martha sagt:

    Sag ich doch: Patriarchat = Herrschaft der VÄTER! “Väter” übrigens auch im übertragenen Sinn, also all die alten Männer, die sich als “Väter” der Nation aufspielen: Richter, Politiker, Religionsführer, Wirtschaftsbosse, etc.. “Solange Du Deine Füsse unter meinem Tisch hast, tust Du gefälligst, was ICH sage!” – erinnert Ihr Euch? Das ist Patriarchat pur!

    Damit ich hier nicht wieder das Thema verfehle, werde ich mal demnächst unter dem Titel “Matriarchat” all diese Missverständnisse ausräumen. Wenn die Leute, vor allem die Männer, “Matriarchat” hören, schalten alle ihr Gehirn aus und denken nur noch an “Herrschaft der Frauen” – wie kann es denn eine HERRschaft der Frauen geben? – Das ist patriarchales Denkmuster.

  39. redder sagt:

    ok, ich lebe jetzt alleine, hab ab und an einen kater (rot) und einen dreibeinigen hund zu gast.

    ich vermeide zu enge beziehungen, habe aber immer wieder tiefe emotionale nähe.

    ach ja: ich hasse absolute wahrheiten oder ansichten. die taugen vielleicht fürs papier, aber sie haben noch nie ein leben besser gemacht oder einem menschen geholfen. politische und gesellschaftliche absolutismen siund für arsch.

  40. Annubis sagt:

    ok also ich bin ein alter sack von 30 jahren ;p fühle mich aber noch jung und frisch. sagen zu 99,99999% immer direkt was ich denke – was vor- und nachteile hat.

    ich bin single und lebe in st.gallen.

    da ich ein kmu leite und selbst oft weg und unterwegs bin, geniesse ich die ruhe am WE wenn ich tun und machen kann was ich will. obwohl ich auch gerne mit leuten zusammen bin liebe ich meine freiheiten. bisher habe ich noch niemand gefunden von dem ich sagen kann “DIE ist es”. ich bin jemand der ein paar prinzipien hat- ne art strichliste. wer gegen 1 punkt verstösst kann ich noch akzeptieren aber mehr ist nicht drinn. wer die minimalvoraussetzungen nicht erfüllt hat bei mir keine chance auch wenn sie noch so lieb ober hübsch ist. ich bin lieber alleine als das ich was habe, dass mich langweilt.
    aber wer weiss ^^ ich gehe immernoch davon aus das zu jeder flasche auch nen deckel gehört ;P

  41. Bruno sagt:

    @Aletheia:

    Sorry für die verspätete Antwort. Deine Frage ist in meinem Alltagstrubel untergegangen.

    ICH lebe nach diesem Prinzip, dass sich Liebe möglichst breit streuen soll. In der Praxis bedeutet das nun nicht, dass ich überhaupt eine Chance habe, solche Beziehungen zu leben. Denn der Kerngedanke dahinter erschliesst sich den meisten Menschen überhaupt nicht. Es sind zuviele Faktoren, die stimmen müssen, um überhaupt zu polyamoren Beziehungen zu gelangen. Denn die Tatsache, dass man sich in dieser Frage einig ist, bedeutet noch lange nicht, dass man zueinander passt.

    Somit ist Polyamorie mehr ein theoretisches Konstrukt. Die Gesellschaft ist überhaupt noch nicht so weit.

    Meine Erfahrung ist halt leider, dass mein Typ nicht gefragt ist, weil nicht so leicht fassbar.

    P.S. Wenn ich immer wieder höre, welche Erwartungen an einen Partner gestellt werden, wirds mir schon ein bisschen schummrig vor Augen. Ein Klassiker: Er muss mich so akzeptieren, wie ich bin. Wenn wir uns nun den Satz genauer anschauen, wird schnell klar: Das ist ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Warum kommen dann immer wieder Paare zusammen, die genau das NICHT tun?

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade Frauen das Zusammengehen mit Männern, die sie nicht so akzeptieren wie sie sind, als besondere Herausforderung und als Kick betrachten. “Er ist ein Arschloch, ich streite 3 Wochen mit ihm und eine Woche feieren wir Versöhnung – da sind intensive Gefühle” Ein Zitat, das ich in der einen oder anderen Form oft gehört habe, in meinem doch ziemlich grossen, fraulichen Bekanntenkreis.

  42. Martha sagt:

    Bruno, da hast Du nicht ganz unrecht. Viele Frauen glauben immer noch, dass sie sich den Mann so zurecht biegen können, wie sie ihn sich vorstellen.
    Um einmal mehr auf Tina Turner zurück zu kommen:” What you get is what you see – there’s nothin’ more to it! (…and if you want to love a woman like me, it takes a man to do it!…).

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