Die erste Frauenagentur proud Mary feiert ihren 2. Geburtstag. Daniela Jakab und Claudia Zechner präsentierten im 2007 mit proud Mary die erste und einzige Schweizer Kommunikationsagentur mit klarem Fokus auf die weibliche Zielgruppe. Zwei Jahre später – und der Frauenpower geht weiter. In der Schweiz gibt es 2921 Werbeagenturen – und nur eine für Frauen, so lautet die proud Mary-Devise. Wie kommt’s? «Wir wollen bei der Gründung nicht einfach eine weitere Werbeagentur» sein, meinen die proud Marys. Uns war es wichtig, dass wir uns klar positionieren und dabei gleichzeitig auf einen grossen Wachstumsmarkt hinweisen: die Frauen. Dazu passt auch der Name proud Mary perfekt. Denn proud Mary repräsentiert für die Gründerinnen eine innere Haltung, die besagt: Ich bin stolz auf mich, auf meine Leistungen – und ich bin stolz, eine Frau zu sein. Damit wird proud Mary zum Synonym für die stolze Konsumentin von heute, die weiss was sie will. Auf der proud Mary-Homepage erhält man deshalb einen Blick in die Urgründe von weiblichen Handtaschen, die Wissenswertes über diese attraktive und wichtige Zielgruppe verrät. Darüber hinaus verleihen sie Frauen eine öffentliche Stimme: Sie dürfen sich als stolze Marys mit einem Statement «outen». Die Werberinnen sind überzeugt: «Die Frauen von heute dürfen stolz auf sich und ihre Leistungen sein – und sich auch mal selbstbewusst auf die Schulter klopfen. Egal ob sie stolz sind, weil sie Karriere und Mutterschaft unter einen Hut bringen, oder 4 Kinder allein gross gezogen haben oder einfach nur, weil sie ihren Weg gehen. Viele Frauen leisten tagtäglich Grossartiges – und sind es sich nicht mal bewusst.»
Zwei Jahre nach der Gründung von proud Mary zieren bereits namhafte Kunden wie Swisscom, Amag Retail Zürich, Bayer Schering Pharma, Pierre-Fabre, ricardo.ch, Nestlé ihre Referenzliste. Die Idee für eine weibliche Ausrichtung, sei ursprünglich bei einem gemütlichen Apéro entstanden, erzählen die beiden Werberinnen, die sich seit 17 Jahren kennen, jahrelang zusammengearbeitet – und in ihrer Laufbahn und bereits diverse nationale und internationale Auszeichnungen gesammelt haben. Irgendwann wollten wir einfach etwas Eigenes auf die Beine stellen. Zwischen Martini und Häppchen entstand eine ausgiebige Diskussion über die sich wandelnden gesellschaftlichen Rollenbilder. «Wir schnappten uns ein paar Frauenzeitschriften und stiessen prompt auf ein dermassen peinliches Inserat, dass der Stein unweigerlich ins Rollen kam. Ein Backofen war sozusagen unser Geburtshelfer.», lachen die beiden Gründerinnen.
Mit ihrer Positionierung treffen die beiden Frauen einen Nerv der Zeit: Neueste Studien belegen, dass Werbung ihre Wirkung bei Frauen oft verfehlt, weil sie sich in Bildsprache und Kommunikationsstil mehrheitlich an Männern orientiert. Werbung für Frauen wird oft als klischeehaft, wenig kreativ oder gar beleidigend empfunden. «Die neuen Frauen» werden in vielen Unternehmen als Megatrend gehandelt und prominente Trendforscher wie Jon Naisbitt oder Matthias Horz sagen schon länger eine neue gesellschaftliche Epoche voraus: das Jahrhundert der Frauen. Und in der Tat: Auch in der wert-konservativen Schweiz werden Frauen immer gebildeter, unabhängiger und selbstbewusster. Die Erwerbsquote der Frauen nimmt kontinuierlich zu, die Kaufkraft steigt und Frauen treffen oder beeinflussen immer mehr Kaufentscheidungen. Kein Wunder, rücken Frauen verstärkt in den Fokus der Konsumgüterindustrie – auch in ehemals klassischen Männerbereichen. So buhlen nebst Bekleidungs-, Kosmetik- und Putzmittelanbietern neuerdings auch die Auto- und Kleinelektrobranche sowie Baumarktanbieter um die Gunst der Frauen. Ähnlich sieht es in der Dienstleistungsbranche aus: Insbesondere Banken und Versicherungen sind sich bewusst, dass Frauen immer mehr Geld besitzen, verwalten und anlegen. Schweizerinnen belegen im europäischen Vergleich Platz eins in der Vermögensbildung. Es gibt kaum eine Bank, die nicht mit spezifischen Angeboten an die vielversprechende Zielgruppe gelangen will.
Trotz der steigenden Nachfrage, merken die Macherinnen aber auch, dass noch enorm viel Wissensaufbau und Marktbearbeitung nötig ist, bis sich das Bewusstsein um die wichtige Zielgruppe Konsumentinnen bei den Unternehmen etabliert haben wird: «Viele Unternehmen, melden uns zurück, dass für sie das Thema sehr aktuell ist und man daran arbeitet». Doch «tümple» das Thema dann gerne auch als Frauen-Programm nebenher und wird in seiner vollen Tragweite verkannt – oder in wirtschaftlich kritischen Zeiten gar von der Traktandenliste gestrichen.» Dies könnte sich für manche Unternehmen in Zukunft als folgenschwerer Fehler erweisen, wenn man bedenkt, dass 80% aller Kaufentscheidungen von Frauen getroffen oder beeinflusst werden.
Es ist also nicht bloss ein ideologisches Gedankengut, sondern vielmehr auch ein starkes wirtschaftliches Argument, das die beiden Unternehmerinnen vertreten. Für die beiden Werberinnen ist klar: Nur wer die Zielgruppe versteht, kann sie auch bewerben. Dennoch massen sich die beiden Werberinnen nicht an, alles über Frauen zu wissen. Und sie wollen erst recht nicht alle Frauen in einen Topf werfen. Darum haben sie den female needs and opinion circle, kurz fnoc, ins Leben gerufen. «Der fnoc ist ein qualitatives Befragungsinstrument, der auf kreativen Befragungsmethoden basiert und auf dem letztlich die kommunikativen Lösungen basieren. Er beinhaltet momentan rund 200 proud Marys», erklären die beiden Unternehmerinnen, die damit bereits für namhafte nationale und internationale Unternehmen der Stimme der Frauen Gehör verschafft haben.
proud Mary agiert in einem freien Netzwerk aus erprobten Partnern und Gender-Marketing-Experten aus der Schweiz und Deutschland. Darüber hinaus ist proud Mary stolze Repräsentantin von Business & Women, dem ersten Wirtschaftsmagazins für Frauen. Damit umfasst die proud-Mary-Leistungspalette von der Beratung über die strategische Planung bis hin zur Kreation alles, was eine herkömmliche Werbeagentur auch zu bieten hat. Halt mit dem einen kleinen grossen Unterschied. www.proudmary.ch





