Die deutsche Sprache basiert gemäss LinguistInnen auf dem generischen Maskulinum. Das generische Maskulinum bedeutet, wenn eine Männergruppe beschrieben wird, wird in der männlichen Form geschrieben. Wird eine Frauengruppe beschrieben, dann wird in der weiblichen Form geschrieben. Werden hingegen 99 Frauen und 1 Mann beschrieben oder könnte sich in der Frauengruppe ein Mann befinden, wird wiederum die männliche Form benutzt. Frauen sind so in der deutschen Sprache als Individuen kaum sichtbar, nicht unähnlich dem, was teils radikale islamische Verhüllungsvorschriften mit der Erkenntlichkeit von Frauen als Individuen in der Öffentlichkeit machen.
Deshalb hat Text, der die Frauen vielleicht mitmeint, so genau ist das ja nie zu wissen, die Sprachburka oder auch die sprachliche Burka übergestülpt. Demzufolge ist Text, in dem Frauen als Individuen genauso selbstverständlich wie Männer direkt angesprochen sind sprachburkafrei.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie im neuen Weblog von Susanne Maeder: SPRACHBURKAFREI





