Gleichstellung hin, Mutterschaftsversicherung her: Viele Schwangere und Mütter beklagen sich nach wie vor über Diskriminierungen am Arbeitsplatz.
Als Angela Hirter (Namen aller Betroffenen geändert) ihrem Chef eröffnete, sie sei schwanger und wolle nach der Babypause im gleichen Teilzeitpensum wie bisher arbeiten, stellte er sie vor die Wahl: Entweder sie übernehme nach der Rückkehr eine Vollzeitstelle mit mehr Verantwortung zum gleichen Lohn oder sie arbeite im gewohnten Umfang mit weniger Verantwortung weiter, erhalte aber 20 Prozent weniger Lohn. Innerhalb einer Woche sollte sie sich entscheiden. Als Grund gab der Chef an, umstrukturieren zu wollen.
«In Wahrheit wollte er Geld sparen und nutzte meine Schwangerschaft aus», sagt Hirter. Schnell merkte sie, dass er ihr die 100-Prozent-Stelle bloss zum Schein offeriert hatte. «Hinter meinem Rücken hatte er sie bereits einem Kollegen angeboten.» Hirter entschied sich für den Vollzeitjob, unter der Bedingung, dass die dreimonatige Kündigungsfrist ihrer bisherigen Anstellung nach dem Mutterschaftsurlaub eingehalten werde. Man einigte sich nicht. Obwohl der Chef widerrechtlich handelte, endete die Geschichte schliesslich mit einer «einvernehmlichen Kündigung». Hirter sucht Erklärungen für das Vorgefallene: «Er glaubte wohl, ich würde mich auf den schlechten Handel einlassen.» Vorher sei sie vom Chef gefördert worden. «Vermutlich war er enttäuscht, dass ich schwanger wurde. Als ob sich Mutterschaft und berufliches Vorankommen ausschliessen würden.»
Wer sich zur Wehr setzt, riskiert den Job
Genau diese Erfahrung machen aber viele Frauen. Statistiken gibt es dazu keine, doch Gewerkschaften, Beratungs- und Schlichtungsstellen erhalten regelmässig Anfragen von Müttern, die am Arbeitsplatz diskriminiert werden. «Wir haben immer wieder solche Fälle», sagt etwa Corinne Schärer von der Gewerkschaft Unia in Bern. Und längst nicht alle Betroffenen wehren sich. «Die Dunkelziffer dürfte beträchtlich sein.»
Die Formen der Benachteiligung sind vielfältig. Manche Frauen sollen zu Bedingungen arbeiten, die sie als Mutter schlicht nicht erfüllen können, zum Beispiel auf Abruf im Stundenlohn. Toya Krummenacher von der Unia Nordwestschweiz hört oft, dass Schwangere Arbeiten übernehmen sollen, die sie laut Gesetz gar nicht ausführen dürften, zum Beispiel ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat mehr als vier Stunden am Tag im Stehen zu arbeiten. Wer sich zur Wehr setzt, riskiert Streit – und möglicherweise den Job. Häufig komme es vor, dass die Stelle nach dem Mutterschaftsurlaub einfach gestrichen werde.
«Manche Arbeitgeber scheinen zu glauben, eine Frau werde bei der Geburt auch von ihrem Verstand entbunden», sagt Antonella Bizzini von der Infostelle Frau+Arbeit in Weinfelden. Bei den Schlichtungsstellen zum Gleichstellungsgesetz ist das Problem ebenfalls bekannt: «In etwa jedem dritten Fall, der bei uns landet, geht es um Diskriminierungen im Zuge von Schwangerschaften, Tendenz zunehmend», sagt Susy Stauber von der Schlichtungsstelle Zürich. Selbst im öffentlichen Dienst sind Mütter nicht vor Benachteiligungen gefeit, wie Bettina Dauwalder vom VPOD in Bern bezeugt. Meist sind Diskriminierungen nicht offensichtlich. «Probleme von Müttern am Arbeitsplatz lassen sich oftmals nicht klar auf die Schwangerschaft zurückführen. Aber sehr oft ist sie der Auslöser für Konflikte», sagt Dauwalder.
Die wohl häufigste Form, Mütter loszuwerden, ist die Weigerung, den Beschäftigungsgrad zu reduzieren. «In Betrieben, in denen viele Mitarbeitende mit tiefen Pensen beschäftigt sind, ist dies teilweise verständlich», räumt Dauwalder ein. Für eine Mutter bedeutet es aber, dass sie ihre Stelle aufgeben muss. «Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Pensenreduktion», erklärt die Soziologin und Arbeitsspezialistin Doris Baumgartner (siehe Interview am Ende des Artikels).
Arbeitgeberverband: «Organisatorische Probleme»
Am eigenen Leib erfahren musste dies Ursula Isler. Sie hatte erst wenige Monate in ihrem neuen, verantwortungsvollen Job in der Dienstleistungsbranche gearbeitet, als sie schwanger wurde. Die Signale, die sie daraufhin vom Chef erhielt, waren unmissverständlich: «Man liess mich wissen, dass ich ein Teilzeitpensum gleich vergessen könne», erzählt sie. Doch Isler wollte die Stelle nicht aufgeben und schlug vor, nach der Geburt weiterhin 100 Prozent zu arbeiten. Sie stiess auf taube Ohren. Mit frappanter Ehrlichkeit wies der Vorgesetzte sie darauf hin, dass für ihn nur Leistung zähle. «Er sagte, Mütter fehlten oft und wären zeitlich nicht genügend verfügbar.» Ein klarer Fall von Diskriminierung.
Thomas Daum, Direktor des Arbeitgeberverbands, spricht von bedauerlichen Einzelfällen und wirbt um Verständnis. Schwangerschaften und Pensenreduktionen stellten viele Arbeitgeber vor organisatorische Probleme. «Mit Diskriminierung hat das nichts zu tun», sagt er. Die meisten Arbeitgeber verhielten sich korrekt.
Die Fachleute an der arbeitsrechtlichen Front machen andere Erfahrungen. Und sie befürchten, dass die Wirtschaftskrise die Situation für Mütter verschlechtert. «Die Mutterschaftsversicherung hat kaum Entspannung gebracht», konstatiert Antonella Bizzini von der Infostelle Frau+Arbeit. Erstaunlich ist das Verhalten vieler Arbeitgeber vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Weil die Gesellschaft altert, mahnen nicht zuletzt Wirtschaftsvertreter, wieder mehr Kinder auf die Welt zu setzen. Ausgerechnet am Arbeitsplatz stossen Schwangere aber auf Widerstand. Und auch Väter, die zugunsten von Familienarbeit ihr Pensum reduzieren möchten, erfahren häufig Ablehnung. «Das ist gesellschaftlich noch immer zu wenig akzeptiert», sagt Leila Straumann, Leiterin der Fachstelle Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt. In den Köpfen vieler Arbeitgeber dominierten – bewusst oder unbewusst – traditionelle Rollenbilder: der Mann als Ernährer, die Frau als Erzieherin.
Das musste auch Martina Erni erfahren. Die Ernährungsberaterin arbeitete Teilzeit in einem Spital. Als sie ihr drittes Kind erwartete, stellte sie ein Gesuch, den Mutterschaftsurlaub unbezahlt um ein halbes Jahr zu verlängern. Ihr Pensum sollte eine Kollegin übernehmen. Der Chef stimmte zu. Im gleichen Atemzug wies er sie jedoch darauf hin, dass er ihr den Wiederantritt nicht garantieren könne. «Zuerst sprach er von Neuorganisation. Dann liess er durchblicken, er könne sich nicht vorstellen, dass ich mit drei Kindern noch weiterarbeiten wolle», erzählt Erni. Später erfuhr sie, dass er der Kollegin angeboten hatte, ihren Job ganz zu übernehmen. Kurz darauf erhielt sie prompt die Kündigung. Als Grund wurden letztlich persönliche Differenzen zwischen ihr und einer weiteren Teamkollegin genannt. «Eine muss gehen», habe man ihr gesagt, und zwar diejenige mit dem tieferen Pensum. Für den Chef eine elegante Lösung: «So musste er sich nicht mit den Hintergründen befassen, und die dreifache Mutter war er auch los.» Beim Erzählen steigt erneut Wut in ihr hoch. «Mit meiner Arbeit war man immer zufrieden.»
Erni akzeptierte die missbräuchliche Kündigung nicht, doch der Chef blieb hart. Man einigte sich auf eine Abgangsentschädigung. Heute ist Erni arbeitslos. Geblieben sind ihr drei zusätzliche Monatslöhne – und eine grosse Enttäuschung.
Quelle: www.beobachter.ch






Ich habe kürzlich in einem separaten Artikel auf eine im Tagi zitierte Aussage von einem SVP-Mitglied “Jede Mutter, die berufstätig ist, nimmt einem Arbeitslosen den Arbeitsplatz weg” aufmerksam gemacht.
Resultat: Keine Reaktion – genau wie auf den obigen Artikel.
Ich kann die Schweizer Frauen und Mütter nicht verstehen. Hier müsste doch ein Aufschrei durch die ganze Schweiz gehen! Sind wir zu träge, zu bequem, zu anständig, zu brav, zu eingeschüchtert, zu feige? Warum wehren wir uns nicht?
Sich nur zu beklagen und in Selbstmitleid zu zerfliessen, hat noch niemanden weiter gebracht. Die Männer lachen sich nämlich halb tot über diese “dummen” Frauen und arbeiten fleissig weiter daran, uns wieder in den Küchen einzusperren – gerade jetzt, in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten. Wenn wir nicht jetzt den Mund aufmachen, werden wir das in Kürze bitter bereuen.
Solange Frauen an ihrer eigenen Abwertung mitwirken und Männer aufwerten und ihnen Prioritäten einräumen, werden sie schuldig an sich selbst.
Solange Frauen ihren eigenen Bedürfnissen keine Priorität einräumen und männliche Bedürfnisse und Normen zur Autorität in ihrem Leben erklären, werden sie schuldig ans ich selbst.
Solange Frauen männliche Kriterien für wichtiger erachten als ihre eigenen, werden sie schuldig an sich selbst.
Leider werden viele Frauen auch immer noch für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt. http://www.familienleben.ch/blog/lohnungleichheit-gestiegen-frauen-verdienen-immer-noch-weniger
Der Weg zur Gleichstellung ist immer noch weit. Wir Frauen dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, es gibt noch viel zu tun.
Es ist eine Frecheit, es ist ekelerregend!
Wir müssen endlich den letzten Sturmangriff auf die Ungerechtigkeiten führen, anstatt uns auf Erreichtem ausruhen.
Ich hab ein Gleichstellungskampfplan :D
1. Lohnungleicheit beseitigen!
2. Mehr Frauen in wichtigen Wirtschaftspositionen!
3. Armee abschaffen oder zur Berufsarmee machen!
4. Neues Sorgerechtsgestzt ist zum Glück schon auf dem Weg, hoffe die Steinzeitfeministinnen torpedieren es nicht…
5.Wenn Punkt 1,2 erreicht sind, muss man auch das Rentenalter der Frauen demjenigen der Männer anpassen!
usw.
gibt noch 1000 Punkte :D
(sorry Bloggers, ich bin heute einfach stinksauer!)
Warum eigentlich werden Männer nicht diskriminiert, wenn sie Väter werden? Weil sie sich weigern, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen? (Wenn Kinder krank sind, z.B.) Oder warum sonst findet Diskriminierung nur bei Müttern statt? Wann begreifen Männer endlich, dass Kinder kein Hobby der Frauen sind, sondern wichtiger Bestandteil einer Gesellschaft, von der auch Männer profitieren. Diese Kinder werden später u.a. auch mal die AHV genau solcher Chefs bezahlen. Vielleicht sollte man dann hier auch das Pensum kürzen, wenn sie zum Aufbringen dieser Kinder nichts geleistet oder beigetragen haben. Nur würde das allein leider das Problem wohl nicht lösen.
@daniel
Auch wenn Du heute stinksauer bist, werde ich Dir hier Punkt 5 Deines Plans erläutern:
Bis dieser Punkt abgeschafft werden kann, braucht es noch Einiges mehr. Frauen leisten in ihrem Leben laut UNO-Statistik doppelt soviel Arbeitsstunden wie Männer. Leider werden ein Grossteil dieser Arbeitsstunden aber nicht einmal bezahlt. Wenn also Frauen EIN Jahr früher in Rente gehen, wird damit nur ein winziger Teil dieser Ungerechtigkeit ausgeglichen.
Schon mal “Wetten, dass…” gesehen? Ist Dir dabei vielleicht aufgefallen, dass mind. 90% dieser hirnrissigen Wetten von Männern bestritten wird? Frauen haben nämlich zum Trainieren von solchem Unsinn keine Zeit, weil sie neben ihrer Erwerbsarbeit noch mit Putzen, Waschen, Bügeln, Kochen, Einkaufen, Kinder versorgen, etc. beschäftigt sind.
Männer haben Job + Freizeit. Frauen haben Job, Haushalt + Kinder. Freizeit kennen die meisten Frauen nur vom Hörensagen.
Ich kann dieses männliche Neidgequatsche wegen diesem lächerlichen Rabatt beim Rentenalter wirklich nicht mehr hören!
Es ist kein lächerlicher Rabatt. Es ist unser Recht, dass das Rentenalter angepasst wird, sobald die Frauen gleich viel verdienen. Zu deinen lustigen Beispielen ala Wetten dass, will ich mal nichts sagen. Frauen arbeiten nicht mehr, aber viele von ihnen arbeiten zu Hause, dass stimmt. Hat aber nicht mit dem Rentenalter zu tun. In meinem Umfeld hat jede Frau Freizeit und sie arbeiten im Durchschnitt gleichviel wie ich, manche mehr manche weniger.
Es bleibt dabei, wer es ernst mein mit Gleichberechtigung, muss auch gewisse Dinge abtreten.
Sobald Haus- und Kinderarbeit (nicht Arbeit von Kindern, sondern Arbeit mit Kindern) bezahlt wird, bin ich mit Dir einverstanden. Da dürfen dann gerne auch die Männer als Mitbewerber auftreten. Aber auf “Bubi spiele – Bubi gsund” werden Frauen dann hoffentlich keine Rücksicht mehr nehmen.
Männer reden nur so unvernünftig daher, weil sie keine Ahnung von einem Mutterdasein haben und auch nicht bereit sind, sich Gedanken darüber zu machen. Woher kommt denn die Papierrolle in Deinem WC, wie kommt es, dass magischerweise immer saubere Teller und Gläser im Küchenschrank stehen, wie verirren sich saubere Hemden und Unterhosen in die Kleiderschränke, denkst Du, Meister Proper kommt nachts angerauscht und tanzt die Böden sauber?
Wenn Frauen bereit wären, mal ein Jahr lang in Streik zu treten, nicht mehr zu kochen, zu waschen, zu putzen, nicht einzukaufen, keine Kinder zu gebären – mei! – die Männer würden sich umschauen und müssten sich wohl warm anziehen!
Wieviele Kinder musst du versorgen? Einen faulen Mann zu Hause den du bedienen musst? Einen 150% Job, also Erwerbsarbeit und Haushalt von 3 oder mehr Personen?
Kurz gesagt, sprichst du aus Erfahrung?
Ich und meine Freundin, wir teilen uns die Hausarbeit, arbeiten beide und haben Freizeit, welche wir zusammen verbringen. Ich koche z.B. gerne, sie macht danach den Abwasch. Ich bringe den Abfall, Kompost und Gläser raus und gehe am Wochenende einkaufen, sie unter der Woche. Sie macht die Wäsche, beim Bügeln wechselten wir früher ab, jetzt macht sie es allein. Wir hatten viel Streit, weil wenn ich beim Haushalt mitmache, hab ich auch das Recht es auf meine Art zu machen. Sie hat sich gestört daran, wie ich bügelte :D, ich bin echt kein Talent gewesen, darum hat sie gesagt: “Lass es eifnach sein Schatz!”
Ich bringe dafür mehr Geld nach Hause, welches aber uns beiden gehört, wir haben nur 1 Konto. Es gleicht sich alles schön aus.
Ich spreche also aus Erfahrung.
Wer soll die Hausarbeit den bezahlen? Der Staat? Sicher nicht, ich bezahl doch z.B. nicht eine Frau mit Putzfimmel mit meinen Steuern mehr Geld, als einer, die es lockerer nimmt. Ich bezahle gar niemanden für seine Hausarbeit, so weit kommt es noch. Das ist sein Problem. Ich tu es ja auch gratis, tu es für mich und für meine Freundin.
Der Mann? Er bezahlt sie ja schon, indem das Vermögen in der Regel beiden zur Verfügung steht.
Die Kinder? Dass ich nicht lache!
ps: ich bin’s, daniel
mein alter nick wurde gesperrt, wieso auch immer. :D
erklär mal deinen Kindern, dass du ihre Windeln nur für Geld wechseln wolltest…
@d.fernandez
1. Was genau meinst Du damit?
2. Sprichst du aus Erfahrung?
Ich war zwar nie verheiratet und habe keine eigenen Kinder. Aber ich habe mich – leider – einmal zu dem Experiment hinreissen lassen und bin mit einem Mann zusammen gezogen. Der hat mir dann gleich auch noch seinen 16-jährigen Sohn untergejubelt. Ein solches Fiasko brauche ich in meinem Leben nie mehr!
Erklär mal Deinen Kindern, dass ihre Windeln Geld gekostet haben, dass sie der Kinderarzt nur für Geld behandeln wollte, dass ihre Babynahrung Geld gekostet hat, das ihre LehrerInnen ihnen nur gegen Geld etwas eingetrichtert haben, dass das Bett, indem sie schlafen, Geld gekostet hat, dass ihnen niemand aus reiner Menschenfreundlichkeit reiten, Tennis spielen, Karate oder sonstwas beibringt. Die Liste könnte noch endlos fortgesetzt werden.
@d.fernandez / @daniel betreffend Comment 8
Du bist nicht gesperrt, und du kannst nicht gesperrt sein, da du dich auf http://www.frauenblog.ch nicht als Autor registriert hast. Du kommentierst hier ausschliesslich via Angabe von Emailadressen. Bei weiteren Fragen wende dich bitte direkt an macherin@frauenblog.ch
@ aletheia
Auf die Frage wer es bezahlen soll: die Kinder? Dass ich nicht lache.
so war das gmeint
@ martha
ist das jetzt dein ernst? sowas kann auch nur wer sagen, der nie eigene kinder hatte. ein vater oder eine mutter ist nicht der windelhersteller, der tennislehrer oder der babynahrungsverkäufer. man muss einen vater oder eine mutter nicht dafür bezahlen, dass er/sie für das kind sorgt.
das ist der ulkigste vergleich seit langem…
aletheia, du als mutter, erklär ihr mal was ich meine.
und nein wir haben noch keine kinder. aber ich hab eine kleine schwester z.B, die ich früher GRATIS gehütet hab, man stelle sich vor. Ich hab sie sogar gratis beschützt auf dem pausenplatz und hab sie sogar gratis geliebt…
@daniel
Wenn Du schon länger in diesem Blog aktiv wärst oder Dich darin etwas umgelesen hättest, wüsstest Du, was ich sage. Also red’ nicht so …. daher!
Wie wär’s denn, wenn sämtliche Einkommen, egal wer sie generiert, monatlich durch beide Partner geteilt würden? Natürlich dann auch sämtliche Kosten, die den gemeinsamen Haushalt betreffen. So wäre wenigstens die/derjenige, die/der sich um Haushalt und Kinder kümmert, nicht total abhängig. Vielleicht machst Du das ja auch. Die Meisten jedoch tun das nicht. Und wenn, dann freiwillig, sodass der/die PartnerIn weiterhin vom Goodwill des anderen abhängig ist. So etwas sollte gesetzlich vorgeschrieben sein.
@ martha
den ersten absatz versteh ich nicht, weiss nicht was du meinst? wieso genau bist du jetzt böse auf mich?
zum 2ten absatz: ist eigentlich keine schlechte idee. es würde in vielen fällen die frau schützen. manchmal auch den mann. es wird aber problematisch, wenn sich eine person eine reiche person angelt, um an ihr geld zu kommen. so würde das extrem vereinfacht. nach 2 jahren hat man dann genug gescheffelt und kann verduften. es müsste also noch viel feinabstimmung erfolgen bei deinem vorschlag. aber ich find ihn trotzdem gut.
Ein gewöhnlicher Verstand ist wie ein schlechter Jagdhund, der die Fährte eines Gedankens schnell aufnimmt und schnell wieder verliert.
Hugo von Hofmannsthal
@daniel
“Böse” werde ich selten. Wenn, dann gleichgültig. Aber solange ich mir die Mühe nehme, meinem Gegenüber meinen Standpunkt zu erklären und versuche eine Diskussion aufrecht zu erhalten, bin ich nicht “böse” auf jemanden – allein schon das Wort!
Aber ich mag’s nicht, mit der “Liebeskeule” erschlagen zu werden. Wenn man den Frauen nicht einreden kann, es sei ihr höchstes Glück, Böden zu scheuern und Windeln zu wechseln, macht man(n) sie glauben, sie täten das aus Liebe!
@daniel
Nochmal zu meinen Vorschlag und Deinem Einwand. Ich rede ja nicht von Vermögen, ich rede von Einkommen. Gesetzlich geregelt müsste das ja auch nur werden, sobald Kinder im Spiel sind. Nach der heutigen Regelung muss das Einkommen bzw. das während einer Ehe angehäufte Vermögen bei einer Scheidung sowieso geteilt werden. Warum denn nicht auch in Friedenszeiten? Ich denke, das würde Vieles vereinfachen und Abhängigkeiten sowie damit verbundene Erpressungen ausschliessen. Ich kann nichts Erotisches oder sonstwie Faszinierendes daran finden, wenn man ein Zusammenleben nur noch aus materiellen Gründen aufrecht erhält.
@Martha
Das Vermögen muss bei Scheidung nicht auf jeden Fall geteilt werden. Das kommt auf den Ehevertrag an.
Ansonsten muss ich sagen, Väter können sich aus der Affaire ziehen und jegliche Verantwortung, eben auch die finanzielle abgeben. Wenn ein Vater nicht Alimente bezahlen will, dann wird er das auch nicht. Und sonst hat er immer noch die Option, quasi nichts zu verdienen und / oder eine *neue* Familie zu gründen und Neuberechnung zu verlangen. So bekommt er die Möglichkeit immer weniger für die Kinder zu bezahlen. Und je mehr Kinder er in Folge zeugt, umso mehr wird das Geld geteilt. Gleichzeitig muss die Frau mehr arbeiten und hat demzufolge weniger Zeit für die Kinder. Das finde ich absolut ungerecht. Denn in dieser Beziehung gibt es rein gar nichts zu beschönigen! Die Mutter kann dann sehen, woher sie das Geld nehmen soll. Und wenn sie dann aufs Sozialamt muss, dann wird sie gar noch SCHULDNERIN für Geld für welches auch der Erzeuger des Kindes zuständig wäre. Den dieses Geld ist nicht geschenkt, dass wird wieder eingezogen falls sie mal erbt, oder wenn sie wieder mehr arbeiten kann wenn die Kinder grösser sind … usw. In diesem Bereich muss ich sagen, es sollte eine generelle Pflicht sein, das Väter pro Kind einen gewissen Betrag bezahlen müssen. Denn so würden auch gewisse Herren der Schöpfung zur Verantwortung gezogen … müssten sich im Vorfeld genauer überlegen wieviel Kinderlein sie zukünftig ernähren können … und der Staat … würde wohl ziemlich Geld sparen in diesem Bereich.
Nachtrag zu meinem Beitrag Nr. 4, siehe:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/03/21/Schweiz/Schweizer-Muettern-schwinden-die-Kraefte