Mann + Waffe = richtiger Mann?

In der  sind Schweiz rund 2,4 Millionen Schusswaffen praktisch unkontrolliert im Umlauf.  Alleine die Tatsache, dass Jemand in der Schweiz Militärdienst absolviert, berechtigt Denjenigen sein Sturmgewehr/ Waffe zuhause zu haben. Da stellen sich mir unweigerlich die Fragen: für was brauchen wir in der Schweiz eine Waffe daheim, und, weshalb stehen Männer

darauf eine Waffe zu haben?

Der Beschützer „Ich beschütze die Meinen”

Nehmen wir mal an,  ein Mann fühlt sich als besserer Beschützer der Seinen, wenn er im Bewusstsein leben kann, dass er in einem bewaffneten Haushalt lebt. Wenn das eine Begründung sein soll, dann muss ich zwangsweise mal an die Lebenssituationen im Jahr 2007 erinnern: Immer mehr Menschen leben alleine. Was ist mit alleinstehenden Frauen: sollen die aufgerüstet werden? Oder will man damit sagen, Frauen brauchen weniger Schutz? Was dann wiederum symbolisieren würde, Frau ist weniger wert als Mann. Oder hat die Gesellschaft nun reale Fortschritte gemacht, und will damit zum Ausdruck bringen: wir wissen, dass Frauen es nicht nötig haben eine Waffe zu besitzen um sich sicher zu fühlen.

Männerkult

Wenn ein Mann im Jahr 2007 es noch nötig hat einem Klischee zu unterliegen, Mann + Waffe = richtiger Mann wird es für mich mehr als bedenklich! Wenn er noch im Cowboyzeitalter lebt, (leben will), dann sollte er sich auch überlegen, ob er sich als RICHTIGER MANN nicht auch noch ein Pferd in die Garage stellen sollte.

Sicherheit oder “die Bösen anderen”

Dann gibt es Welche die mit Kriegsausbruch kommen. Wenn plötzlich Krieg ist? Da ist die Chance wohl da, dass vielleicht mal eine Grossmacht auf den legendären roten Knopf drückt und uns Alle vernichten will. Was machen wir zu unserem Schutz für eine solche Situation?

Soll vielleicht jeder eine Atombombe in seinen Keller stellen und den Auslöser neben das Bett.  So im Sinne von: Schatz,  … links die Dose, für deinen Schutz, rechts die Dose, für unseren Schutz. Die mit dem roten Knopf … globale Prävention …

Kinder

Wenn wir unseren Kindern erklären sollen, eine Waffe ist notwendig für die Jungs, wie erklären wir den Mädchen, dass SIE keine brauchen? Mit einer Waffe im Haus suggerieren wir unseren Kinder: du musste eine Waffe haben in diesem Land um dich sicher fühlen zu können. Das ist fatal! Wir würden wohl eher unseren Kindern mehr Sozialkompetenz lernen! Daraus würden sie mehr Selbstbewusstsein entwickeln und hätten es weniger nötig eine Waffe als ihre Sicherheit zu sehen.

Immer mehr Familiendramen ereignen sich. Immer mehr Menschen die psychisch voll am Limit sind.  Sicher. Kann jeder der eine Waffe will, sich eine organisieren. In diesem Fall müsste diese Person aber ganz klar einen Plan machen und Vorbereitungen treffen. Ohne Waffen im Haus, gäbe es weniger Druckmittel und Drohpotenzial! Insbesondere gegen Frauen (die im 07 mehrheitlich unbewaffnet sind) und es gäbe weniger Suizide und Tötungsdelikte im Affekt. In der heutigen Zeit, oftmals geprägt von Aggressionen und ständig steigendem Gewaltpotenzial, finde ich es mehr als überflüssig, dass Private Personen Waffen im Haus zu haben.

Ich persönlich würde nie eine Waffe im Haus akzeptieren.  Ich würde mich auch nicht sicherer fühlen, im Gegenteil! Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich möchte meinen Kindern etwas anderes Vorleben! Ich bin dafür, dass der Waffenbesitz auf Personen beschränkt wird, die einen Bedarfs- und Fähigkeitsnachweis erbringen können, (müssen!)

5 Kommentare

  1. Walter sagt:

    Vorausschicken möchte ich, dass ich nie eine Schusswaffe in den Händen gehabt habe! Ich habe somit auch keinen Tag, ausser der Aushebung, im Militär verbracht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Problematik der Schusswaffen eine sehr vielschichtige ist.

    Seit vielen Jahrhunderten haben die Herrschenden dem Volk möglichst alle Waffen vorenthalten oder abgenommen. Der Grund ist offensichtlich: Hatten die Untertanen keine Waffen, die Herrschenden aber schon, war ein allfälliger Aufstand oder eine Verweigerung welcher Art auch immer, dank dieses Ungleichgewichtes viel leichter zu unterbinden. Nur die Völker die absolut frei waren konnten sich Waffen beschaffen und besitzen. Es war nicht nur ein Zeichen, dass sie frei waren, sondern auch, dass die von ihnen gewählte Regierung dem Volk das zu diesem Umstand notwendige Vertrauen entgegenbrachte.

    Aus diesen Überlegungen teile ich die Aussage „Mann + Waffe = richtiger Mann“ nicht. Es spielt nämlich absolut keine Rolle, ob die Waffe im Besitz einer Frau oder eines Mannes ist, sondern sie ist Ausdruck der Freiheit der Bewohner und Bewohnerinnen eines Landes. Natürlich kann jetzt eingewendet werden, dass wenn der Waffenbesitz der alleinige Ausdruck der Freiheit ist, die Situation in diesem Lande auch nicht allzu berauschend ist. Demgegenüber dürfen wir heute doch immer noch sagen, dass der Waffenbesitz nun wirklich nicht der einzige Ausdruck der Freiheit der Bürger dieses Landes ist.

    Dass ein Soldat, der nach dem Militärdienst seine Waffe nach Hause nehmen darf, dies als Vertrauen des Staates empfindet, ist aber auch für mich nachvollziehbar. Auch klar ist, dass es immer Individuen geben wird, die mit diesem Vertrauen nicht oder nicht immer umgehen können. Da stellt sich dann aber wieder die andere Frage: Sollen, können, dürfen wir alles verbieten, welches möglicherweise Menschenleben gefährden kann? Müssten nach diesem Prinzip nicht alle Menschen morgens im Bett bleiben und langsam eines kläglichen Todes durch Verdursten sterben? Ist mit dem Aufstehen, dem Weg zur Arbeit, bei der Arbeit selber, beim Sport, bei Hobbys nicht immer die Gefahr des Sterbens allgegenwärtig? Der Ausspruch „Jeder Tote ist einer zuviel“ stimmt absolut, nur darf man ihn nicht immer nur dort anwenden, wo es einem gerade passt – wenn schon, bitte auch bei unangenehmeren Fragen. Vielleicht empfinden jetzt einige, ja sogar viele, dies als zynisch, ist es aber nicht, es ist Realität!

    Ich würde deshalb die Frage Schusswaffen ja oder nein, nicht mit dem Argument Sicherheit verknüpfen, sondern einzig mit dem Ausdruck der Freiheit.

  2. Snake sagt:

    “Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen, Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen! Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser, als gewöhnlicher Mord.”
    (Albert Einstein)

    Früher hiess das Gleichnis noch Mann + Miltär = richtiger Mann! Nun ist ein Teil davon offenbar auf die Knarre abgewandelt worden. Du hast keinen Militärdienst geleistet, Walter. Da bist Du mir doch einiges voraus. Ich wurde zu 17 Tagen Militär genötigt, bis das Einsehen kam, dass ich für sowas unbrauchbar war. Ich hatte so ein Gewehr in den Fingern und musste in diesen Tagen auch einige Male schiessen. Doch war’s nicht wirklich etwas, dass mir gefiel. Beim ersten Mal habe ich beinahe den Typen neben mir am Schiessstand erschossen, weil ich vergass, meine Kalaschnikov zu sichern. Irrsinn sowas.
    Dass sehr viele Männer die Geschichte toll finden, wenn sie ihr Gewehr mit nach Hause nehmen dürfen, glaube ich sofort. Doch kann ich dem nichts abgewinnen. Da werden einzig irgendwelche Intelligenz-Allergiker ihr Ego aufpolieren können, wie überall im Militär. Ein Gewehr ist ein Machtinstrument und was man mit Gewalt gewinnt, kann man auch nur mit Gewalt behalten.
    Meines Erachtens hat dies auch nichts mit dem Vertrauen des Staates in eine Person etwas zu tun. Es ist einzig ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, welches noch vorhanden ist und man noch nicht abgeschafft hat.
    Wenn Du von diesem Vertrauen des Staates sprichst, könnte ja ein jeder auch an einer Demo mit seinem Sturmgewehr teilnehmen. Der Staat hat ja Vertrauen in die Waffen-Träger. Hier hinkt natürlich der Vergleich aus viel früheren Zeiten mit Ober- und Unterschicht, da sich dieser Unterschied heute auf ganz andere Art manifestiert.
    Und natürlich kommen auch jedes Jahr mehr Menschen durch ganz andere Geschichten ums Leben (Strassenverkehr usw.), da gebe ich Dir Recht. Doch geht bei dieser Aussage alles etwas an mir vorbei. Es ist wohl schwieriger, dass Autofahren zu verbieten, als dass man verbietet, dass Gewehr nach Hause zu nehmen. Denn auf Letzteres kann meines Erachtens wohl noch jeder gut verzichten.
    Eine Waffe zuhause hat für mich nichts mit Freiheit zu tun. Das Gegenteil ist der Fall: der Staat macht mich zu seinem Sklaven, indem ich die Waffe nach Hause nehmen MUSS! Würde ich Militärdienst leisten hätte ich ja nicht die Wahl, ob ich dies möchte oder nicht.
    Nein, nein, weg mit all dem Plunder. Verschrotten, keine Waffen-Exporte mehr ins Ausland und die Armee abschaffen. Dann würde sich das Problem von selbst lösen. Zudem hätte die Armee dann endlich die Aufgabe, für welche man sie noch braucht: nämlich für keine mehr.

    Und dann hätte man sich befreit; nämlich von solch idiotischen Zwängen und Dingen.

    In diesem Sinne
    Freiheit lässt sich immer gegen Freiheit ausspielen

    SNAKE

  3. Walter sagt:

    @ Snake

    Deine Einleitung mit dem Zitat von Albert Einstein kann ich problemlos unterschreiben. Dass Du Deine persönlichen Schwierigkeiten mit dem Militär gehabt hast, darfst Du aber nicht als Massstab nehmen. Es gibt immer noch viele Männer, die dieser Institution einen Teil, vielleicht sogar einen grossen, ihres Selbstwertgefühls verdanken. Und nur weil Du, Albert Einstein und ich damit nun gar nichts anfangen können, muss es noch lange nicht des Teufels sein.

    Sind wir doch Realisten. Es wird IMMER Menschen geben, die den Kampf und den Krieg suchen – alles andere ist Träumerei! Dann bin ich ganz Egoist und sage mir, es ist mir lieber die gehen ins Militär, die dies gerne und freudig machen. So muss ich nicht und diejenigen beschützen mich erst noch. Heute spricht man auf neudeutsch von einer win-win-situation! Anderseits ist es auch eine Frage der Toleranz. Denn alle Menschen die gerne aktiv im Militär mitmachen, pauschal als hirnlose Tölpel zu bezeichnen, ist auch wieder nichts anderes als ein Pauschalurteil. Diese Sicht des nur schwarz-weiss ist in den allermeisten Fällen gefährlich, wenn nicht sogar falsch.

    Auch ich möchte nie eine Waffe zu Hause haben, aber dies hindert mich nicht, dem Andersdenkenden dieses Recht zuzugestehen. Solange er sie nicht gegen Menschen richtet und er sie nur für sein Hobby „schiessen“ verwendet, wieso nicht? Wenn Du z.B. gerne liest: Hättest Du Freude, wenn Dir irgendjemand verbieten würde Bücher zu lesen?

    Das mit der Toleranz ist eben so eine Sache. Sehr leicht und gerne fordern wir sie vom Andern ein, sind aber nicht immer bereit Gegenrecht zu gewähren

    Auch hast Du absolut Recht mit Deiner Aussage, dass ein Gewehr ein Machtinstrument sei. Nur, dann müssten noch andere Machtinstrumente verboten werden. Oder ist z.B. Geld, Rohstoffe (Öl), kein Machtinstrument? Ist allein die Grösse eines Landes im Verhältnis zu einem kleineren Nachbarn nicht auch Macht?

    Du machst es Dir meiner Meinung nach doch sehr einfach, wenn Du schreibst, dass es schwieriger sei das Autofahren zu verbieten als das Gewehr nach Hause zu nehmen. Etwas nicht zu korrigieren nur weil es schwierig ist, kann doch kaum eine ernsthafte Lösung sein.

    Auch für MICH persönlich ist es kein Zeichen der Freiheit, wenn ICH eine Waffe zu Hause habe. Wie gesagt, ich möchte und werde nie eine haben. Aber, dass jeder Bürger dieses Landes die Möglichkeit hat, darüber anders zu denken und eine Waffe zu haben wenn ihn dies beglückt, dies finde ich ein Stück Freiheit in diesem Lande!

    Snake, sogar ich als Nichtmilitarist weiss, dass niemand gezwungen wird seine Dienstwaffe nach Hause nehmen zu müssen. Jeder Soldat kann sich davon dispensieren lassen. Ich glaube sogar, dass das Fassen eines Schiessprügels verhindert werden kann. Mein Bruder machte Militär, hatte aber nie eine Schusswaffe (ohne den Dienst zu verweigern)!

    In diesem Sinne

    Toleranz und Freiheit über Alles!

  4. Snake sagt:

    @Walter

    Abschnitt 1 Deines Comment’s: korrekt. Jedoch kann nur absolute Dummheit einen Menschen dazu bringen, sein Selbstwertgefühl mittels einem sehr kurzen Abschnitt seines Seins zu definieren. Zudem noch, da man kaum Konkurrenz hat.

    Abschnitt 2: auch korrekt. Selbstverständlich wird es immer Gewalt geben, da träume ich nicht. Oder mit einem Sprichwort: “Gib einem Menschen Macht und Du erkennst seinen wahren Charakter.” Macht birgt immer ein Gewaltpotenzial in sich. Dieses auch ausüben zu können: da werden viele der Versuchung erlegen.
    Ansonsten: nein, nein, sind nicht alles Tölpel, wie Du schreibst. Aber die meisten……..win/win-Situation. Du musst nicht und sie beschützen Dich erst noch? Ich wüsste nicht, wo mich auch nur ein Soldat beschützt. Wir haben nicht mehr die Bedrohungslage eines zweiten Weltkriegs, wo ich dies noch hätte gelten lassen. Heute haben wir andere Bedrohungen, vor denen mich das Militär sicherlich nicht beschützen kann.

    Abschnitt 3: schon genügend haben genau diese Möglichkeit genutzt, da das Sturmgewehr für Gewalt-Taten jederzeit in Griffweite war. Ich habe nicht vom Hobby “Schiessen” geschrieben. Denn diese können ja einem Schützenverein beitreten. Dort wird jedoch wohl kaum das Sturmgewehr verwendet.
    Der Vergleich mit dem Lesen/Verweigerung von Büchern verhält nicht zu meinem Beitrag.
    Jede Diktatur schaut dazu, dass die Menschen nicht Lesen können oder dürfen. Somit bleiben diese ungebildet, was es ungemein erleichtert, an der Macht zu bleiben. Ich hingegen will dem einzelnen Soldaten die Waffe wegnehmen und die Armee abschaffen. Damit leiste ich keiner Diktatur Vorschub.
    Danach gebe ich Dir in vielem Recht was Machtinstrumente betrifft, ganz klar. Nur muss ich Dich da in die Realität zurückholen. Auch das Beschreiten eines langen Weges beginnt mit dem ersten Schritt. Deshalb meine Aussage: um Grosses zu erreichen müssen wir beim Kleinen beginnen. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt, auch wenn ich es mir wünschen würde. Hat also nichts damit zu tun, dass ich es mir zu einfach mache, wie ich es sehe. Es ist reiner Pragmatismus, was (allenfalls) möglich ist.

    Und wie Du schreibst: Deiner Ansicht nach ist es ein Stück Freiheit, wenn ein jeder Soldat seine Waffe zuhause hat. Für was denn? Hat doch nichts mit Freiheit zu tun. Zudem hat man ja unterdessen reagiert, indem keine Munition mehr mitgegeben wird. Ist ja auch richtig so. Von mir aus kann jeder Freak seine Waffe mit nach Hause nehmen. Hauptsache er hat keine Munition dazu. Damit kann ich problemlos leben.

    Dass niemand gezwungen wird, seine Waffe im Militär mit nach Hause zu nehmen, wusste ich mangels Erfahrung nicht. Absolut ok, insbesondere jetzt, da ja keine Munition mehr mitgegeben wird.

    In diesem Sinne
    Freiheit über alles unterschreibe ich. Aber nicht Freiheit, die den Menschen ein gefährliches Instrument gibt, dass sie Bedrohung und Macht in ihrer Ohnmacht über andere ausüben können. Es muss immer eine Freiheit des Denkens sein und bleiben, was beileibe schon schon schwierig ist in der heutigen Zeit.

    SNAKE

  5. Walter sagt:

    @ Snake

    Unsere Denkweise über Freiheit ist im Grundsatz sehr ähnlich, aber in Nuancen treten die Unterschiede auf.

    Du bist für die Abschaffung der Armee, ich nicht. Einig sind wir uns, dass die Bedrohungslage der Schweiz eine grundlegende Änderung gegenüber der Zeit des 2. Weltkrieges erfahren hat. Aber ich bin der Meinung, dass jedes freie Land und vor allem jedes Land, das die Eigenständigkeit behalten will, ein Instrument braucht um anderen Ländern den Willen zur Verteidigung dieser Bereitschaft zu manifestieren.

    Wie gross die dazugehörige Armee ist, ist dann wieder eine andere Frage. Aber nach meiner Ansicht darf es keine Berufsarmee sein. Eine Milizarmee mit dem Einzug jedes 20.-jährigen Schweizers braucht es auch nicht. Ich denke, dass es eine sinnvolle Lösung wäre, nur diejenigen einzuziehen, die sich freiwillig dazu melden. Die Andern sollten irgendeine gemeinnützige Leistung, gleicher Dauer, für die Gemeinschaft erbringen. Aber ohne Gewissensprüfung und solche Alibiübungen.

    Im Sinne der Gleichberechtigung müsste ernsthaft geprüft werden, ob diese Regelung nicht für beide Geschlechter Gültigkeit haben sollte!

    Auch die Einsatzmöglichkeiten dieser „Armee“ müssten breiter gestreut sein. Aber für mich kommt nur das Inland in Frage. Verteidigung ist ein Aspekt, aber auch die Rettung und Hilfe wären wichtige Punkte. Die Beschützung der Botschaften soll diese Truppe voll übernehmen. Diese Aufzählung ist nicht abschliessend.

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