Unser höchstes Gut

Gesundheit bezeichnen wir gerne als unser höchstes Gut.

Wir wollen aber kaum dafür den höchsten Preis bezahlen. Aber gerade da liegt der Knackpunkt! Wenn wir alle wirklich gesund leben oder es zumindest versuchen, kann es nicht teuer sein. Klar gibt es angeboren Krankheiten und Behinderungen, aber diese sind eindeutig in der Minderheit und wären durch das Solidaritätpinzip der Krankenkassen gedeckt.

Der grösste Kostenfaktor sind die Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht, diverse Allergien und Atemwegserkrankungen, diverse Suchtprobleme wie Alkohol und Zigaretten. Laut WHO wird es von 1995 bis 2025 eine Zunahme von 170% dieser Krankheiten geben. Heute schon führen in Europa 76% der Zivilisationskrankheiten zum Tod.

Ich bin gegen eine weitere Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Aber für mich zählt die Eigenverantwortung, und die sollte in den Krankenkassenprämien honoriert werden. Dies wäre vielleicht auch ein Anreiz gesünder zu leben?

1 Kommentar

  1. Walter sagt:

    Sigi

    In Deinem 2. letzten Satz kommst Du meiner Meinung nach der effektiven Schwäche unseres Gesundheitswesens auf den Grund – die Eigenverantwortung! Wenn z.B. die Jahresfranchise erhöht würde oder pro Arztbesuch die ersten CHF 100.– selbst bezahlt werden müssen (s. Beispiel in Deutschland), würden die vielfach unnötigen Arztbesuche mit Sicherheit drastisch reduziert.

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