Ist es wirklich die richtige Förderungsmassnahme, wenn man eine Frauenquote, gleich welcher Art, einführt?
Erweist man dem berechtigten Anliegen der Frauen nach einer adäquaten Beteiligung an den politischen Ämtern wirklich Gerechtigkeit mittels einer Frauenquote? Kann es nicht sein, dass mit diesen zugeschanzten Quoten nicht eher ein Mitleidsgedanke der Männer zum Tragen kommt? Dies wäre aus meiner Sicht noch fataler, als eine krasse Untervertretung der Frauen. Hat eine Frau die sich auf Grund Ihrer Kompetenz eine politische Position erarbeitet, erkämpft, dann nicht das Gefühl, dass eine Geschlechtsgenossin die nur auf Grund einer Quote die gleiche Position innehält, sich eigentlich einen unrechtsmässigen Vorteil nicht erschlichen, aber geschenkt bekommen hat? Sollte es dann eigentlich fairer weise nicht so sein, dass immer der/die Bessere berücksichtige wird, völlig unabhängig vom Geschlecht?
Häufig hört man, dass es einen Anschub über eine Quote brauche, weil sonst die Frauen auf lange Zeit „benachteiligt“ seien. Ist es wirklich so, dass Frauen eher in die Politik gehen, wenn sie erleben, dass eigentlich nicht ihre Fähigkeiten, sondern ihr Geschlecht zur Erreichung eines Amtes geführt hat? Muss sich eine fähige Frau in einer solchen Situation nicht als etwas bemitleidet vorkommen? Greift deshalb die Frauenförderung in der Politik mittels Quoten nicht zu einem falschen Ansatz?
Gedanken eines Mannes der die Frauen vermehrt in politische und berufliche Kaderpositionen hieven möchte, aber doch eher ohne „geschenkte“ Quoten.






für mich soll die/der besser qualifizierte/r bevorzugt werden. unabhängig vom geschlecht.
wenn es für einen posten männer gibt, die die besseren fähigkeiten haben, fühle ich mich als frau nicht benachteiligt.
wenn es frauen gibt, die anhand ihrer fähigkeiten besser sind, als der mann. dann soll man sie nicht auf die seite schieben, *nur* weil sie eine frau ist. wenn frauen jedoch positionen erhalten, *nur* weil es frauen sind, finde ich das grässlich. denn schlussendlich, kommt es nicht drauf an, ob die aufgaben von einer frau oder einem mann gemacht werden. was zählt, ist das resultat. und beste resultate bringen logischerweise leute, die besser qualifiziert sind. egal. ob männlich oder weiblich.
@Aletheia
Träum’ weiter…! Niemals werden Männer ihre Macht freiwillig mit Frauen teilen, da können Frauen sich noch so sehr anstrengen. Wollen wir etwas an den Machtverhältnissen ändern, bleibt nur eine (vorübergehende) Quotenregelung. Alles andere ist Euphemismus.
Wieso nur geht man so selbstverständlich davon aus, dass Frauen diskriminiert werden? Das ist ein Märchen. Im Durchschnitt sind Frauen schlicht weniger erpicht auf Wettbewerb und Karriere. Das zeigen zahlreiche Studien.
Zum Thema Frauenquote im Speziellen und Geschlechterverhältnissen und Geschlechterforschung im Allgemeinen empfehle ich mein Blog “Geschlechtsverwirrung” http://www.brainlogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung
Im aktuellen Beitrag stelle ich eine Studie vor, die die geringere Neigung von Mädchen und Frauen zum Wettbewerb zeigt. Die geringere Präsenz von Frauen in Führungspositionen ist also wohl nicht, wie landläufig immer behauptet wird, eine Folge von Diskriminierung, sondern hat sehr viel tiefere Gründe.
http://www.brainlogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung/2010-06-28/iza-studie-m-dchen-vermeiden-wettbewerb.-aber-das-soll-ihnen-ausgetrieben-werden